Der Lions Club verteilte 24.000 Euro an Schule, Jugendwehr, Tafel, Hospizverein und Frauenhaus
Lütjenburg.
Auf einen roten Mantel und weißen Rauschebart konnte Gerd Wenner getrost
verzichten. Auch ohne diese Weihnachtsmann-Utensilien gelang es dem Präsidenten des Lions-Clubs Lütjenburg am Donnerstag mühelos, mit seiner nachträglichen Bescherung Vertretern mehrerer Vereine, Verbände und Institutionen Freude zu bereiten:
Er hatte Schecks mit namhaften Summen als Spenden mitgebracht.
Ehrenamtliches Engagement solle damit gewürdigt werden, betonte Gerd Wenner. Insgesamt stünden rund 24.000 Euro zur Verfügung, mit der insgesamt 27 gemeinnützige und soziale Projekte unterstützt werden sollten. Viele Menschen hätten nach seinen Worten auch 2010 wieder mitgeholfen, diesen Spendentopf zu füllen – beim traditionellen Basar in Hohwacht, an den Büchertischen und beim Wohltätigkeitskonzert in der Schill-Kaserne.
Als Gastgeber erinnerte der Schulleiter des Förderzentrums, Wolfgang Ipsen, an die Einstufung als „gesunde Schule“. Da seien stets Spenden willkommen, um morgens kostenlos Müsli und zuckerfreie Getränke bieten zu können sowie in der großen Pause das gesunde Frühstück zu subventionieren.
Die beiden Vertreterinnen des Frauenhauses in Preetz wiesen darauf hin, dass es nach dem Umzug in den Neubau zwar keine drangvolle Enge für verfolgte Frauen und ihre Kinder mehr gebe, allerdings werde das Geld dringend für die Möblierung und Büroausstattung benötigt.
In der Lütjenburger Jugendfeuerwehr würden Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren ermutigt, sich in die Organisation einzubringen und Verantwortung zu übernehmen, berichtete Jugendwart Udo Hummel.
Mit dem Geld würden Kosten für Freizeiten und Wettbewerbe gesenkt.
Bei den Zahlen, die Karin Kahlstorf nannte, wurde es mucksmäuschenstill im Raum: Es würden jede Woche Lebensmittelkisten von Mitarbeitern der Lütjenburger Tafel für 262 Abholer gepackt. Darunter seien 100 Kinder. Für die Fortführung der Hilfsaktion sei es dringend notwendig, dass die Tafel einen Raum nutzen könne, der lediglich zur Ausgabe diene. Das jetzige Provisorium sei nämlich bis zum Sommer befristet.
Hinweise erbittet sie unter Tel. 04522/744144.
Max Berghaus und Gerlinde von Soosten wiesen auf die aufwendige Einstudierung des Musicals „Storno“ am Schulzentrum hin. Dafür könne die Lions-Spende gut gebraucht werden.
Geld benötige auch der Hospizverein, erklärte die Vorsitzende Helga Sielmann.
Schließlich fielen Fahrkosten des Helfer-Teams für die Begleitung Schwerkranker und ihrer Angehörigen an, außerdem müsse das Mobiliar im neuen Büro vervollständigt werden.
Und auch Jürgen Blauert brauchte nicht lange über den richtigen Verwendungszweck nachzudenken. Der TSV-Vorsitzende erinnerte daran, dass der Sportverein mit seinen 900 Mitgliedern 2011 sein 150-jähriges Bestehen feiert und in den Sparten die Betreuer jährlich 6000 Stunden ehrenamtlich tätig seien. Peb









