"Mit der Benefiz-Kunstauktion in Naumburg wollten wir einerseits den Teilnehmern der von unserem Club regelmäßig veranstalteten ,Begegnung im Dom' als Dankeschön eine interessante Begegnung mit bildender Kunst und gleichzeitig die Gelegenheit zum Mitsteigern bieten", so der Vize. Bei diesen Veranstaltungen in Naumburgs wichtigsten Gotteshaus werden immer Spenden-Gelder für gemeinnützige Zwecke gesammelt. Zum anderen, wie schon der Name der Versteigerung sagt, soll ein Teil des Erlöses gleichfalls Spendenzwecken dienen. "Erhalten wird diese Gelder der Verein Kunst in Naumburg, der die Gedenkstätte Anny Schäfer und Fritz Rentsch am Topfmarkt betreibt."
Zurück zur Auktion. Mitgebracht hatte Ulbricht Kunstwerke von Wolfgang Mattheuer oder Werner Tübke. Und natürlich von Max Klinger, der ja nicht nur in Leipzig, sondern auch im hiesigen Blütengrund wohnte und deshalb in Naumburg besonders bekannt ist. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Werke der die Klassische Moderne und Pop-Art. So sind Siebdrucke nach Akt-Zeichnungen von Frauengestalten von Amedo Modigliani ebenso zu sehen wie Farboffsetlithografien von Marc Chagall, beispielsweise das Rote Pferd. Zur Versteigerung angeboten wurden auch 14 Farblithografien von Pablo Picasso ebenso wie Farboffsetlithos von Andy Warhol.
Den Auktionsschwerpunkt stellten Werke der Leipziger Schule dar, so schon erwähnte Zeichnungen und Lithografien von Werner Tübke, Holzschnitte und Lithos von Wolfgang Mattheuer oder Plakate von Neo Rauch. Dabei reichte die Preisspanne der Eröffnungsgebote von günstigen Positionen für junge Sammler bis zu teuren Objekten wie Gemälde von Max Lachnitz für betuchte Kunstliebhaber, die auch aus Berlin angereist waren.
Informieren konnten sich Interessenten vor der abendlichen Auktion im großen Saal des Naumburg-Hauses ab dem zeitigen Nachmittag schon in der Cafeteria, in der die Werke ausgestellten waren. Als besonderen Service bot der Auktionator das kostenlose Schätzen von mitgebrachten Kunstwerken an, die auf Wunsch auch bei späteren Versteigerungen unter den Hammer kommen können.
(Naumburger Tageblatt vom 11.10.2010)









