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In Sri Lanka geht es aufwärts!

Im August 2011 war LF Nissanka Epaliyana Gast bei LF Dr. Wulf Kavasch. Dabei entstand folgendes Interview:

Ein Besuch in unserem LIONS-Dorf in Hikkaduwa

Was für ein überwältigender Empfang - wenn das nur mehr Freunde aus den Clubs unseres Distrikts erleben hätten können.

Da standen Alt und Jung, die Dorfjugend mit Eltern und auch Großeltern, herausgeputzt, mit fröhlichen Gesichtern, voller Erwartung. Kaum waren wir aus unserem Minibus ausgestiegen, wurden wir reich behängt mit Blumengirlanden und bekamen die schönsten selbstgebundenen Blumensträuße von den Kindergarten- und Schulkindern überreicht. Selbst PDG Wulf Kavasch und seine Frau Martha waren überrascht. Es war schon ihr vierter Besuch im Dorf, aber dieses Mal brachten sie Clubfreunde aus den LCs Gmund-Oberland, Günzburg, und Am Tegernsee sowie betreuende Lionsfreunde vom LC Hikkaduwa mit.

Während seiner Zeit als Distrikt- Governor hatte es sich PDG Kavasch zur Aufgabe gemacht, nach dem verheerenden Tsunami vom 26.12.2004 obdachlos gewordenen Familien in Sri Lanka ein neues Heim zu geben. Die Flutwelle war bei Hikkaduwa im Südwesten der Insel mehr als 2 km weit ins Landesinnere gedrungen und hatte mehr als 35.000 Menschen das Leben gekostet und unzähligen Familien jede Lebensgrundlage geraubt. Es gelang ihm, etliche Kilometer weiter im Landesinneren ein ca. 3 ha großes, wertvolles Grundstück von einem einheimischen Gönner zu diesem Zweck zu erhalten, natürlich notariell beglaubigt. Ein Aufruf zu diesem Distrikt-Projekt in allen Clubs bescherte dann die notwendigen finanziellen Mittel für den Bau von 45 Häusern. Alle sind mit 3 Zimmern, einfacher Küche mit Feuerstelle und Hock-Toiletten ausgestattet. Zwischen den Häusern ist Platz für kleine Gärten und Nutzpflanzen.

Unser Besuch Anfang Mai 201 1 war mit Spannung erwartet worden, hatten wir doch die Besichtigung aller Häuser angekündigt. Die schönsten und saubersten sollten prämiert werden. Und nebenbei wollten wir eine Bestandsaufnahme der Anlage vornehmen.

So marschierten wir also mit den Dorfbewohnern erst zum zentral gelegenen Kindergarten, der heute als Versammlungsraum diente. Die Flaggen wurden gehisst, und anschließend entzündete jeder der Gäste in andächtiger Stimmung einen Docht am Lichterbaum. Die Kinder des zum Dorf gehörenden Montessori- Kindergartens boten die mit ihren beiden Betreuerinnen einstudierten Tänze dar und alle lauschten den Worten der Vertreter der bayrischen Lions und des LC Hikkaduwa, wie auch der Dorfgemeinschaft. Diesem feierlichen Teil folgte für uns eine Einladung zu einer kleinen Stärkung - alles selbst gemachte Speisen der Bewohner. Selbstverständlich schloss sich dem ein ausgiebiges Fotoshooting on, und dann begab sich die Delegation von Haus zu Haus.

Fast immer wurden wir bereitwillig durch die Räume geführt, oft auch mit Blumen empfangen und mit Getränken, Obst und Keksen bewirtet. Voller Stolz präsentierten viele Familien ihr Heim, und die meisten hatten es sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gemütlich gemacht. Blitzsauber war es meist auch. Wir mussten aber auch erfahren, dass nicht wenige Bewohner ohne Bettstelle auskommen und dass ihr neues Heim ihre erste feste Behausung ist. Zufriedenheit ist eben relativ.

Hunger leidet hier niemand, denn die Natur bringt wilde Früchte hervor. Doch die Arbeitslosigkeit ist groß - den früheren Fischern wurde ja die Lebensgrundlage entzogen -, und wir überlegten eine Möglichkeit für eine Beschäftigung der Frauen zuhause. Eine Option wäre das Drehen von Kokosnuss-Fasern zu Sisal- Schnüren mit einem einfachen Gerät. Eine Firma in der Nähe .....

LF Waltraud Bauer (LC Gmund Oberland)