Bewältigung der Flüchtlingskrise

LC Güglingen-Zabergäu Bewältigung der Flüchtlingskrise

„Ja, ich habe schon viel geschafft, aber Ihr habt mir immer geholfen, ohne Eure Hilfe hätte ich es nicht geschafft“, das sagt Ibrahim, ein 35jähriger Syrer, der seit vier Jahren als Maler und Lackierer arbeitet und seine Familie selbst ernährt.

Der stetige Zustrom insbesondere von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea war im Frühjahr des Jahres 2015 für engagierte Güglinger Bürger Veranlassung,  sich auf die Suche nach einer öffentlichen Anlaufstelle zu machen, um die Geflüchteten willkommen zu heißen, ihnen zu helfen und die Fragen der Neuankömmlinge, die weder die Sprache noch Behörden und deutsche Sitten und Gepflogenheiten kannten, soweit wie möglich zu beantworten. Den festen Ort für diesen Zweck fand der Arbeitskreis Asyl (AK Asyl) schließlich in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Computerladens im Deutschen Hof im Zentrum von Güglingen, welche der Eigentümer unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Seitdem betreibt der AK Asyl das sog. „Kontaktcafe“ als Treffpunkt für Flüchtlinge mit und ohne Familien, welches im wöchentlichen bzw. 14-tägigen Rhythmus auch interessierten Bürgern zur Verfügung offen steht.

Es bedurfte keiner Überredungskünste seitens der Lionsfreunde Werner Durst und Werner Gutbrod, die auch beim AK Asyl engagiert sind, um die Mitglieder des Lionsclubs GÜGLINGEN ZABERGÄU dazu zu veranlassen, die jährlichen Nebenkosten für die Räume des Kontaktcafes zu übernehmen.

Als vom Lionsclub unterstütze Activity übernehmen sie, in Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden, die Aufgabe, für geeignete Flüchtlinge den direkten und persönlichen Kontakt mit regionalen Arbeitgebern herzustellen. Sie vermitteln Praktika mit dem Ziel, sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu begründen. Parallel führen sie gemeinsam mit den Geflüchteten vor Ort persönliche Behördengespräche und tätigen den dafür nötigen Schriftwechsel z. B. mit den Krankenkassen. Für Arbeitgeber holen sie Steuernummern ein. Für Flüchtlinge sichten sie Arbeitsverträge und erläutern deutsches Arbeitsrecht.

Hierbei kommen den Lionsfreunden, ehemals Unternehmer und Rechtsanwalt, neben der zurzeit robusten Konjunktur am Arbeitsmarkt auch ihre guten geschäftlichen Kontakte zum Gewerbe und zur Industrie zugute, nicht zuletzt auch ihre freundschaftliche Vernetzung im Lionsclub, insbesondere mit dort unternehmerisch tätigen Lionsfreunden Fritz Baumann - Hammerwerk Baumann, Wolfram Fritz – Fritz Gruppe, Dr. Eberhard Nehl – WALTER Medien.

Insgesamt ist es durch den persönlichen Einsatz der Lionsfreunde bis heute gelungen, für etwa 35 der der Stadt Güglingen zugewiesenen Flüchtlinge feste  sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu begründen. 

 

Diese Geflüchteten äußern ihre große Dankbarkeit dafür, dass Deutschland sie aufgenommen hat und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Gemeinsam mit den Unternehmen und der Hilfe des Lionsclubs leisten die Lionsfreunde Werner Durst und Werner Gutbrod einen wesentlichen Beitrag zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens. Sie tragen dazu bei, die Geflüchteten während ihres Aufenthalts in Deutschland von staatlichen Transferleistungen unabhängig zu machen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und im Falle eines dauerhaften Bleiberechts die gesellschaftliche Integration zu ermöglichen. Und sie tragen dazu bei, den Mangel am Arbeitsmarkt zu verringern.

Werner Gutbrod                    Werner Durst