W.A. Mozart: ausgewählte Lieder
R. Schumann: Teile aus dem Zyklus „Myrthen“
C. Debussy: Ariettes oubliées
G. Crumb: Three earls songs, Apparition
Die Sopranistin Claudia Scheiner und die Pianistin Karin Salz- Engel schlagen in diesem Liederabend einen musikalischen Bogen von den Anfängen des Kunstliedes bei Mozart, über Schumann und den impressionistischen Komponisten Debussy, bis zu modernen Kompositionen des noch lebenden George Crumb.
Nach ausgewählten Liedern von Wolfgang Amadeus Mozart werden Teile aus dem Zyklus Myrthen, den Robert Schumann seiner Frau Clara zum Hochzeitstag schenkte, dargeboten. Der Zyklus Ariettes oubliées Claude Debussy, nach Gedichten von Paul Verlaine, erzählt von Naturstimmungen, von der tiefen, grundlosen Traurigkeit der Seele und von der Sinnlosigkeit banaler Freuden. Stilistisch weist er den Weg in die Moderne.
Den Schwerpunkt des zweiten Teils des Programms bilden Kompositionen des amerikanischen Komponisten George Crumb (*1929). Zuerst erklingen seine Three early songs, eine Jugendkomposition des 17- Jährigen. Genau 30 Jahre später komponierte Crumb den Zyklus Apparition, Elegiac Songs and Vocalises for soprano and Amplified Piano. Der Text ist aus einem Gedichtzyklus Walt Whitmans entnommen, den dieser nach der Ermordung Abraham Lincolns 1865 schrieb. Die Gedichte sind ein Klagegesang auf Lincolns Tod und handeln von der Erfahrung des Sterbens. Jedes Lied und jede Vokalise sind präzise, scharf kontrastierende Metaphern für Leben und Tod. Der Tod stellt hier aber nicht eine Bedrohung oder das Ende des Lebens dar, sondern gibt dem Zuhörer Ermutigung.
Der Eintritt zum Konzert ist wie immer frei!
Claudia Scheiner
Die in Daun geborene Claudia Scheiner erhielt ihren ersten Gesangsunterricht mit siebzehn Jahren am Landesmusikgymnasium Rheinland- Pfalz bei Martina Hennemann in Montabaur. 2006 erzielte sie beim Bundeswettbewerb „Jugend- Musiziert“ in der Kategorie Duo- Kunstlied einen 2. Preis. Nach dem Abitur begann sie an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen ein Gesangsstudium in künstlerische Ausbildung und Gesangspädagogik bei Prof. Claudia Kunz- Eisenlohr. 2009 wechselte sie an die Musikhochschule Saarbrücken in die Klasse von Prof. Ruth Ziesak, wo sie ihr Studium 2011 mit Bestnote abschloss.Meisterkurse besuchte sie bei Ulrich Eisenlohr, Rudolf Piernay, Ruth Ziesak, Nele Grams und Klesie Kelly- Moog.
Bühnenerfahrungen im Opernbereich sammelte sie in kleinen Rollen am Theater Aachen, am Staatstheater Saarbrücken als „Barbarina“ in Figaros Hochzeitund „Leonis“ in Die schöne Helena“, in den Hochschulproduktionen La rappresentazione di anima e di corpovon Emilio de Cavalieri als „Anima“, als „Servilia "La clemenza di Titound als „Despina“ in Così fan tutte“. Außerdem geht Claudia Scheiner einer regen Konzerttätigkeit im Konzertfach nach. Hier sang sie unter Anderem die Sopranpartie in Händels Messias, Laudate pueri dominumund der Matthäuspassion Bach. 2012 sang sie bei der deutschen Erstaufführung und anschließenden CD- Produktion des Requiems des spanischen Komponisten José de Nebra das Sopransolo.
Außerdem widmet sich die Sopranistin intensiv dem Liedgesang, wobei auch die Erarbeitung zeitgenössischer Werke einen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildet. An der Musikhochschule Saarbrücken besuchte sie die Liedklasse von Prof. Matthias Wierig und erhielt Impulse im Bereich der Modernen Musik u. A. bei Prof. Dr. Stefan Litwin und Lutz Gillmann. Sie ist in zahlreichen Lieder- und Kammermusikkonzerten zu hören und trat unter Anderem bei Mouvement Festival für Neue Musik in Saarbrücken auf.
Karin Salz Engel
Die deutsch- brasilianische Pianistin Karin Salz Engel wurde 1986 in Brasilien geboren und bekam im Alter von sechs Jahren den ersten Klavierunterricht.
2004 nahm sie ein Klavierstudium an der Staatlichen Universität in Porto Alegre, Brasilien auf. Schon in dieser Zeit fängt sie an Neue Musik zu spielen und mit Komponisten und Sängern zu arbeiten. Sie erhält zusammen mit einer Tanztheater Gruppe 11 Preise für das Tanztheater Stück "Mulheres Insones", indem sie Klavier spielte. Daneben gab sie Solo- Konzerte im Goethe Institut mit Werken aus unterschiedlicher Epochen.
Nach dem Abschluss des Bachelor 2007 kam sie nach Deutschland um bei Prof. Dr. Litwin an der Musikochschule Saarbrücken einen Master in Interpreatation Neue Musik zu studieren, den sei 2011 erfolgreich abschloss.
Karin Salz Engel trat unter anderem in der Stadtgalerie Saarbrücken und dem Festival Mouvement 2010 und 2011 mit Live Übertragung des SR auf. Sie erhielt ein Stipendium für die Teilnahme an den 45. Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, Darmstadt, dass vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes/ Deutschland vergeben wurde. Seit Herbst 2011 setzt die Pianistin ihr Studium in einem weiteren Master in Performance Klassik bei Prof. Florian Hoelscher in Luzern fort. Sie ist Stipendiatin des Konservatoriumsverein Dreilinden. Es folgten Auftritte beim Musikfestival Szenwechsel 2012 im Marianischer Saal in Luzern und beim Cage Festival in Südpol, Luzern. Meisterkurse besuchte sie u.a. bei: Jürg Wyttenbach, Nicolas Hodges, Marino Formenti, Silke Avenhaus, Götz Schumacher, Andreas Grau, Peter Barcaba und Ferenc Rados. Karin Salz Engel setzt sich intensiv mit Musik aus unterschiedlichen Epochen und mit Neuer Musik auseinander. Sie arbeitet zusammen mit berühmten und jungen Komponisten, u.a. mit Helmut Lachenmann, Jürg Wyttenbach, Frederic Rzweski, Daniel Osório, Javier Party und Thorsten Hansen.








