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Lions kämpfen gegen die Blindheit

SightFirst ist eine internationale Langzeit-Activity der Lions zur Bekämpfung von vermeidbarer Blindheit. Dank der gemeinsamen Bemühungen der im Verbund VISION 2020 zusammengeschlossenen Organisationen (wie z. B. Weltgesundheitsorganisation WHO, Christoffel-Blindenmission, Lions Clubs International Foundation) konnte der Anstieg der Anzahl blinder Menschen deutlich abgeschwächt werden.

Doch immer noch sind weltweit ca. 36 Millionen Menschen blind und etwa 217 Millionen Menschen sehbehindert.  Davon leben rund 90 Prozent in Entwicklungsländern. Durch Prävention, rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen wie z. B. extremer Fehlsichtigkeit, Grauem Star, diabetischer Retinopathie, könnte mehr als 75 Prozent der betroffenen Menschen geholfen werden. Lions haben diese Probleme schon sehr früh erkannt. Sie arbeiten intensiv und mit viel Erfolg daran, die Situation zu verbessern.

Die deutschen Lions haben für ihre Projekte zur Verhütung von Blindheit seit 1992 über das Hilfswerk der deutschen Lions (HDL) mehr als 30 Millionen Euro umgesetzt. In vertrauensvoller und erfolgreicher Kooperation mit der weltweit größten Fachorganisation für Menschen mit Behinderungen, der Christoffel-Blindenmission (CBM), haben sie damit viel erreicht. Seit vielen Jahren werden die großen Lions-Projekte über das HDL durch Zuschüsse vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Bereits 1925 hatte die taubblinde Helen Keller Lions dazu ermutigt und dazu aufgerufen, als Ritter im Kampf gegen Blindheit aufzutreten. Mit großem Einsatz und Engagement nahmen Lions im Jahr 1991 mit der Campaign SightFirst diese Herausforderung erneut an.

Im Jahre 2005 wurden im Rahmen der internationalen Campaign SightFirst II (CSF II) erneut weltweit alle Lions für den Kampf gegen vermeidbare Blindheit mobilisiert. Die Kampagne endete 2008. Das stolze Ergebnis wurde im Juli 2008 in Bangkok präsentiert: Weltweit sammelten Lions innerhalb von drei Jahren 200.329.000 US-Dollar, Deutschland hat dazu über 7.200.000 US-Dollar beigetragen.

Seit 2011 fördern die deutschen Lions jedes Jahr ein großes „Lichtblicke für Kinder“-Projekt. Damit verbessern sie nachhaltig die augenmedizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt, um den Betroffenen mehr Teilhabe zu ermöglichen und Lebensperspektiven zu schaffen. Erstmalig konnten Lions im Jahr 2011 und seitdem jedes Jahr eines der großen „Lichtblicke“-Projekt zugunsten blinder und sehbehinderter Kinder in der Charity-Sendung „RTL-Spendenmarathon“ vorstellen. Bis zu 500.000 Euro der Spenden, die Lions als Eigenanteil zusammenbringen, werden von „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ verdoppelt und können mit weiteren Zuschüssen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 1,5 Millionen Euro verdreifacht werden.

Mit Augenarztstipendien in Afrika zur Aus- und Weiterbildung von Augenärzten und Kataraktchirurgen investieren die deutschen Lions seit mehr als 15 Jahren in Nachhaltigkeit. Die Fortbildung von Personal und damit die Stärkung und der Aufbau lokaler Kapazitäten sind immer auch Bestandteil der Lichtblicke-Projekte.

In Deutschland sind Lions zudem Mitbegründer von fünf Lions-Hornhautbanken.

Mehr Informationen zu SightFirst finden Sie auf den Webseiten des Hilfswerks.