Weltkongress 2010.

Sid L Scruggs III aus North Carolina, USA, wird als internationaler Präsident 2010/11 vereidigt. _

Wangari Maathai _

Der neu gewählte internationale Präsident Scruggs stellt sein internationales Motto „Beacon of Hope“ (Signal der Hoffnung) vor. _

Flugkapitän Chesley B. „Sully“ Sullenberger III berichtet von seiner spektakulären Notlandung auf dem New Yorker Hudson River, die im Januar 2009 allen 150 Passagieren das Leben rettete. _

93. Lions Weltkongress 2010 in Sydney

Sid L. Scruggs III aus North Carolina (USA) ist neuer Präsident von Lions Clubs International. Der pensionierte Berufspilot wurde während des 93. internationalen Kongresses in Sydney gewählt, bei dem sich vom 28. Juni bis zum 2. Juli 2010 Lions-Mitglieder aus aller Welt trafen.    

Das Motto des neuen Präsidenten
Als Präsident wird Scruggs die Vereinigung anführen, der über 1,35 Millionen Mitglieder in 45.000 Clubs in 206 Ländern auf der ganzen Welt angehören. Lions stellen sich in freundschaftlicher Verbundenheit den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit und wirken uneigennützig an ihrer Lösung mit. „We serve“ ist unser Motto. Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – Lions engagieren sich dort, wo sie gebraucht werden.                                                                                                                                                                                                    Gastredner vor mehr als 15.000 Lions-Mitgliedern waren Chesley B. (Sully) Sullenberger III, der US-Pilot, dem im vergangenen Jahr eine meisterhafte Notwasserung auf dem Hudson River in New York gelang, und Wangari Maathai, Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2004. Maathai wurde mit dem renommierten Lions-Humanitärpreis geehrt. Der Preis ist mit 200.000 US-Dollar für die weitere humanitäre Arbeit dotiert. Zu den früheren Empfängern des Preises zählen der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, Muhammad Yunus und Mutter Teresa.    

 „Wir sind sehr stolz, den Humanitärpreis an Wangari Maathai zu übergeben, die ein herausragendes Vorbild für uns ist“, sagt Eberhard J. Wirfs, Präsident 2009/2010 von Lions Clubs International. „Lions-Clubs auf der ganzen Welt identifizieren sich mit ihrem Einsatz für Umweltschutz und Frieden.“  

Maathai erhielt 2004 als erste afrikanische Frau den Friedensnobelpreis für Ihren Einsatz für nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Frieden. Die Umweltaktivistin ist Gründerin des Green Belt Movement, einer breit aufgestellten Basisbewegung, die sich für die Bekämpfung von Armut und den Schutz der Umwelt einsetzt. Ihre Initiativen basieren auf einem ganzheitlichen Ansatz, der den Umweltschutz mit dem Kampf für Demokratie, Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte verbindet.  

Die Lions unterstützen gemeinsam mit Professor Maathai die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, zu denen die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Verbesserung der Schulbildung, die Gleichstellung von Frauen, die Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria und HIV/AIDS und der Einsatz für ökologische Nachhaltigkeit zählen. 

Bereits in jungen Jahren erkannte Maathai die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Abholzung in den ländlichen Regionen Kenias. Die von ihr gegründete Aufforstungsbewegung „Green Belt Movement“ setzt sich für diese und andere umweltrelevante, ökonomische und soziale Fragen ein, unterstützt die Pflanzung von Bäumen und kämpft gegen Rodungen. Seit 1977 konnten mit Unterstützung der Bewegung über 40 Millionen Bäume auf Gemeindeland und in Baumschulen gepflanzt werden, wodurch die Versorgung mit Brennholz gesichert und eine Einkommensquelle für Frauen geschaffen wurde, die ihre soziale und ökonomische Situation in den Familien und Gemeinden stärkt.  

Maathais Einsatz für den Schutz der Umwelt geht dabei weit über das Pflanzen von Bäumen hinaus. Sie ist eine energische Verfechterin der „Vier Rs“ – Reduce, Reuse, Recycle, Repair (Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln und Reparieren), zu denen sie als fünftes Element den respektvollen Umgang mit Ressourcen hinzufügt. Sie ist aktiv beteiligt am Schutz des Kongobeckens, das neben dem Amazonas als eine der verbleibenden „grünen Lungen“ der Welt gilt. Die Bewegung „Green Belt Movement“ hat längst die Grenzen Kenias überschritten und arbeitet mit anderen Initiativen zur Schaffung von Demokratie und Frieden zusammen.   

Maathai war eine führende Aktivistin in der erfolgreichen Bewegung zur friedvollen Wiederherstellung der Demokratie in Kenia im Jahr 2002. Von 2002 bis 2007 gehörte sie dem kenianischen Parlament an und 2009 wurde Wangari Maathai zur Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen ernannt.  

Zu den Weiteren Höhepunkten des Kongresses gehörten eine spektakuläre Parade der Nationen und die Wahl des Siegers im 1. internationalen Jugendmusikwettbewerb von Lions Clubs International.