Dienstagabend zu den Referenten, die im Bürgerhaus das Projekt "Klasse 2000" vorstellten. Eingeladen hatte der Lions Club Friedrichsdorf Limes. "Wir unterstützen das Projekt Klasse 2000 an allen vier Friedrichsdorfer Grundschulen", berichtete Dr. Jörg Keibel, der Präsident des Friedrichsdorfer Lions Clubs. "Zurzeit fördern wir das Projekt, das zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung bei Grundschulkindern dient, in 24 Klassen." Entwickelt wurde "Klasse 2000" vom Institut für präventive Pneumologie am Klinikum Nürnberg. Über ihre Erfahrungen in Friedrichsdorf sprachen neben Angelika Hafemann die Leiterin der Peter-Härtling-Schule (PHS), Heidi Möstl, sowie die Elternbeiratsvorsitzende der PHS, Dr. Sabine Schöchle.
Das große Gesundheitsförderungsprojekt begleitet die Schüler von Klasse eins bis vier. "Vor drei Jahren haben wir das Pilotprojekt an der PHS gestartet", so Keibel. In Kooperation mit der Gesundheitsberaterin Angelika Hafemann führen die Lehrer pro Klasse rund zwölf Klaro-Stunden pro Schuljahr durch. "Das Projekt kostet 280 Euro pro Klasse", so Keibel. 12 000 Euro, diese Summe muss jährlich aufgebracht werden, damit alle Klassen der vier Schulen an dem Projekt teilnehmen können. "Wir als Lions Club haben die Patenschaft übernommen, doch in Zukunft wäre es schön, wenn sich weitere Paten und Förderer finden könnten", sagte der Lions-Präsident.
"Nicht nur die körperliche, auch die geistige, seelische und soziale Gesundheit spielt eine große Rolle bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen", betonte Hafemann. "Bei dem Präventionsprojekt Klasse 2000 lernen Kinder, wie sie selbstbewusst mit schwierigen Situationen umgehen, und wie sie ihre Bedürfnisse mitteilen können. Mit Hilfe des Projekts soll die Lebenskompetenz der Kinder gestärkt werden." Die Kinder, so Hafemann, freuen sich jedes Mal riesig auf die "Klaro-Stunden." Die Themen sind vorgegeben: So wird in der ersten Klasse die Atmung behandelt, in der zweiten Klasse die Bereiche Ernährung und Sinne, in der dritten Klasse wird der Weg der Nahrung gelehrt.
"Und die Kinder bekommen vermittelt, wie sie Gruppendruck widerstehen und Nein sagen lernen", fügte Heidi Möstl hinzu. Sie ist begeistert von "Klasse 2000". "Die Eltern werden in das ganze Thema einbezogen", berichtete sie. Gesundheitsförderung ist sowieso Teil des Rahmenplans der Schule und kann fächerübergreifend unterrichtet werden. "Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass Kinder vor dem Genuss von Suchtmitteln bewahrt werden. Wenn durch das Projekt erreicht wird, dass die Kinder frühzeitig ein positives Verhältnis und Bewusstsein zu ihrem Körper entwickeln, sind aber gute Grundlagen gelegt", so Möstl.








