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Aktuelles

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Der Thüringen-Monitor

Nun sind bereits mehr als drei Jahre vergangen seit der Zuzug von
Flüchtlingen ihren Höhepunkt erreichten.
Heute sind es in Thüringen oder Sachsen-Anhalt noch ca. 300 pro Monat und
liegt damit auf dem Niveau von 2013/14.
Doch interessanter ist es zu wissen, wie die Flüchtlinge und Migranten die
deutsche Sprache erlernten und wie sie den Weg in die Ausbildung und Berufe
gefunden haben.
Dazu liefert der Thüringen Monitor einen guten Überblick. Im übrigen sind
die Verhältnisse in Sachsen-Anhalt sicher sehr ähnlich.”
Zum Thüringen-Monitor

 

Diese Orientierungshilfe ist in
verschiedenen Sprachenin
mehreren tausend Exemplaren
im Distrikt vorhanden.Sie wird
aktuell gemeinsam mit den
örtlichen Clubs in
Thüringen und Sachsen.Anhalt
verteilt.

Zur Orientierungshilfe

 

Besuch des Flüchtlingslagers in Arsal und der Lions im Libanon

Detlev Geissler

Dieser Link führt zu zusätzlichem Bild- und Textmaterial

Die Reise verlief völlig problemlos sieht man von der ausgeprägt großzügigen Interpretation von Zeitangaben ab.

Die Aufnahme und Betreuung durch die libanesischen Lions aus dem Distriktkabinett (Distrikt 351 Irak, Palästina, Jordanien, Libanon) war überaus freundlich. Ich wurde quasi rundum betreut und dabei kulinarisch bestens versorgt.

In Beirut besuchte ich mit PDG Walid Bechara eine christliche Gemeinde, in der Kinder von christlichen Flüchtlingen betreut und unterrichtet werden (Christian Aid Programm fort Northern Irak – CAPI). Hier unterstützen die libanesischen Lions, wir könnten uns beteiligen.

Seit 2016 erhalten 1.500 dieser Familien ein Visum für Australien.

Was die Verhältnisse im Land wie insbesondere der syrischen Flüchtlinge angeht, so muss man feststellen, daß unser Blickwinkel als Europäer sehr verengt ist!

Schon allein die (politisch) fein austarierte Balance zwischen Sunniten, Schiiten und Christen ist eine regionale Besonderheit. Im Süden des Libanon leben auch noch vor mehr als 60 Jahren vertriebene Palästinenser, deren Zahl durch neue Generationen von 180.000 auf inzwischen 500.000 angewachsen ist. Der Anteil der Christen im Lande ist seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts allein durch die unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung und durch Abwanderung ins Ausland von 80 auf heute 40 % gesunken. Dazu kommen die emotional noch nicht überall überwundenen Narben des Bürgerkrieges und seit nunmehr 4 Jahren die Anwesenheit von 1,4 Millionen  - manche sprechen von 2 Millionen - Kriegsflüchtlingen aus Syrien und dem Irak bei ca. 6 Millionen Libanesen. Allein dies macht die Komplexität der Lage deutlich. Zudem ist offenbar Korruption sehr verbreitet.

Der von den Schiiten bewohnte Stadtteil ist eher ärmlich, voll von Plakaten von Imanen und der Hisbollàh, gleichzeitig gibt es hier neue Moscheen und ein nur für Schiiten nagelneues Krankenhaus. An der Zufahrtsstraße zum Flughafen, die an diesem Viertel entlang führt, gibt es einen für (Militär)Paraden vorbereiteten Abschnitt.

Die im Bürgerkrieg stark zerstörte Altstadt und das Hafengebiet Beiruts sind weitgehend modern und gleichzeitig gesichtslos wieder aufgebaut. Die Strassen sind voller Autos, der Verkehr ist ziemlich chaotisch (es gibt in der Millionenstadt Beirut geschätzt ganze 30 Ampeln). Je mehr man in die Provinz kommt, um so älter werden die Fahrzeuge.

Das Militär ist sowohl in Beirut als auch vor allem in der Beeka Ebene präsent.

Nachdem es vor kurzem die Kräfte des IS (man spricht nur von DASH) aus der Gegend um Arsal + Balbek vertrieben hat, werden die „Helden“ überall per Spruchbänder und Bilder gefeiert.

Soweit ein kurzer „Blick auf das Land“.

Die Fahrt nach Arsal (ca. 120 km) dauerte ca. 2,5 Stunden.

Die Strasse führt zunächst nach Damaskus bis nach Eintritt in Beeka Ebene man nach Zahle abbiegt. Hier wird man ca. alle 10 km durch massive Schwellen auf der Straße und Militärposten gestoppt.

Um die Kleinstadt Arsal, im kargen Gebirge des Anti-Libanon gelegen, befinden sich zahlreiche Zeltlager mit insgesamt ca. 90.000 Flüchtlingen. Die Mehrzahl stammt aus Syrien, der Gegend um Homs und lebt seit ca. 4 Jahren dort.

Das Molham Team (syrische NGO) , das die kleine Schule, die eine von mehreren ist, betriebt, empfing mich mit 3 Personen, von denen aber nur einer leidlich englisch sprach. Die Schule war zu dieser Jahres- und Tageszeit (15 Uhr) bereits geschlossen.

Der Empfang war freundlich, die zum Ausdruck gebrachte Haltung einerseits eher devot jedoch zugleich mit einem fordernden Unterton. Alle bislang gemachten Angaben und Eindrücke (per Fotos) wurden bestätigt. Die im Februar gelaufene Hilfsaktion (der 6 Clubs aus 111 OM) mit dem Dieselöl wurde dankbar erwähnt.

Man möchte gern 2 weitere Klassen für kleinere Kinder, die bislang quasi Analphabeten sind einrichten. Diese können nachmittags die Container nutzen.

Nach dem Gespräch in der Schule folgte auf meinen Wunsch ein kurzer Blick in die direkt davor liegenden Zelte. Hier leben die Menschen auf engstem Raum ohne Strom, Wasser aus Wasserwagen.

Danach besuchten wir eine „Schule“ für behinderte Kinder im Alter von 4 bis 24 Jahren, darunter Kinder mit großer Sehschwäche, Gehörlosigkeit oder –schwäche, psychischen Problemen. Hier ist Miete zu zahlen, die Lehrer/Betreuer arbeiten bislang kostenlos. Folgende Unterstützung  bietet sich an:

Für die Schule:

1 Generator zur Stromerzeugung                                        ca.       2.000 €
dazu eine Grundversorgung mit Diesel                                 500 ltr = 500 €
Gehalt für 2 zusätzliche Lehrer à je 350 € / Monat =                       9.000 €
Einrichtung und Erstausstattung Kindergarten                                2.500 €
Education Center (English, social activities etc.)                             1.500 €

                                                                                          
Für die Schule der Behinderten:
5 Blindenstöcke, ca. 10 Hörgeräte(1)
und Blinden-Schreibmaschine                                                         Spenden
Gehalt für Lehrer/Betreuer und/ oder Miete  6.000 €
Kosten Transport                                                                             1.000 €
Summe                                                                                           22.500 €

Dies ist mit dem jetzt gesammelten Geld incl. charity run (steht noch aus) zu leisten.

Über eine Fortführung der Activity ist beim EF in Montreux und bei dem für Anfang 2018 geplanten Treffen in Berlin zu entscheiden.

  1. Hier ist eine Anpassung durch einen HNO Arzt vor Ort notwendig; dies können die libanesischen Lions sicherstellen. Kontakte zu dem Beauftragten für „kleine Ohren“ LF Ottiger, LC Kelkheim ist bereits erfolgt. Die Geräte können bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen bei gut vorbereiteter Organisation im Land von dort gestellt werden.

Anmerkung: Leider ist mir erst nach Rückkehr deutlich geworden, daß ein Kontakt mit dem UNHCR vor Ort sinnvoll gewesen wäre. Diesen habe ich versucht per email zu erreichen, bislang leider ohne Erfolg.

Die libanesischen Lionsfreunde sind im übrigen eher zurückhaltend was die Hilfe für Flüchtlinge in Lagern betrifft!

 

Lions Clubs aus Weimar, Jena, Pößneck, Rudolstadt und Halle
spenden Heizöl für syrische Flüchtlinge im Libanon

Dem Lions Club Weimar Classic ist es gemeinsam mit Clubs aus dem Distrikt 111OM
gelungen 15000 Liter Heizöl für Flüchtlingscamps an der libanesisch-syrischen Grenze bereitzustellen. Das Heizöl kommt in Schulen, Krankenstationen und ein Kloster mit 50 Kriegswaisen. Die Übergabe erfolgte durch Lions des Distriktes 351 Libanon, Jordanien,
Irak und Palästina. Koordiniert wird die Aktion durch LF Detlev Geissler,
Migrationsbeauftragter des Distiktes 111OM.

In einer weiteren Activity werden die vier freundschaftlich verbundenen Distrikte aus
Deutschland (111-NB und 111-OM), Frankreich und Polen Geldpenden nach Beschluss
ihrer jeweiligen Distriktversammlungen bereit stellen. Der Lions Club Nienburg Cor Leonis
hat sich dankenswerter Weise mit einer erheblichen Summe auch daran beteiligt. Die Unterstützung wird also deutlich mehr als 10.000 Euro betragen. Letztlich soll dann
durch die Lionsfreunde im Libanon mit Unterstützung unseres Hilfswerkes noch bei
der Lions-Stiftung in Oak Brook Geld aus der Flüchtlingshilfe beantragt werden. Aus
einem kleinen Anfang wird so mit der Unterstützung zahlreicher Clubs und über die
Grenzen Deutschlands hinaus etwas Großes entstehen! Darauf können alle Beteiligten
stolz sein. 

Für die Distriktversammlung im April 2017 in St Etienne ist durch LF Detlev Geissler
eine (click) Präsentation vorbereitet worden.