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    PICU - Hilfe für Sri Lanka 10 Jahre Lions-Engagement nach dem Tsunami in Sri Lanka

    Lions-Kernanliegen: Nachhaltigkeit

    Die Projektstrategie war von Beginn an darauf ausgerichtet, schnellstmöglich Selbständigkeit zu erreichen. Schließlich war der lokale Bedingungsrahmen vergleichsweise gut:

    • Die Station (engl. heißt sie Paediatric Intensive Care Unit, P.I.C.U.) sollte Teil eines Großkrankenhauses werden, dem Teaching Hospital Karapitiya in Galle, etwa so groß wie die MHH, mit zwei Kinderstationen und einer der besten Frühchen-Stationen in SO Asien.
    • Die Mutter-und-Kind-Klinik, Teil des gleichen THK, sollte vom Tsunamiopfer Altkanzler Kohl wieder aufgebaut werden.
    • Die medizinische Fakultät der Universität Ruhuna - befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
    • Medizinischer Direktor und charismatische Leiterin der Pädiatrie als lokale Promotoren.
    • Gutes Bildungssystem in Sri Lanka.
    • Schon vor 2500 Jahren eine flächendeckende medizinische Versorgung der Menschen.
    • Der örtliche Lions Club benannte einen deutsch-sprechenden Lionsfreund als Transfer-Manager.
    • Kinderkrankenhaus auf der Bult und MHH sprachen sofort Unterstützung zu.. 

    Genügend Gründe also, uns zu engagieren und Nachhaltiges bewirken zu können!

     

    Was wurde erreicht und wo stehen wir heute?

    Das P.I.C.U. Team schätzt: Das Ziel ist zu 80% erreicht; bezogen auf das vor Ort Mögliche! Das Gebäude entstand, mitfinanziert durch unser Lions-Benefizkonzert, Ende 2006. Der Intensivbereich i.e.S. umfasst 220 m2 im Erdgeschoss. Dort gibt es sieben Betten plus zwei Isolierzimmer, durch uns medizintechnisch voll ausgestattet. Im Obergeschoss, durch einen Bettenaufzug verbunden, ist die sog. Intermediate Care Unit untergebracht, mit neun ausgerüste-ten Betten, für solche Patienten, die noch nicht auf die Normalstation oder nach Hause zurück können.

    Das P.I.C.U. – Team besteht aus zehn Ärzten, darunter endlich zwei in Australien ausgebildete Fachärzte für KinderINTENSIVmedizin, die auf Augenhöhe mit ihren MHH Kollegen reden können, 24 Schwestern und 6 Helfern.

    Die P.I.C.U. ist voll ausgelastet: Pro Monat werden im Schnitt 28 Patienten aufgenommen. Bisher waren es etwa 900 Patienten im Alter zwischen einem und zwölf Jahren. Die häufigsten Behandlungen: Lungenerkrankungen, Betreuung nach schweren Operationen, Nierendefekte (ein besonderes Problem in Sri Lanka), Sepsis/Blutvergiftungen, Denguefieber, Unfälle.

    Das derzeitige Kernthema: Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung. Dort und hier. 2 Ärzte und 2 Schwestern für jeweils 4 Wochen in Hannover; MHH Ärzte, Schwestern und ein Hygiene Senior Expert in Galle. Die gegenwärtige Agenda: Umgang mit dem neuen Blutwäschegerät direkt am Bett, professioneller Umgang mit dem gerade gelieferten mobilen Sonografiegerät, Hygienemanagement, Standards einhalten, Routinen entwickeln. Ein wesentlicher Baustein ist der wöchentliche Jour-Fix zur Fallbesprechung per Skype zwischen MHH und P.I.C.U.

    Die finanzielle Seite

    Die Personalkosten und die laufenden Betriebskosten sind Teil des Budgets des Karapitiya Teaching Hospitals. Bau und Einrichtung wurden im Verlauf der zehn Jahre ausschließlich aus Spenden finanziert; als grober Anhaltspunkt: Großspender: 500.000 Euro (davon Stadt Hannover 300.000 Euro), Lionsorganisation 150.000 Euro, bewertete Sachspenden 250.000 Euro, 100.000 Euro von vielen, vielen kleinen Spendern.

    Was steht noch auf  der P.I.C.U. Entwicklungsagenda und muss unterstützt werden?

    Schlüssel für das Erreichen des 100% Niveaus ist die komplette Inbetriebnahme der Inter-mediate Care Unit im Obergeschoss. Hier fehlt es an Personal, besonders an Schwestern. Die Medizinadministration des Landes ist hier gefragt.

    Weitere durch uns zu leistende finanzielle Hilfen: an erster Stelle: Ausbildung und damit verbundenen Reisekosten mit Unterkunft und Verpflegung.

    Zweitens - Desinfektionsmittel: Für Beatmungsschläuche, Flächen und Fußböden. Die Qualität und Quantität der im THK dafür verwandten Mittel reicht für die P.I.C.U. nicht aus. Wir arbeiten daran, dass die Medizinadministration des Landes dies übernimmt. Gleiches gilt für spezifische Medikamente.

    Das P.I.C.U. Projekt im Detail unter  www.picu-sri-lanka.com