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Der Distrikt 111 Rheinland-Süd

Seit der Gründung 2012 (Teilung des Distrikts 111-Rheinland in Rheinland-Nord und  Rheinland-Süd) wächst unser Distrikt kontinuierlich.

Juli 2018

2.727 Mitglieder, davon 511 Damen

     82 Lions-Clubs, davon 5 Damenclubs

     12 Leo-Clubs

Die nebenstehend schematisierte Distriktkarte (zur Vergrößerung bitte auf die Karte klicken) zeigt unsere Clubs in 12 Zonen in den vier Regionen.

 

Region I    Köln/Eifel

 

Region II   Leverkusen/Bergisches Land

 

Region III  Bonn/Rhein-Sieg

 

Region IV  Aachen/Jülich/Düren

 

 

 

 

 

 

 

 

Damenanteil

Oktober 2018

Wie sich die Öffnung für Damen 1987 auf die Struktur unseres Distrikts ausgewirkt hat, kann man an der nebenstehenden Graphik erkennen.

Sie zeigt die Mitgliederzahl jedes Clubs als Balken und den Damenanteil jeweils in rot.

Die Anordnung der Balken folgt der Gründungsreihenfolge, wobei rechts die jüngsten Clubs erscheinen. Die graue Nadel mit Punkt über jedem Balken zeigt das mittlere Alter der jeweiligen Clubs an.

Ältere Clubs haben deutlich höhere Mitgliederzahlen als jüngere Clubs. Mit der Gründung neuer Clubs und der Aufnahme von Damen sinkt auch das mittlere Alter der Clubmitglieder deutlich ab. Diese "Alterung" der Clubs pendelt sich mit der Zeit auf ein mittleres Alter von 60-66 Jahren ein. 

Altersstruktur des Distrikts

2018

Nebenstehende Graphik zeigt die Altersstruktur unserer Mitglieder. Der Damenanteil ist am Höchsten in den jüngeren Altersklassen. Der Schwerpunkt unserer Mitglieder liegt in den Altersstufen der 40-60jährigen.

Ein zweiter Häufigkeitsgipfel liegt in der Altersgruppe der 70jährigen.

In den letzten 5 Jahren haben die Massnahmen zur Aufnahme  von Frauen und jüngeren Mitgliedern gute Erfolge gezeitigt.

Das Rheinland - die Wiege des Lionismus in Deutschland

Autor: PDG Dieter Bergener, LC Siegburg

August 2015

Die Geschichte der Lions ist schnelllebig und rasch wird vergessen, wie alles entstand. Daher sei es erlaubt an dieser Stelle einen Rückblick auf die Geschichte des aufgrund seiner stürmischen Entwicklung inzwischen geteilten Distrikts Rheinland zu erstellen.


Die Entwicklung des Distriktes Rheinland ist eng verzahnt mit der historisch bedeutsamen Entstehung des Deutschen Lionismus, dessen Geburtsstunde 1951 mitten im Rheinland schlug. Denn es war die Gründung des Lions Clubs Düsseldorf, der die vermutlich außergewöhnlichste Entstehungsgeschichte eines nationalen Lionsdistriktes markiert. Nirgends auf der Welt ist je eine Lionsnation in Trümmern geboren und aus Ruinen erstanden, so wie nach dem 2. Weltkrieg hier im rheinländischen Düsseldorf. Mit lionistischer Hilfe wurde viel Mut bewiesen, die Beziehungen vor allem zu Amerika, aber auch zu den europäischen Nachbarn zu normalisieren. Kein leichter Weg, denn an dem vornehmlich US‐amerikanisch geprägten humanitären Gedankengut von Lions waren Zweifel damals unausweichlich.

Aber es gelang: Am 05.12.1951 schlug in Düsseldorf nach Monaten intensiven, teils sensibelsten Gründungsbemühungen die Geburtsstunde des Deutschen Lionismus. Der Schweizer Lions Club Zürich stand Pate. Mit dessen Unterstützung hatte Dr. Theo Kreuz ausdauernd, geduldig und überzeugend eine Zukunft mit Lions als unsere große Chance vermitteln können. Folgerichtig wurde ihm als Gründungspräsidenten persönlich aus den Händen des angereisten Weltpräsidenten Harald P. Nutter am 27.02.1952 die Gründungsurkunde überreicht. Dr. Theo Kreuz übernahm zusätzlich für die ersten drei Jahre das Amt des Distrikt‐Governors. Er gilt als Initiator der deutschen Lionsbewegung.


Dem LC Düsseldorf waren nach seiner Gründung bald weitere Clubs in Stuttgart (1952) und München (1953) gefolgt, was 1953 zur Ernennung Deutschlands als Multi Distrikt 111 führte. Mit gewaltigen Schritten entstanden nun immer mehr Lions Clubs, 1961 waren es bereits 160. Einzeldistrikte wurden gegründet und im Lionsjahr 1965/66 entstand aus damals 5 Distrikten unter anderem auch der Distrikt Rheinland. Er wurde einer von nunmehr 7 Distrikten mit einem „Startkapital“ von 32 Clubs. In den Folgejahren entwickelte sich dieser Distrikt so rasant, dass im Lionsjahr 1979/80 im Zuge einer erneuten Umstrukturierung des MD 111 den neu entstandenen  Distrikten WL und WR Teile abgegeben und die noch heute geltenden Distrikt‐Außengrenzen neu festgelegt wurden. Heute ist der Distrikt R geteilt. Wäre er ungeteilt käme die Zahl von 150 Clubs zusammen mit über 5.000 Lions.


„Wir dienen“ sind im Rheinland keine leeren Worte. Mehr als 65 Millionen € und geldwerte Sachleistungen sind bisher (2009) in humanitäre Projekte im In‐ und Ausland geflossen. Es begann 1956 mit dem LC Düsseldorf, als nach dem Ungarn‐Aufstand die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen aus dem Donau‐Staat organisiert und finanziert wurde. Es wurden Sommerferienlager für behinderte Kinder organisiert, internationale Jugendprojekte vor allem in den unterentwickelten Ländern, umfangreiche Hilfsgüterkonvois nach Rumänien, kostenlose Operationen in Krankenhäusern der Ostblocks und der Dritten Welt. es wurde der Neubau der Küche im Friedensdorf in Oberhausen mit 100.000,‐ DM finanziert, jahrelange Unterbringung von zahlreichen brasilianischen Waisenkindern in Waisenhäusern von Sao Paulo organisiert oder auch Segeltörns für behinderte Kinder durchgeführt. In einer außergewöhnlichen Aktion wurden von 2 Lions Clubs unseres Distriktes zusammen mit der Ehefrau des damaligen Staatspräsidenten der Tschechoslowakei 800.000,‐ DM für jene behinderte Kinder in Tschechien zur Verfügung gestellt, die im Sozialismus keine Beachtung gefunden hatten.


Mit einer großartigen Distrikt‐Activity konnte 2001 der Neubau einer Augenklinik in Lusaka/Sambia finanziert und übergeben werden, in der bis heute mehr als 7.000 ehemals blinde Menschen ihr Augenlicht durch eine Katarakt‐Operationen wiedererlangten. Nicht vergessen werden darf die beispielhafte Einrichtung der Lions‐ Hornhautbank an der Heinrich‐Heine‐Universität in Düsseldorf, mit deren Hilfe seit 1994 weit über 5.000 Hornhaut‐Transplantationen zur Rettung des Augenlichts durchgeführt werden konnten. ‐ Und als es für den dringend erforderlichen Aufbau einer Knochenmark‐Spenderdatei in Tübingen an Mitteln fehlte, wurde in der Kölner Philharmonie auf Initiative eines einzelnen Lions unter Einbindung der Lions Clubs der Kölner Region ein großes Konzert mit dem jugendlichen Violin‐Star, Sophie Moser, durchgeführt. 75.000,‐ DM waren der Erlös.
Auch das gibt es im Rheinland: Als der Distrikt seine Clubs um Spenden für den Aufbau einer Augenklinik in Kotagiri/Indien bat, übernahm spontan ein Lionsfreund des LC Köln Albertus Magnus die gesamten Kosten allein mit der Begründung: „Das Leben hat es so gut mit mir gemeint, da ist das nur ein kleines Dankeschön“.

Dies sind nur einige Beispiele der unzähligen vorbildlichen Hilfsaktivitäten Rheinländischer Lions, und mit zunehmender Anzahl neuer Lions Clubs wird unser humanitärer Beitrag auch künftig einen beträchtlichen Stellenwert haben.

Aber auch Kuriositäten finden sich im Distrikt‐Leben wieder. Als 1984 die MDV in Köln stattfand, sollte der Stadt ein besonderes Geschenk gemacht werden: Eine Stele! 62 Tonnen schwer, 10 m hoch, aus portugiesischem Granit vom weltberühmtem Bildhauer und Lionsfreund Mack ehrenamtlich geschaffen. Sie fand ihre endgültige Bleibe auf dem geschichtsträchtigen Roncalliplatz im Schatten des Doms. Aber: Das ohne Ermächtigung des Governorrates handelnde „Dreier‐Komitee“ hatte die Kosten sträflichst unterschätzt. Die Stele war unbezahlbar, ein Skandal. Nach langen kontroversen Diskussionen entschieden sich die deutschen Lions auf ihrer MDV 1986 in Stuttgart schließlich, das Problem durch Clubspenden aus der Welt zu schaffen und die „Himmelssäule“ endlich zu einer stolzen Lions‐Stele werden zu lassen. Zum Programm bei einem Besuch von Lions in Köln gehört daher auch der Besuch „unsere“ Stele.

Was aber wäre ein rheinländischer Distrikt ohne Damen als Lions? 1987 hat der Weltkongreß in Taipeh die Lions‐Organisation für Damen geöffnet und folglich umgehend auch das Interesse vieler Rheinländerinnen geweckt. Am schnellsten war ein Gründerinnenkreis in Moers, der am 22. Mai 1990 den ersten Damenclub im Distrikt Rheinland aus der Taufe hob. Fast hätten wir damit nach dem ersten deutschen Männer‐Lions Club auch den ersten deutschen Damen‐Lions Club verkünden können. Aber im Distrikt 111 Nord war man mit dem LC Alveslohe um wenige Wochen schneller. Bis heute stellen die Damen im Rheinland 10% der Lions und sind damit bis auf weiteres deutlich unterrepräsentiert. (Stand 2017: 17 %)

Der Distrikt Rheinland erlebte seinen bisher außergewöhnlichsten Höhepunkt 2002 mit den internationalen Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen der Deutschen Lions in Düsseldorf. Der Distrikt hatte zusammen mit dem LC Düsseldorf in die Rheinmetropole eingeladen und die Lionswelt mit dem Internationalen Präsidenten an der Spitze war gekommen. Bundespräsident Lions‐Ehrenmitglied Johannes Rau erschien persönlich für ein Grußwort an die Deutschen Lions und LF Prof. Kurt Biedenkopf, Mitglied des LC Düsseldorf, hielt eine viel beachtete Festrede. Mit der Übergabe eines Millionenschecks an das Friedensdorf in Oberhausen wurde dessen „Revitalisierung“ als die bis heute größte nationale Activity der Deutschen Lions von hier aus eingeleitet.

Auch bei der Völkerverständigung schreibt dieser Distrikt Lionsgeschichte. Im Zuge der historischen Annäherung Adenauers an Frankreich haben rheinländische Lions Clubs seit 1955 insgesamt 26 Jumelagen mit französischen, 19 mit belgischen und acht mit holländischen Lions Clubs geschlossen. Mit den benachbarten MD Holland und Belgien bestehen darüber hinaus Distrikt‐Jumelagen. Ein außergewöhnliches Beispiel gelebter Völkerverständigung ist der erste und bisher einzige trinationale Lions Club! Deutsche, belgische und holländische Lionsfreunde gründeten in einem bisher einmaligen und denkwürdigen Gründungsprozess am 23. Mai 2001 den Lions Club Euregio Maas‐Rhein.

 

In der Geschichte des Distriktes Rheinland haben selbstverständlich auch die Leos ihren Platz. Am 18. 10.1974 wurde der Leo Club Aachen als erster im Distrkt gegründet. Mit heute 15 Leo Clubs ist der Distrikt R einer der stärksten deutschen Leo‐Distrikte. Die Leo‘s engagieren sich auf beispielhafte Weise in allen hilfsbedürftigen Bereichen und werden gern auch als „Glücksfall für die Lions“ bezeichnet. Es ist angeraten, dass sich die Lions der Existenz dieser einmaligen Nachwuchssubstanz stärker bewußt werden. Dies umso mehr, als mit der Aufnahmeentscheidung für Frauen eine Hürde für die Aufnahme weiblicher Leos weggefallen ist. Besser vorbereitete und eingestellte Mitgliedschaftskandidaten    sind für Lions nicht vorstellbar.

Der Distrikt Rheinland mit seinen zahlreichen Ballungsräumen und hohen Bevölkerungsdichte wuchs stetig sowohl in der Gesamtzahl seiner Club-Mitglieder als auch in der Anzahl seiner Clubs. Der Distrikt hatte 2012 mit 4.900 Mitgliedern und 146 Clubs eine Größe erreicht, die ihn an unter die weltweit 5 größten Distrikte positionierten.

Zahlreiche Neugründungen ließen die Zonengrößen anwachsen, so dass eine Restrukturierung der Zonen in den Jahren 2010-2011 notwendig wurde. Diese war Grundlage der im Jahre 2012 durchgeführten Teilung in die Distrikte Rheinland-Nord und Rheinland-Süd.   

Diese Distrikte führen die Traditionen des Rheinlands erfolgreich weiter.