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in Stuttgart

Tag der Helden: Stammzellen für Blutkrebspatienten!

Die Helfer

„Bitte den Mund öffnen und mit dem Wattestäbchen an der Wangenschleimhaut abstreifen.“ So hieß es weit mehr als 500 Mal bei der Aktion „Stammzellen für Blutkrebspatienten!“ am 4. Juni 2016 in Stuttgart. Für diesen Tag schlossen sich fast alle Stuttgarter Lions Clubs zusammen, organisierten sich in unterschiedlichen Teams, suchten Partner und Spender und hielten mehrere Infoveranstaltungen für Schüler und Studierende ab. Am Tag der Registrierung war es dann so weit: Bereits zur frühen Morgenstunde begannen die Vorbereitungen in den Räumen der BW Bank am Kleinen Schlossplatz. Dank sorgfältiger Vorplanung und dem tatkräftigen Einsatz des Aufbau-Teams standen die Tische, Stühle und Trennwände im Handumdrehen auf den dafür vorgesehenen Plätzen in der oberen Etage.

Wo sonst Finanzierungspläne erstellt, Konten eröffnet und Beratungen erteilt werden, nun eine mehrere Meter lange Reihe aus Registrierungsstationen auf die potenziellen Stammzellenspender. Bei den Helfern stieg die Spannung von Minute zu Minute. „Noch vor ein paar Monaten war der Tag so weit entfernt. Als dann die Vorbereitungen so richtig Fahrt aufgenommen haben, standen wir immer mehr unter Strom und haben jetzt so richtig auf heute hin gefiebert“, beschreibt Koordinator Wolfgang Ebert vom LC Stuttgart-Rosenstein die Stimmung am Samstagmorgen.

Und dann war es endlich soweit: Kurz vor dem offiziellen Beginn der Aktion standen schon die ersten Registrierungsfreudigen an der Tür und wurden um 11 Uhr von den mit leuchtend gelben Westen ausgestatteten Helfern freundlich begrüßt. Ein kleiner Schwenk nach links und eine kurze Fahrt mit der Rolltreppe nach oben, schon waren die vielen willigen Spender am Ort des Geschehens. Im Obergeschoss angekommen wartete das sorgfältig gebriefte Registrierungsteam auf die Freiwilligen. Mit Formularen und Wattestäbchen ausgestattet nahm sich jeder einzelne der Helfer Zeit, den Ablauf der Registrierung mit der anschließenden Aufnahme in die Kartei und der möglichen Stammzellspende zu erklären.

Nach dem Ausfüllen des Fragebogens folgte dann der wichtigste Part für die Registrierung: der Abstrich aus der Wangenschleimhaut. Dafür wurden die potenziellen Spender aufgefordert, zweimal je eine Minute lang mit einem Wattestäbchen durch sanften Druck einen Abstrich zu entnehmen. So ging es innerhalb von fünf Stunden weit mehr als 500 mal – am Ende des Tages sollten es 567 Neuregistrierungen sein. Ein Ergebnis, mit dem alle Beteiligten mehr als zufrieden sind. „Wobei die Zahl letztendlich gar nicht das Entscheidende ist“, kommentiert Wolfgang Ebert abschließend. „Schließlich kann jede einzelne neue Registrierung zu einer erfolgreichen Spende führen und damit ein Leben retten.“

Die Stammzellenaktion war ein ganz besonderes Projekt, weil es dank des außerordentlichen Einsatzes von Mitgliedern vieler verschiedener Lions-Clubs geplant und durchgeführt wurde. Daher war es nicht nur erfolgreich für den Partner der Aktion, die DKMS, und ein tolles Projekt für die Öffentlichkeitsarbeit von Lions in Stuttgart , sondern hat vor allem die Stuttgarter Clubs näher zusammengebracht. Gerne weiter so!

Veit Mathauer, LC Stuttgart-Rosenstein