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Leitfaden Blutstammzell-Spende

Leitfaden 2013

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Leitfaden 2011

Warum die Blutstammzellenspende so wichtig ist. 
Leukämie (Blutkrebs) kann jeden treffen! Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr rd. 10.000 Menschen an Leukämie, d. h. im Durchschnitt trifft es in Deutschland etwa alle 45 Minuten einen Menschen. Eine Krankheit, die über Nacht jeden von uns befallen kann – ob jung oder alt. Was die Krankheit auslöst, ist bis heute nicht bekannt. Von einem Tag auf den anderen kann sie plötzlich da sein. Für viele dieser Patienten ist eine Transplantation von Blutstammzellen die einzige Überlebenschance.

Die Wahrscheinlichkeit jedoch, einen passenden Blutstammzellenspender zu finden ist sehr gering. Das bedeutet heute noch für viele Patienten, dass sie keinen passenden Spender finden und deswegen an der Erkrankung sterben werden.

Das wollen wir Lions in unserem Distrikt 111 Bayern-Süd ändern, indem wir

a) Blutstammzellenspende-Activities durchführen um möglichst viele potentielle Blutstammzellen-Spender zu finden, die bereit sind, sich typisieren und im Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) registrieren zu lassen und

b) die anfallenden Kosten für die Typisierung und Registrierung (50 EURO pro Spender) übernehmen und tragen werden, da die Krankenkassen zwar die komplette Behandlung, nicht aber die vorsorgliche Typisierung und Registrierung finanzieren.

        
Noch nie war es so einfach, Lebensretter zu werden! 
Ganz unspektakulär, nämlich wie eine Infusion, verläuft eine Blutstammzell-Transplantation bzw. Knochenmarktransplantation. Eine Übertragung von Blutstammzellen von einem Spender auf einen Empfänger. Für Menschen mit Blutkrebs ist das oft die einzige Möglichkeit zu überleben. Ihr Knochenmark produziert nämlich unkontrolliert weiße Blutkörperchen, und um diesen Prozess zu stoppen wird das gesamte Knochenmark durch eine starke Chemotherapie zerstört. Diese Patienten bekommen dann Blutstammzellen von einem Spender. Blutstammzellen sind blutbildende Zellen. Werden sie einem anderen Menschen übertragen, können sie sich dort im Knochenmark ansiedeln und völlig normal weiterarbeiten. 

Früher nannte man die Übertragung von Blutstammzellen von einem Spender auf einen Empfänger "Knochenmark-Transplantation", heute nennt man das „Blutstammzellen-Transplantation". Denn diese Blutstammzellen werden nicht mehr nur aus dem Knochenmark (das hat übrigens nichts mit Rückenmark zu tun, wie manche Menschen denken) entnommen, sondern man kann sie heute auch aus dem Blut „herausfiltern". Dazu werden bei der Entnahme in zwei Venen Nadeln gelegt. Aus der einen Vene wird das Blut durch einen Apparat geleitet, der nur die Stammzellen heraussammelt, Leukapherese heißt das, und das übrige Blut wird dann durch die andere Vene wieder zurück in den Körper geleitet. 

Bei einer Transplantation müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger weitgehend übereinstimmen. Und weil eine so große Gewebeübereinstimmung zwischen zwei Menschen recht selten ist, sind die Chancen für jemanden, der Blutstammzellen benötigt, umso besser, je mehr Menschen sich als Spender registrieren lassen. 

        
Wie kann man Spender werden?
Bei der Typisierungsaktion wird aus einer Armvene ein kleines Röhrchen Blut entnommen, ca. 10 ml. Dieses Blut wird auf die Gewebemerkmale hin untersucht. Die Ergebnisse werden unter einer Kennnummer dem Zentralen Knochenmarksspender-Register für Deutschland (ZKRD) gemeldet und stehen dann für Spendersuchen weltweit zur Verfügung. Name und Anschrift werden dabei nicht weiter gegeben.

Wer kann Blutstammzellen spenden?
Alle gesunden Personen zwischen 18 und 55 Jahren. Personen mit Erkrankungen von Herz, Lunge, Stoffwechsel oder Nervensystem oder mit Infektions-krankheiten oder Krebs sind als Spender nicht geeignet.

Werden auch Sie ein indirekter Lebensretter!
Wir Lions stehen mit unserem Motto „we serve" in einer ganz besonderen Verpflichtung. Geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß und wagen Sie den 1. Schritt!

Werden auch Sie als Initiator einer Typisierungs-Activity zur Blutstammzellenspende Ihres Lions Clubs zum Lebensretter und damit zum großen Hoffnungsschimmer für die vielen an Leukämie erkrankten Menschen in unserer nächsten Umgebung.

Auch schon allein mit einer Bereitstellung von Spendengeldern zur Übernahme der Kosten für Typisierung und Registrierung (50 € pro Person), würden Sie zum indirekten Lebensretter werden. Denn ohne die Finanzierung der Typisierungen lassen sich nahezu keine potentiellen Blutstammzellenspender finden und ohne Blutstammzellenspender gibt es für viele Leukämiekranke keine Überlebenschance.

Ein perfekter Tipp für eine großartige Lions Club-Activity „vor der eigenen Haustüre"! Mit der Durchführung einer Typisierungs-Activity zur Blutstammzellenspende treffen Sie für Ihren Lions Club absolut ins „Schwarze" – denn Sie werden damit wie o. a. automatisch zum indirekten Lebensretter. Wie dies konkret geht, erfahren Sie von unserem Lionsfreund Prof. Friedrich Büg. Er würde Sie bei einem konkreten Vorhaben (sofern gewünscht) begleiten und unterstützen.

Ansprechpartner: Prof. Friedrich Büg (friedrich.bueg@lions-net.de)
D 111 BS, 2. VG 2011-12, Kabinettsbeauftragter für Organ- und Blutstammzellenspende.