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Lions Markgräflerland: Die Kraft der Löwinnen

    Autor: Chris Libuda      Mi., 20. Jan.. 2021

Im Februar wurde der Club offiziell gegründet, Gründungsmitglieder und Günther Effinger. Foto: privat

22 Frauen, die den neuen Lions-Club Markgräflerland gegründet haben, machten im Dezember mit ihrer ersten Activity von sich reden: mit dem Verkauf von selbstgebackenen Plätzchen nahmen sie 3.000 Euro ein. Der Erlös geht an einen Verein, der sozial schwachen Frauen in Freiburg hilft. Eine Club-Gründung im Jahr 2020 - wahrlich keine einfache Sache.

Keine einfache Gründung

„An Ideen mangelte es nicht“, erzählt die Gründungspräsidentin Chris Libuda, „nur: wir wollten als Lions-Club natürlich Vorbild für die Gesellschaft sein und auf keinen Fall eine Acitvitiy veranstalten, die den Corona-Verordnungen zuwiderläuft.“ Ohnehin waren die ersten Monate der Clubgründung davon geprägt, sich kennen zu lernen und ein Team zu werden. „Unsere Besonderheit ist eben auch, dass wir ein überregionaler Club sind, von der Schweizer Grenze bis hinter Freiburg. Allein das Finden des Clublokals war eine Wissenschaft für sich“, erinnert sich die Präsidentin. Und es ist eben schwierig, sich auch spontan zu treffen, wenn man viele Kilometer auseinander wohnt. Die Corona-Verordnungen machten alles nicht leichter - wenigstens waren im Sommer persönliche Treffen möglich.

Die erste Activity

Ursprünglich war geplant, einen Weihnachtsmarkt mit Konzerten und Ständen zu organisieren - alles nicht möglich im Jahr 2020, dem Jahr der Corona-Verordnungen. Aber so ganz ohne Activity wollten die 22 Frauen des neu gegründeten Clubs das Jahr nicht vorbeiziehen lassen. Was kann man zuhause vorbereiten und an einem Ort anbieten, der auch im Dezember offen für Besucher sein darf? Schließlich wurde eine Idee in die Tat umgesetzt: Tagelang backten die Mitglieder des Clubs Plätzchen und Kekse, alles in gekonnter Handarbeit, und verkauften die Tütchen im Weihnachtsmarkt eines großen Gartencenters in Schallstadt. Besonders wichtig: in der luftigen Halle konnten die Corona-Regeln perfekt eingehalten werden. Hildabrötchen, Zimtsterne und Linzertörtchen: Schon nach zwei Tagen war so gut wie alles ausverkauft.

Großes Interesse

Die erste Activity wurde von der örtlichen Presse und den anderen Lions-Clubs des Distrikts aufmerksam und wohlwollend begleitet. Nach einem ausführlichen Interview in der Badischen Zeitung meldeten sich über 20 Frauen, die großes Interesse haben, in dem neuen Club mitzuwirken. Die Gründungsmitglieder haben beschlossen, zunächst langsam zu wachsen, freuen sich aber auf die neuen Mitstreiterinnen, die sich in den nächsten Wochen bei ihnen vorstellen.

Nur Frauen? - Nur Frauen!

Die Idee, einen reinen Frauen-Club zu gründen, kam ausgerechnet von einem Mann: Günter Effinger, Distrikt-Governor 2019/20 wollte die Lions jünger und weiblicher machen und hat den Anstoß für die Gründung gegeben. Natürlich ist es auch möglich, dass sich Männer um eine Mitgliedschaft bewerben.  „Wir wurden durchaus kritisch beäugt und nicht nur mit offenen Armen willkommen geheißen. Ein reiner Frauenclub, was soll das denn? Fragten manche.“, erzählt Clubsekretärin Daniela Niemann. „aber nun hören wir keine skeptischen Stimmen mehr, im Gegenteil, wir freuen uns über viel Lob für unser Engagement.“ Der Club hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauenprojekte aus der Region zu fördern. Die Einnahmen aus den Plätzchen-Verkauf vor Weihnachten in Höhe von 3.000 Euro gehen an den Freiburger Verein „Off“.

Charterfeier steht noch aus

Noch immer gab es keine offizielle Charterfeier. Was für den Oktober geplant war, musste wieder abgesagt werden. Aber die Vorbereitungen laufen. „Wir sind sicher, dass wir im Frühsommer alle Unterstützer, Freunde und Interessierte einladen können“, sagt Vize-Präsidentin Stephanie Wehrle-Gressler. „Aber das Wichtigste ist das tatsächlich nicht. Unser Fokus ist, die nächste Acitvitiy zu planen. Hier haben wir wieder viele Ideen, nun müssen wir nur noch entscheiden, welche wir als nächste in Angriff nehmen.“ Trotzdem war es nicht einfach, im letzten Jahr auf das große Fest verzichten zu müssen, erzählt sie noch. Schließlich sind die Lions-Markgräflerland schon ein bisschen stolz, ein Teil der großen Lions-Community sein zu dürfen.

Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder, die nicht zwingend mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen muss.

Online gestellt von: Ulrich Stoltenberg
Letzte Änderung: Mi., 20. Jan.. 2021 21:15

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null Itzehoe mit Terrine to Go: Eine warme Mahlzeit

Itzehoe mit Terrine to Go: Eine warme Mahlzeit Terrine to Go - Lions Club Itzehoe unterstützt Hilfsbedürftige mit warmer Mahlzeit

    Autor: Lutz Bitomsky      Di., 10. Nov.. 2020

Lionsfreunde Kah, Bitomsky, Petersen und Krohn (v. l.). Foto: privat

In Itzehoe gibt es unter Leitung der Kirche seit vielen Jahren das Projekt „Terrine am Turm“. Im Kirchenzentrum (am Kirchturm) wurde einmal wöchentlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern für Bedürftige ein Essen ausgegeben. Coronabedingt musste dieses Projekt ruhen.

Auch die Tafel, in den letzten Jahren immer wieder vom Lions Club Itzehoe mit erheblichen Mitteln unterstützt, hat nicht arbeiten dürfen. Wie werden aber nun ältere und hilfsbedürftige Menschen in der Corona-Zeit mit Essen versorgt?

Diese Frage hat die Mitglieder des Lions Club Itzehoe umgetrieben - das Ergebnis lautete:  Gar nicht!

Die Lösung für den LC Itzehoe: „Terrine to Go“. - Unter Federführung engagierter Lionsfreunde wurde dieses Projekt in finanzieller Kooperation mit Rotary Itzehoe und der Hilfe der Evangelisch-Lutherischen Innenstadtgemeinde Itzehoe initiiert.

Über einen Zeitraum von acht Wochen wurden zweimal wöchentlich nahezu 50 Personen im Stadtgebiet Itzehoe mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Ein lokaler Caterer hat die Mahlzeiten gekocht und Lionsfreunde haben diese Mahlzeiten jeweils dienstags und donnerstags in der Mittagszeit zu den hilfsbedürftigen Menschen an die Haustür gebracht. Auf diese Weise wurden in dieser Zeit insgesamt 622 Essensportionen verteilt.

Lutz Bitomsky, Initiator des Projektes: „Es war ein ganz großartiges Gemeinschaftsprojekt, das eindrucksvoll gezeigt hat, wie schnell und unbürokratisch Hilfe vor Ort geleistet werden kann.“

Auch Pastorin Dr. Wiebke Bähnk ist begeistert von dem Projekt: „Ich kann aus den Gesprächen, die ich geführt habe, sagen, dass alle Empfänger eine große Dankbarkeit für dieses großartige Projekt verspüren.“

Die ursprünglich geplanten 5.000 Euro wurden nicht komplett benötigt - es war schnell klar, dass der nicht benötigte Betrag in Höhe von 1.400 Euro als Anschubfinanzierung für ein weiteres gemeinsames Projekt dienen wird.

So kann aus einer einzelnen Idee eine Daueractivity für den Lions Club Itzehoe werden….

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Online gestellt von: Ulrich Stoltenberg
Letzte Änderung: Mi., 11. Nov.. 2020 18:12