Wer war nun diese Walburga? 710 in West-Sachsen – dort Wessex genannt – als Tochter König Richards und Nichte des später HL. Bonifatius geboren, verwaiste sie im Alter von 10 Jahren und kam auf Veranlassung des Onkels ins Kloster Wimborne (Dorset), wo sie die damals beste Erziehung und Ausbildung des Abendlandes genoß. Sie wurde nicht nur in den lebenden und toten Sprachen, sondern auch in vielen anderen Disziplinen unterrichtet, bevor sie nach 26 Jahren - wie ihre beiden Brüder zuvor - die Missionsarbeit im süddeutschen Raum aufnahm. Schon auf der Fahrt über den Ärmelkanal soll sie durch ein Wunder das in Seenot geratene Schiff gerettet haben. Auch wenn wir das nicht so recht zu glauben vermögen, so bezeugen die vielen Heilungen, die ihr zugeschrieben werden, doch ihre umfassend medizinische Bildung. Dass sie als Leiterin eines Mönchsklosters akzeptiert wurde, diesem noch ein Nonnenkloster angliederte und diesem Doppelkloster 18 Jahre vorstand, spricht wohl Bände darüber, daß sie sich auch in organisatorischer und wirtschaftlicher Führung durchzusetzen wusste. Heiliggesprochen wurde Walburga aufgrund ihres segensreichen Wirkens während ihrer langjährigen Missionsarbeit und der Tatsache, dass sie eine der bedeutendsten, weil gebildetsten Frauen ihrer Zeit in ganz Europa war. Walburga – ein nicht nur wohlklinger, sondern ein wunderbar weiblicher Name. Walburga - eine Wallburg ist ein sicherer Hort, eine feste Burg umgeben von einem Wall, innerhalb dessen man geborgen ist, und aus dem heraus man sicher nach außen wirken kann. Walburga ist nicht nur Schutzpatronin der Seeleute, sondern auch Spitalheilige, Geburts- und Nothelferin aller Frauen und wurde so - getreu ihres Namens - zu einer „Trutzburg des christlichen Glaubens“
wie ein Biograph schrieb. Walburga ist daher unseres Erachtens ein Synonym für Nächstenliebe, der wir unter dem Motto „We serve“ unsere Arbeit widmen wollen.






