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Friedensdorf

Lions Clubs der Region unterstützen das Friedensdorf

Am Mittwochabend, 14. Februar 2018, kamen 127 kranke und verletzte Kinder aus fünf verschiedenen Nationen mit einem der größten Hilfsflüge des Friedensdorfes aus Tadschikistan über Afghanistan, Usbekistan und Georgien in Düsseldorf an, in der Hoffnung auf eine geordnete medizinische Behandlung in Deutschland. Es bedeutete eine enorme logistische Herausforderung, die Kinder sicher über alle Grenzen zu bringen. Erstmals seit einem Jahr waren darunter wieder 100 Kinder aus Afghanistan. Nachdem die deutsche Botschaft Mai geschlossen war, konnten nunmehr die Kinder aus Afghanistan endlich diese Reise nach Deutschland antreten. Die Hälfte der Patientinnen und Patienten wurde mit Bussen der Oberhausener Verkehrsbetriebe direkt ins Friedensdorf gebracht. Die verbliebenen Kinder wurden mit über 30 Krankentransportwagen des Deutschen und Bayerischen Roten Kreuzes in Kliniken gefahren. 

Seit über fünfzig Jahren kümmert sich das FRIEDENSDORF INTERNATIONAL um Kinder mit akuten Knochenentzündungen, Fehlbildungen als Zustand nach Verbrennungen und Narbenkontrakturen, Verletzungen durch Minen mit Verlust von Armen und Beinen, urologische oder andere Missbildungen, die in den Heimatländern der Kinder nicht oder nicht richtig behandelt werden können. Die Kinder kommen aus Afghanistan, den Kaukasusländern sowie aus Angola und Gambia. Nach ihrer erfolgreichen Behandlung kehren die Kinder wieder zu ihren Eltern zurück.Eine bleibende Herausforderung in Deutschland sind die Bemühungen um eine ausreichende Zahl von Zusagen für kostenfreie Krankenhausbehandlungen. Das Friedensdorf lebt von Spenden. Die Lions Clubs in Deutschland unterstützen deshalb das Friedensdorf mit Geldspenden. Auch Sachspenden sind erforderlich.

Gesammelt werden gut erhaltene tragbare Kleidung für Kinder, insbesondere fehlen Größen ab 116 sowie ganz besonders Hosen für Jungen, und Erwachsene, Gürtel, Taschen und Schuhe (insbesondere ab Größe 32), Handtücher, Tisch- und Bettwäsche, Wolldecken, Spielsachen und Kinderbücher (keine Puzzles), Geschirr ab vier Personen sowie Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen.

Informationen zum Friedensdorf erhalten Sie unter: www.friedensdorf.de ​​​​​​​ Das Friedensdorf besitzt das DIZ-Spendensiegel „Geprüft und empfohlen“.

Wilhelm Schevardo, Kabinettbeauftragter Friedensdorf

 

WOLFGANG MERTENS UND WILHELM SCHEVARDO

Fünfzig Jahre Friedensdorf. Wie alles begann.

Angefangen hat die Geschichte des Friedensdorfes 1967. Es hatte Krieg in Korea gegeben (1950 bis 1953) und es herrschte weiter Krieg in Vietnam. Nun kam der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 zwischen Israel gegen Ägypten, Jordanien und Syrien hinzu. Einige Bürger in Oberhausen erkannten ihre Verantwortung, nach Möglichkeiten zu suchen, den Kindern aus dem Nahen Osten und Israel zu helfen. Kinder erfahren unermessliches Leid in Kriegen. Oberhausener Bürger fassten den Entschluss zur Gründung einer Kinderhilfsorganisation. Der am 6. Juli 1967 gegründete Verein trug zunächst die Bezeichnung „Kinder in Not“. Viele Menschen schlossen sich dieser Aktion an. 1968 wurde der Verein als „Aktion Friedensdorf“ ins Vereinsregister eingetragen.

Die Hüttenwerke Oberhausen AG stellten das Gelände in Oberhausen-Schmachtendorf zur Verfügung. Durch Spenden konnte der Erwerb des Baumaterials für die Unterkünfte gesichert werden. In Handarbeit wurden die Unterkünfte durch zahllose ehrenamtliche Arbeitsstunden errichtet. Jugendliche aus aller Welt, Mitglieder der britischen Rheinarmee, der damals noch jungen Bundeswehr und der Bereitschaftspolizei arbeiteten Hand in Hand. So entstanden zwischen 1967 und Mitte 1968 einfache Häuser, ein Reha-Zentrum und ein OP-Raum.

Die Hilfe für die ursprünglich vorgesehenen Kinder musste nicht umgesetzt werden. Dafür kamen 1967 die ersten Kinder mit schwersten Verletzungen, z.B. mit Verbrennungen durch Napalm, über „Terre des Hommes“ aus Vietnam nach Deutschland. Nach Abschluss der Baumaßnahmen zogen diese Kinder im August 1968 im Friedensdorf ein. 1974 konnten die ersten Kinder nach ihrer erfolgreichen Behandlung wieder zurück zu ihren Familien. Nach Ende des Krieges 1975 war das vorbei. Die aus Südvietnam stammenden Kinder konnten nicht mehr zu ihren Familien zurückkehren. Hauptaufgabe für das Friedensdorf war nun, etwa einhundert in Deutschland verbliebenen Kindern einen Schulbesuch und eine Ausbildung zu ermöglichen.

Viele der ehemaligen Patienten schafften in Deutschland einen Neuanfang. Sie heirateten und gründeten Familien. Manche leiden aber noch immer unter der Zerrissenheit zwischen der früheren und dem Fehlen einer echten Heimat.

1990 konnten die ersten Friedensdorf-Projekte in Vietnam nach Kriegsende 1975 eröffnet werden. Es wurden Friedensdorf Einrichtungen wie Orthopädiewerkstätten, Krankenhäuser sowie Schulen erbaut und mehr als hundert Basisgesundheitsstationen errichtet. Die medizinische Grundversorgung war damit sichergestellt. Die medizinische Einzelfallhilfe in Deutschland wurde für die meisten Kinder in Vietnam überflüssig.

Andere Kinder kommen nach Deutschland

Ab 1987 beginnen die Hilfseinsätze in Afghanistan. 1994 folgt der erste Einsatz in Angola.

Jährlich kommen bis zu 500 Kinder nach Deutschland. In 2016 waren es 314 Kinder aus neun Nationen. Ende 2015 befanden sich 220 Kinder aus sieben Nationen in Behandlung. Hinzu kamen im Folgejahr 314 Kinder aus acht Nationen, 291 Kinder aus sieben Nationen kehrten zu ihren Eltern zurück. Von den 314 Kindern stammten 130 aus Afghanistan, 112 aus Angola, 1 aus Armenien, 13 aus Gambia, 9 aus Kirgistan, 1 aus Palästina, 21 aus Tadschikistan und 27 aus Usbekistan. Ende 2016 befanden sich noch 242 Kinder aus neun Nationen in Behandlung.

Friedensdorf sucht ständig Krankenhaus-Freibetten

Damit diese Arbeit dauerhaft gemacht werden kann, müssen verlässliche Krankenhauspartner gefunden werden. Jährlich werden zwischen 300 bis 500 Freibetten gebraucht. Aktuell ist der Bedarf an sogenannten Freibetten und kostenlosen stationären Behandlungen in deutschen Kliniken sehr groß, vor allem in den chirurgischen Abteilungen. Ein großer Teil der Kinder hat Knocheneiterungen aufgrund nicht oder falsch behandelter Verletzungen. Vielfach sind es auch  Missbildungen, für die es in den Heimatländern der Kinder keine Behandlungsmöglichkeit gibt und die Familien solche Behandlungen auch nicht bezahlen können.

Unterstützung durch deutsche Lions

Seit Jahren kommen viele junge Japanerinnen und Japaner ins Friedensdorf und unterstützten selbstlos die Arbeit im Friedensdorf. Die Arbeit des Friedensdorfes wurde dank der Unterstützung der japanischen Schauspielerin und Moderatorin Chizuru Azuma in Japan bekannt. Weil japanische Lions über Chizuru Azuma von der Arbeit des Friedensdorfes erfahren hatten und diese Arbeit unterstützen wollten, beabsichtigten sie, im Friedensdorf eine namhafte Spende zu überreichen. Vorher fragten sie deutsche Lions nach dem Leumund der ihnen unbekannten deutschen Kinderhilfsorganisation. Die Anfrage landete irgendwann bei den lokalen Lions Clubs in Dinslaken und Oberhausen. Die Clubs berichteten ihnen von der guten Arbeit und dem exzellenten Ruf des Friedensdorfes.

Also kamen die Japaner am 20. November 1999 nach Deutschland und luden die Mandatsträger des Lions Distrikts Rheinland zur Spendenübergabe ein. Man lernte sich kennen und die deutschen Lions erfuhren von dem Friedendorf und seinen Nöten.

Die 1967 errichteten Gebäude waren trotz Sanierungsversuchen teilweise marode und das Landesjugendamt drohte mit ernsthaften Konsequenzen. Die deutschen Lions erkannten die Wichtigkeit der Erhaltung des Friedensdorfes, um Kindern wegen ihrer Verletzungen aufgrund fortdauernder Kriege aber auch Erkrankungen und Missbildungen eine Chance auf ein lebenswerteres Leben zu ermöglichen. Sie beschlossen, für den Fortbestand des Friedensdorfes tätig zu werden. Hierzu bot sich das 50-jährige Bestehen der deutschen Lions Clubs in 2001 an. Es startete die bis dahin größte nationale Activity der Lions in Deutschland.

Die Spenden der Lions Clubs im Multidistrikt 111 und Zuschüsse von LCIF erbrachten etwa zwei Millionen Euro. Damit konnten vier Wohngebäude finanziert und der Grundstein für ein neues Dorf gelegt werden.

Hieraus ergab sich eine enge Bindung zwischen dem Friedensdorf und den deutschen Lions. Viele Clubs unterstützen das Friedensdorf durch besondere Activities und regelmäßige Geld- und Sachspenden.

Freundeskreise und Helfer

Nicht vergessen werden darf die wertvolle Unterstützung des Friedensdorfes durch die Freundeskreise des Friedensdorfes. Unentbehrlich sind die Bemühungen von Einzelpersonen um Krankenhaus-Freibetten, der persönliche Einsatz von Betreuerinnen und Betreuern der Kinder in den Kliniken und Krankenhäusern. Im Gegensatz zu unseren Kindern können die Eltern und Familienangehörigen der Friedensdorf Kinder diese nicht besuchen und betreuen.

Hilfe vor Ort

Das Friedensdorf hat in den Partnerländern verlässliche Partnerorganisationen. Das ist zum einem nötig für die Auswahl der Kinder, die hier in Deutschland behandelt werden müssen und können, und zum anderen für die Nachbetreuung der Kinder nach der Rückkehr in ihre Heimatländer.

Aber die primäre Versorgung der Kinder in der Heimat ist für das Friedensdorf ein wesentliches Ziel seiner friedensstiftenden Arbeit. Durch die Betreuung vor Ort ist es möglich, Kindern die weite Reise in ein ihnen unbekanntes und fremdes Land zu ersparen. Deshalb gehört die umfangreiche und leider kaum bekannte Projektarbeit des Friedensdorfes zu den wichtigsten Aufgaben. Mittlerweile konnten – hier mit staatlicher Hilfe – weltweit 17 Friedensdorf Großeinrichtungen, einige Schulen und fast 200 Basisgesundheitsstationen gebaut werden.

Friedenspädagogische Arbeit des Friedensdorfes

Der dritte Arbeitsbereich des Friedensdorfes ist die friedenspädagogische Arbeit. Das seit 1987 staatlich anerkannte Friedensdorf Bildungswerk ist die federführende Institution, die nicht von Spenden lebt, sondern von Seminargebühren und Landeszuschüssen. Grundsätzlich will das Friedensdorf Kindern nicht nur ihre Gesundheit wiedergeben, sondern etwas gegen die Ursachen von Kriegen und gewalttätigen Konflikten tun. Die Friedensdorf Kinder sollen möglichst als „Friedensbotschafter“ in ihre Heimat zurückkehren, außerdem soll Kindern und Jugendlichen in unserem Land vermittelt werden, dass Gewalt kein sinnvolles Mittel ist, Konflikte zu lösen. Hier kooperiert das Friedensdorf mit zahlreichen Schulen und Kindergärten.

Zukunft

In 50 Jahren hat sich ein fernes Ziel für die Menschen im Friedensdorf nicht verändert. Frieden auf und in der Welt würde das Friedensdorf überflüssig machen und das wäre ein Grund zu großer Freude. Die Realität sieht anders aus, neben unzähligen Kriegs-und Bürgerkriegsregionen bestimmt der internationale Terrorismus die Wirklichkeit, längst ist der Krieg auch in Europa angekommen. Gewalt verursacht Gegengewalt, ein altes Gesetz, das auch nicht Halt macht vor Regierungen. Vielleicht wird gerade deshalb der friedenspädagogische Arbeitsbereich des Friedensdorfes immer wichtiger und die Wahrscheinlichkeit, dass weniger Kinder aus Krisenregionen ins Friedensdorfes müssen, ist verschwindend gering. Also wird das Friedensdorfes auch noch über die 50 Jahre hinaus angewiesen sein auf verlässliche Partner, Spender, ehrenamtliche Helfer und zunehmend werden Krankenhäuser bereits sein müssen, mitzuwirken. Das ist angesichts des Kostendrucks, der auf den Kliniken lastet, vielleicht die größte Herausforderung für das Friedensdorf in der Zukunft. Unzählige Lions in Deutschland haben wichtige Positionen in Krankenhäusern inne und vielleicht auch die Möglichkeit, die gefährdete Basis der Friedensdorf Arbeit wieder auf sicherere Füße zu stellen. Kostenlose Behandlungen von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten machen die Arbeit des Friedensdorfes erst möglich.

Dank an die deutschen Lions

Das Friedensdorf und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken den deutschen Lions für die „Revitalisierung“ des Dorfes und das Interesse an dem Fortbestand seiner Arbeit und gratulieren Lions International zu ihrer Gründung vor 100 Jahren.

WOLGANG MERTENS ist stellv. Leiter des Friedensdorfes und Ehrenmitglied im LC Hünxe

WILHELM SCHEVARDO ist Mitglied im LC Würselen und Kabinettbeauftragter Friedensdorf Distrikt 111 Rheinland-Süd

 

Gründung

Anlass zur Gründung des Friedensdorfes war der Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967. Im Juli 1967 wurde das Friedensdorf gegründet. Die Hüttenwerke Oberhausen stellten das Gelände in Oberhausen-Schmachtendorf zur Verfügung. Mit Hilfe vieler Unterstützer entstanden einfache Häuser, ein Reha-Zentrum und ein OP-Raum. Die ersten Kinder kamen 1967 aus Vietnam nach Deutschland, damals zunächst über Terre des Hommes. Sie zogen dann 1968 nach Abschluss der Baumaßnahme im Friedensdorf ein. Seit nunmehr fünfzig Jahren kümmert sich das Friedensdorf um Kinder aus Kriegs- und Krisengebiete, die aufgrund ihrer Verletzungen, Missbildungen und Erkrankungen in ihren Heimatländern nicht oder nicht richtig behandelt werden können, und holt sie nach Deutschland. Je nach ihren Leiden müssen entsprechende Krankenhäuser gefunden werden, die die Behandlung übernehmen. Dabei verzichten die behandelnden Ärzte auf Honorare. Auch in unserer Region wurden weit mehr als hundert Kinder in entsprechenden Einrichtungen behandelt und vom Pflegepersonal umfänglich betreut. Vom Friedensdorf ausgebildete Personen besuchen die Kinder in den Krankenhäusern, sprechen mit und spielen mit ihnen. Die Kinder stammen aus unterschiedlichen Regionen. Kinder lernen schnell: Die gemeinsame Sprache in Deutsch. Friedensdorf sucht ständig Krankenhaus-Freibetten Jährlich kommen bis zu 500 Kinder nach Deutschland. In 2016 waren es 314 Kinder aus neun Nationen. Ende 2015 befanden sich 220 Kinder aus sieben Nationen in Behandlung. Hinzu kamen im Folgejahr 314 Kinder aus acht Nationen, 291 Kinder aus sieben Nationen kehrten zu ihren Eltern zurück. Von den 314 Kindern stammten 130 aus Afghanistan, 112 aus Angola, 1 aus Armenien, 13 aus Gambia, 9 aus Kirgistan, 1 aus Palästina, 21 aus Tadschikistan und 27 aus Usbekistan. Anfang 2017 befanden sich noch 242 Kinder aus neun Nationen in Behandlung. Damit diese Arbeit dauerhaft gemacht werden kann müssen verlässliche Krankenhauspartner gefunden werden. Aktuell ist der Bedarf an sogenannten Freibetten, also kostenlosen stationären Behandlungen in deutschen Kliniken sehr groß, vor allem in den chirurgischen Abteilungen. Unterstützung des Friedensdorfes durch Kleidersammlung Die Arbeit des Friedensdorfes kann neben Geldspenden auch durch Sachspenden unterstützt werden. Seit 2000 unterstützen die Mitglieder der deutschen Lions Clubs das Friedensdorf finanziell. Die Lions Clubs unserer Region helfen seit 2012 dem Friedensdorf auch durch Sachspenden. Es finden Kleidersammlung zu Gunsten des Friedensdorfes statt. Sachspenden können bei Wilhelm Schevardo vom Lions Club Würselen nach telefonischer Absprache abgegeben werden. Tel.: 02405 81384. Willkommen sind gut erhaltene Bekleidung für Kinder und Erwachsene sowie Schuhe, Taschen und Gürtel, Handtücher, Bett- und Tischwäsche, Wolldecken, Spielsachen sowie Geschirr ab vier Personen. Bitte keine Bücher und Puzzles. Wer sich über die Arbeit des Friedensdorfes informieren will: www.friedensdorf.de Das Friedensdorf besitzt das DIZ-

Spendensiegel „Geprüft und empfohlen“.

 

Ein Herz für kranke Kinder

Seit 1967 fliegt das Friedensdorf Kinder zur medizinischen Behandlung nach Deutschland, weil die Kinder in ihren Heimatländern nicht oder nur unzureichend behandelt werden können. Nach Abschluss der Behandlung und Rehabilitation können jährlich ca. 1.000 Kinder zurückkehren. Großzügige Spenden anlässlich der deutschen Jubiläums-Activity (50 Jahre deutsche Lions Clubs) ermöglichten in den Jahren 2002-2005 für die Kinder den Bau von 4 neuen Häusern. Am 9. September 2017 fand von 10 - 18h das traditionelle „Dorffest“ statt. Besucher hatten Gelegenheit, sich über die Arbeit des Friedendorfes zu informieren. 

Der Lions Club Würselen plant die nächste Spendensammlung für das Friedensdorf Oberhausen. Schon seit vielen Jahren sammeln die Lions Clubs und andere engagierte Menschen in der Städteregion tragbare Kleidung, Spielsachen und Sachspenden für die Kinderhilfsorganisation „Friedensdorf International“ aus Oberhausen. Bereits seit 1967 kümmert sich das Friedensdorf um Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten, die aufgrund von Verletzungen, Erkrankungen oder Missbildungen in ihren Heimatländern nicht ausreichend behandelt werden können und zur medizinischen Behandlung nach Deutschland geholt werden. Auch in verschiedenen Krankenhäusern der StädteRegion Aachen wurden bereits rund 100 Kinder erfolgreich behandelt und anschließend zurück in ihr Heimatland gebracht.  Die meisten Patienten stammen aus Afghanistan, der Kaukasusregion sowie aus Afrika.

„Wenn die Kinder nach Deutschland kommen, besitzen sie oft nicht mehr als das, was sie am Leib tragen“, berichtet Wilhelm Schevardo, Mitglied des Lions Club Würselen und Kabinettsbeauftragter für das Friedensdorf. Um die Kinder für ihren zwischen sechs Monate und zwei Jahre dauernden Aufenthalt auszustatten, organisiert der Lions Club regelmäßig Spendensammlungen, bei denen alltägliche Gegenstände wie Schuhe, Taschen und Gürtel, Handtücher , Bettwäsche, Nachtwäsche, Wolldecken, Spielsachen, Fahrräder oder Kochtöpfe und Geschirr gesucht werden. Während die Kinderkleidung an die kleinen Patienten verteilt wird, verkauft das mit dem DZI-Spendensiegel zertifizierte Friedensdorf die Bekleidung für Erwachsene in zwei eigenen Secondhandläden an Bedürftige. Die Erlöse werden dann wieder für die Versorgung der Kinder eingesetzt.

LF Wilhelm Schevardo gehört seit 2012 zu den ehrenamtlichen Unterstützern der Initiative. Er stellt seinen Keller rund um das Jahr als „Sachspendenlager“ zur Verfügung und ist Ansprechpartner für alle, die bei der Aktion mitmachen möchten. Im April konnten zuletzt zwei große LKW nach Oberhausen geschickt werden. Einen Großteil der Sachspenden stellten die Leser von „Super Sonntag“ und „Super Mittwoch“ zur Verfügung.  Im September ist die nächste große Sammlung geplant. Wilhelm Schevardo hofft wieder auf eine breite Unterstützung aus der Städteregion.

„Dank des Engagements des Friedensdorfes wird Kindern durch die medizinische Behandlung auch in unserer Region ein lebenswerteres Leben ermöglicht“, appelliert Schevardo, der sich über weitere Mitstreiter freuen würde. „Während andere Kinder während eines Krankenhausaufenthaltes regelmäßig Besuch erhalten, sind die Kinder des Friedensdorfes trotz aller Zuwendung durch Ärzte und Personal meist allein. Zum Glück gibt es in der Region ehrenamtliche Helfer, die die Kinder besuchen, um mit ihnen zu sprechen und zu spielen!“

Wer sich über die Arbeit des Friedensdorfes informieren will, kann das unter www.friedensdorf.de tun. Die Initiative bietet Seminare für ehrenamtliche Helfer an.

Über Sachspenden für das Friedensdorf informiert auch Wilhelm Schevardo unter Tel. 02405-81384.

 

Juni 2016   Hundert Arbeitsstunden für das Friedensdorf

 

Viele fleißige Helfer waren erforderlich, um zwei Lkw mit Kleiderspenden und Porzellan für das Friedensdorf in Oberhausen zu beladen. In 2016 sind mehr als 100 Arbeitsstunden für die Sammlungen, Verladungen und den Transport der Spenden aufgewandt worden. Seit 2012 sind 17 Transporte von LF Wilhelm Schevardo vom Lions Club Würselen -damals als Zonenleiter und seit dem Lionsjahr 2014/2015 Kabinettbeauftragter für das Friedensdorf- organisiert worden. Zusammen mit den ZCH Kerstin Heinen, Samira Idries und Ottmar Heinen sowie den Lions Clubs der Region IV des Distrikt Rheinland-Süd und insbesondere mit der Unterstützung der Bevölkerung in Würselen und Umgebung bis nach Kerkrade in den Niederlanden sind diese Sammlungen in überwältigender Form zustande gekommen.Das Friedensdorf ist dringend auf diese Kleiderspenden angewiesen.Allen Spendern sei hier noch einmal herzlich gedankt.


November 2015

Xantener Lions übergeben Kranich-Skulptur an das Friedensdorf International

Was so spielerisch und leicht, an Fäden fast im Raum schwebend, aussah, war eine Riesenarbeit: Der Lions Clubs Xanten hatte unter Leitung von Past-Präsidentin Dörte Dreher-Peiß und dem „Arbeitskreis Asyl“ Xanten die Idee, für die kriegs- verletzten Kinder im Friedensdorf International (Oberhausen) Kraniche zu falten und sie ihnen als kleine Aufmerksamkeit zu schenken. So sind über 320 Kraniche entstanden.

Aus diesen Kranichen wurde eine Skulptur gebaut, die dem Friedensdorf International Oberhausen anlässlich des Besuches der 19 deutschen Distrikt-Governor übergeben wurde.

Die Kraniche wurden unter Anleitung von Dr. Wolfgang Schneider, einem der Sprecher des Arbeitskreises Asyl, nach dem Origami-Prinzip gefaltet. An dieser Aktion haben sich vier Flüchtlingsfrauen aus Albanien (Rovena und Gejselda) und Syrien (Nadia und Tochter Haja) sowie Dörte Dreher-Peiß beteiligt.
Der Hintergrund zur verwendeten Technik: Bei der Flüchtlingsunterkunft wurde auf Initiative des Lions Clubs Xanten ein Sevengarden (Färbergarten) angelegt. Die dabei gewonnenen Naturfarben wurden von den Bewohnern der Unterkunft zum Einfärben des Papiers verwendet. „Sevengardens“ ist von der UNESCO ausgezeich- net als Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das United Nations University Institute of Advanced Studies hat „Metropole machen“/“Sevengardens“ als „Regional Center of Expertise“ (RCE) der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgezeichnet. (sto)

 

Oktober 2015 Vergesst das Friedensdorf nicht.

 

Liebe Lionsfreundinnen und Lionsfreunde.

Das Friedensdorf hilft gemäß seiner Satzung Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Es hilft seinerseits auch Flüchtlingen mit Bildungsangeboten durch sein staatlich anerkanntes Bildungswerk. Das Dorf ist seinen Patientinnen und Patienten vorbehalten. Es ergibt sich ein Mangel an Bekleidung für die Kinder im Friedensdorf. Jedes Jahr müssen etwa 500 Kinder im Dorf mit Bekleidung versorgt werden. Es bedarf der Bettwäsche, Handtüchern und mehr. In den beiden Secondhandläden fehlt es an Erwachsenenbekleidung. Bis zu 50 freiwillige Helferinnen und Helfer finanzieren durch den Verkauf von Textilien das Friedensdorf. Diese Einnahmen brechen ein. Das Friedensdorf bedarf der Unterstützung durch Ihre Sachspenden. Bitte nur brauchbare Textilien sammeln.  Nicht brauchbare Textilien verursachen dem Friedensdorf unnötig zusätzliche Kosten.Wir unterstützen das Friedensdorf seit 15 Jahren und werden das auch weiterhin schaffen. Bitte vergessen Sie das Friedensdorf nicht!

Organisation von Sachspenden

Hier bieten sich Sammelaktionen über die Zonen hinaus an.Nötig sind Informationen zu Sammelort und Sammeltermin sowie ein Transportfahrzeug mit Fahrer. Neben den in der unten aufgeführten Sachspendenliste aufgeführten Artikeln fehlen gut erhaltene Kochtöpfe, Dekorationsartikel, Haushalts- und Tischwäsche sowie Geschirr für vier Personen.

Wilhelm Schevardo, Kab-Beauftragter Friedensdorf

 

SACHSPENDENLISTE Nachfolgende Artikel sind immer sehr willkommen:

Alles rund um die Bekleidung, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene

  • Schuhe, Taschen und Gürtel
  • Handtücher, Bettwäsche, Nachtwäsche, Tischwäsche, Wolldecken und Gardinen
  • Spielsachen
  • Trödel- und Nippesgegenstände
  • Andere Dekoartikel wie Weihnachtsdeko, Osterdeko und Herbstdeko
  • Fahrräder
  • Kochtöpfe 
  • Geschirr komplett ab 4 Personen

Wichtig ist, dass alle Sachspenden in einem guten Erhaltungszustand sind. Leider haben wir keine Möglichkeit der Reparatur und müssen defekte Dinge kostenpflichtig entsorgen.  

Diese Sachen können wir leider nicht annehmen: 

  • Puzzles und Gesellschaftsspiele
  • Bücher
  • Videokassetten
  • Oberbetten und Kissen aus Synthetik
  • Kinderwagen
  • Rollschuhe
  • Schlittschuhe
  • Kleiderbügel

Abgeben und senden können Sie Ihre Sachspende an folgende Adresse:

FRIEDENSDORF INTERNATIONAL Lanterstraße 21, 46539 Dinslaken. Die persönliche Abgabe ist unter o.g. Adresse an sieben Tagen in der Woche, rund um die Uhr möglich. Sollten noch Fragen zum Thema Sachspenden offen sein, kommen Sie gerne auch telefonisch unter 02064-49740 auf uns zu.

FRIEDENSDORF IM JAPANISCHEN TV  Nach Besuch der Botschafterin

Wer am 15. August 2015 das japanische Fernsehprogramm verfolgt hat, dem ist dort das Friedensdorf begegnet. Eine Sonderfolge der Unterhaltungsshow „Ururun“ drehte sich um den Besuch der Schauspielerin Chizuru Azuma Ende Mai im Dorf.

Der Anlass ist ein ernster: Am 15. August jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Japan zum 70. Mal. Nach den verheerenden Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki hatte Japan damals kapituliert.

Am 6. August hatten das Friedensdorf und die Oberhausener Friedensinitiative gemeinsam der Atombombenopfer gedacht.

Schauspielerin Chi war 1999 das erste Mal für einen TV-Dreh ins Friedensdorf gekommen. Die Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten beeindruckte sie so stark, dass sie sich bis heute dafür einsetzt. In ihrer Heimat Japan begeisterte sie bereits unzählige Menschen dafür, das Friedensdorf mit Spenden zu unterstützen. Zugleich folgen viele junge Japaner Chi`s Vorbild und engagieren sich für einige Zeit freiwillig im Dorf.

Vor einiger Zeit war eine Gruppe von Schülern aus den Präfekturen Okinawa und Fukushima zu Besuch in der Oberhausener Heimeinrichtung. Sie verbrachten dort einen Tag in der Begegnungsstätte des Friedensdorfes und lernten die Kinder kennen.