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Grußwort

Wilhelm Siemen, Distriktgovernor 2021-2022 Grußwort

 

Liebe Lionsfreundinnen und liebe Lionsfreunde, liebe Leos und liebe neugewählte Clubpräsidenten,

In den vergangenen Monaten hat jeder von uns gespürt, wie Lebenssituationen sich unvermittelt verändern können, sei es die eigene oder auch die der Menschen, die einen selbst umgeben. Die ganze Gesellschaft war betroffen und ist es noch. Planungen und Entwürfe, Vorstellungen, wie Zukunft aussehen wird, wurden ad absurdum geführt, Existenzen, die sicher geglaubt waren, vernichtet. Und wir als einzelnes Lionsmitglied, wir die Clubs? Oft haben wir uns nicht gesehen in den vergangenen Monaten. Den einen oder anderen trotz GoToMeeting, Zoom, Teams, ... haben fast aus den Augen verloren. Auf die traditionellen Activitys mussten wir weitestgehend verzichten. Und trotz neuer Ideen reichte es nicht, einen Ausgleich für die Einbußen an finanziellen Mitteln zu schaffen. Wir stehen vor einem Berg an Herausforderungen und fragen uns: Was sollen und wollen wir als Lions heute und morgen bewirken und bewegen? Wo sollen wir beginnen, Hand anzulegen? Schaffen wir dies in der gegebenen Situation, den aktuellen Rahmenbedingungen, als Club intern wie extern unseren Weg zu finden, neu zu definieren, neu zu erfinden? Und diese Fragen, sie stellen sich auf allen Ebenen unserer Organisation, die ihre Kernzelle in einem jeden von Ihnen hat –im einzelnen Verantwortung tragend, im Gemeinsamen der bürgerschaftlichen Prinzipien stark, den Idealen des Gründers Melvin Jones folgend, erfolgreich! „We serve the World –Kindness Matters“, ist das Motto unseres International PräsidentenDouglas X. Alexander –und damit meint er: Sowohl lokal, als auch national und international dienen wir den Menschen mit unserem Tun: Das ist das eine! Das andere ist aber ebenso wichtig: Freundlichkeit, Zugewandtheit, Menschenliebe – das macht es aus, das spielt die Rolle bei allem, das wir tun! Mit anderen Worten: Es ist die Nächstenliebe, die uns verpflichtet, unseren Dienst an der und für die Allgemeinheit zu leisten. Wie der internationale Präsident, so hat auch jeder Governor hat sein Motto. Meines spiegelt die Überlegungen, die mich seit Beginn der Pandemie beschäftigen und mit den Entwicklungen im Laufe der Krise Handlungs- grundlage für meine Amtszeit wurden: „Den Menschen nah - der Gesellschaft verpflichtet – Lions dienen! “Was sind die daraus resultierenden Schwerpunkte –nicht nur für mein, sondern für unser Handeln, denn nur gemeinsam werden wir erfolgreich sein!In unseren Clubs selbst haben wir in manch einem Fall aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen Aufholbedarf an Gemeinsamkeit. Schauen wir also zunächst auf unseren eigenen Club! Lassen Sie uns dieses Jahr zu einem Jahr der besonderen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit den Mitgliedern und ihren Familien gegenüber machen. Holen wir die wieder ins Boot, die wir lange nicht gesehen haben, kümmern wir uns um jene, für die Altersgründe sie von der Teilhabe ausschließen, und ebenso um die, die durch die Pandemie viel verloren haben. Sehen wir dieses Jahr als ein Jahr der Konsolidierung und des gezielten Miteinanders, wie auch des bedachten Werbens um neue Mitglieder, für die wirklich „Kindness Matters“. Junge und aktive Menschen suchen vielfach nach der Möglichkeit, sich sinnvoll im Kreis Gleichgesinnter sozialen und kulturellen Aufgaben zu widmen, aber sich zugleich Chancen zu erschließen im beruflichen Aufbau und der familiären Aufgehobenheit durch Generationen übergreifendes Erleben. Hier sind wir als Lions gefragt und dürfen das Feld nicht anderen überlassen, die um dieselben Menschen werben. Um Menschen zu werben heißt hier einerseits nach jungen, potentiellen Mitgliedern Ausschau zu halten, Leoclubs zu gründen und wo immer ein Leoclub besteht, sich um das Wohl der Leos zu kümmern, Ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sie zu fördern und „Kindness Matters!“ im Miteinander durch Wertschätzung den Lions-“Spirit“ zu vermitteln, sie einzuladen, zukünftig Mitglieder in unserer Gemeinschaft, den Lionsclubs zu werden, wenn sie den Ort wechseln, bereit zu sein, bei anderen Clubs Aufnahme zu finden! Wir sehen, die Herausforderungen sind vielfältig und groß! Es wird dieses Jahr der hoffentlich abklingenden Pandemie kein einfaches Jahr. Bleiben wir dennoch optimistisch! Es ist an jedem einzelnen Mitglied, den Clubpräsidenten und den Vorstand bei seinem Tun zu stützen und zu unterstützen. Es ist jetzt die Zeit, sich ganz bewusst auf lokale und regionale Service-Activitys zu konzentrieren und so noch mehr in unserer Gemeinde, unserer Region als die den Menschen dienende Gemeinschaft von verantwortlich handelnden Bürgern zu verankern. „Den Menschen nah - der Gesellschaft verpflichtet!“ Dies bildet die Grundlage, um nach einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erholung als Club und Teil der Weltorganisation der LIONS auf die Bevölkerung erneut mit Activitys zur stärkeren Generierung von Geldmitteln für die Umsetzung sozialer und kultureller Ziele zugehen zu können. Mein und des Distriktteams Ziel wird sein, bei Bedarf zu beraten und vermehrt auf Hilfsleistungen hinzuweisen, die bei geringem Aufwand ein höheres Maß an Motivation und Außenwirkung versprechen, dort anknüpfen, wo Not vor Ort besteht oder entstehen wird. Dazu ist es beabsichtigt, eine für alle Clubs zugängliche Activity-Plattform zu errichten, sei es für die Generierung von Einnahmen, sei es für vorbildliche Hilfsaktivitäten. Gemeinsam lernen wir, uns zu vernetzen und dadurch noch mehr helfen zu können. Neben dem akut notwendigen Helfen auf den verschiedenen Ebenen unseres Handelns, muss unser Blick auch auf die Vorbeugung gerichtet sein. Wir hören es immer wieder in den Medien: Die durch Corona bedingte wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Bundesrepublik führt derzeit trotz aller Maßnahmen zu einer offensichtlichen Problemlage insbesondere in Familien mit Migrationshintergrund sowie in prekären Verhältnissen. Damit einhergehend steigendas Gewaltpotential und der Drogen-wie Alkoholkonsum. Wir haben als Lions Programme, die die ganze Breite vom Kindergarten bis zur beruflichen Bildung und Integration überspannen: Kindergarten Plus, Klasse 2000, und besonders dann eines, das ganz uns gehört, mit dem wir in den Kultusministerien aller Bundesländer und ganz stark in Bayern identifiziert werden und das gerade im Bereich der Prävention immer auf ́s neue Maßstäbe setzt: Lions Quest! Und dazu gehört auch die kontinuierliche Weiterentwicklung durch das hauptamtliche Team der Stiftung der Deutschen Lions – SDL bis hin zu Online-Seminaren, die seit Mitte dieses Jahres abrufbar sind.„Den Menschen nah - der Gesellschaft verpflichtet“, bedeutet in diesem Zusammenhang, die Zahl der Lions Quest Seminare nach dem durch Corona bedingten dramatischen Rückgang gezielt wieder zu erhöhen. Natürlich wird es angesichts der Belastung von Lehrern und Schülern im Jahr 2020 und auch noch 2021 zumindest mühsam sein und außerordentliches Engagementverlangen. Aber wir sind jetzt aufgerufen zu handeln, denn jetzt gibt es akuten Bedarf. Suchen wir also den Kontakt zu den Verantwortlichen der Einrichtungen und bieten wir diesen auch bei der Umsetzung unsere Hilfe an. Die Distriktbeauftragte unterstützt und berät die Clubs gern und kommt bei Bedarf auch zu den Clubabenden! In den erwähnten Kontext der gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie gehört auch, dass die Generation der Älteren durch die zeitweise Isolierung von Angehörigen und Freunden in besonderer Weise leidet. Folgen der dadurch bedingten Vereinsamung sind leider in manchen Fällen Essensverweigerung, Sprachlosigkeit bis hin zu einer sich isolationsbedingt beschleunigenden Demenz. Wir als Mitglieder in den Clubs sollten uns dieses Gebietesfokussiert annehmen und uns im Distrikt mit diesen Problemstellungen vertrauter machen. Gemeinsam mit den Leitungen der Altenheime können wir nach Formaten suchen, wie wir Hilfestellung leisten können. Wie können wir vorbeugen und im Rahmen unserer eigenen Möglichkeiten zur Entlastung des Personals einen Teil der Durchführung übernehmen? Die Stiftung der Deutschen Lions hat diesen Aufgabenbereich von gesellschaftlicher Dimension in ihren Kanon übernommen und entwickelt entsprechende Angebote. Und auch wir im Distrikt haben dafür einen ausgewiesenen Experten als Kabinettsbeauftragten, der den Clubs zur Seite steht! Nehmen Sie Kontakt auf!„Den Menschen nah - der Gesellschaft verpflichtet“ – die Mitglieder im Club selbst, die Menschen vor Ort, die Jungen und die Alten, unsere Gemeinschaft an Bürgerinnen und Bürgern! Vergessen wir aber ebenso wenig die unter uns mit Einschränkungen und Behinderungen. Sie sind ein wesentlicher und wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Sie verdienen und erwarten unsere ganz persönliche Zuwendung von Mensch zu Mensch. Und damit sind wir bei den Special Olympics, die zum Ende des Lionsjahres voraussichtlich in Regensburg stattfinden werden. Denken wir darüber nach, Patenschaften zu übernehmen, nicht nur auf finanziellem Wege durch unser Sponsoring! Nehmen wir selbst Anteil und seien dabei, um den jungen Athletinnen und Athleten konkret bei den Spielen helfend wie anfeuernd, tröstend und aufbauend zur Seite zu stehen. Unser Kabinettsbeauftragter wird Ihnen gern alle Fragen beantworten.

Und seien Sie sich gewiss: Wenn wir uns diesen Menschen widmen, werden wir neben den damit verbundenen Herausforderungen, vor allem eines ernten: das Glück, die Freude, die wir ihnen bereiten, wird auf uns ausstrahlen! „Den Menschen nah - der Gesellschaft verpflichtet!“ Unsere Ziele im Distrikt BO sollten sich zuvorderst in den kommenden Monaten an den durch Corona entstandenen oder verschärften drängenden gesellschaftlichen Bedürfnissen im eigenen Land orientieren, die Clubs selbst und deren Entwicklung im Vordergrund stehen! Das heißt auch nicht, dass wir dabei unsere nationalen und internationalen Verpflichtungen zurückstellen oder uns gar ins Lokale oder Regionale zurückziehen. Konzentrieren wir uns auf das Notwendige und Machbare,dann werden wir Erfolg haben. Sie können sicher sein: Ich werde Ihrer Einladung in den Club gern folgen. Und wir als Distriktteam werden alles tun, um Sie bei Ihrem Tun zu unterstützen, auf bewährte Art und Weise wie durch neue Formate, Seminare und Fortbildungen, an denen wir arbeiten. Erstmals haben wir einen Kabinettsbeauftragten für Umwelt und Nachhaltigkeit (KUN). Damit tragen wir dem vielfältigen Wunsch Rechnung, Ihnen von Seiten des Kabinetts in diesem wichtigen und unsere Zukunft wesentlich prägenden Bereich sehr fokussiert Expertise anbieten zu können. Hoffen wir, dass die Rahmenbedingungen uns erlauben, unsere Vorhaben in die Realität umzusetzen! Ich bin überzeugt: Es gibt eine Zukunft nach Corona, auch eine positive! Und dann werden wir gemeinsam diesen Weg gehen, mit Freude und Motivation, mit Freundlichkeit, Zugewandtheit, und Menschenliebe. Denn das macht es aus, das spielt die Rolle bei allem, das wir tun!

Herzlichst Ihr/Euer