LC Backnang: Trinkwasser

LC Backnang: Trinkwasser

Trinkwasserversorgung in Afrika: Elfenbeinküste

In Europa und insbesondere auch in Deutschland steht die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser insgesamt betrachtet gut da. Dies natürlich einerseits, weil immer noch ausreichend Trinkwasservorkommen verfügbar sind – aber auch weil hierzulande viel in die Erschließung, Speicherung und die Verteilung investiert wird. Wir sind es schon so lange gewohnt, dass rund um die Uhr auf Abruf qualitativ hochwertiges Trinkwasser an jedem Wasserhahn im Haus zur Verfügung steht, dass sich bei uns kaum noch jemand ernsthaft Gedanken darüber macht, woher es kommt. Die Vollversorgung mit reinstem Trinkwasser im Überfluss erscheint uns selbstverständlich – ist es aber nicht!

Ganz anders sieht es nämlich in anderen Regionen dieser Welt aus, beispielsweise an der Elfenbeinküste auf dem afrikanischen Kontinent. Dort haben 35 Prozent der ländlichen Bevölkerung keinen Zugang zu ausreichend Wasser einer guten Qualität. Zwar werden seit dem Jahr 2000 im Rahmen des staatlichen Wasser- und Sanitärprogramms Pumpen für die Bevölkerung installiert – allerdings ohne die Menschen in der Handhabung und Geräteunterhaltung zu schulen. So sind in den letzten Jahren viele Pumpen kaputt gegangen und warten auf eine Reparatur für die sich keiner verantwortlich fühlt, und die mangels des notwendigen Fachwissens auch keiner leisten kann. Viele Familien müssen deshalb das täglich benötigte Wasser wieder aus weit entfernten Flüssen holen. Das ist überwiegend Aufgabe der Frauen und Kinder, welche einen Großteil ihrer Tageszeit somit dazu verwenden müssen, die Grundversorgung der Familie mit Wasser zu sichern, anstatt zur Schule zu gehen – ein fataler Teufelskreis.

Bürgermeister Christoph Jäger weiß als Verantwortlicher um die Bedeutung einer guten Trinkwasserversorgung, und um die Anstrengungen, die hierfür geleistet werden müssen. Alleine in den letzten Jahren hat seine Gemeinde Großerlach über 2 Millionen Euro in Pumpwerke, Quellfassungen und Hochbehälter investiert. Darum war es ihm ein Anliegen, in seinem zwischenzeitlich beendeten Jahr als Präsident des Lions Club Backnang neben der Förderung wichtiger Kinder- und Jugendprogramme zuhause, auch etwas für die Trinkwasserversorgung von Menschen in weiter entfernten Regionen zu tun. Als Partner dient hierbei über die Stiftung der Deutschen Lions e.V. die direkt in Afrika tätige Hilfsorganisation Habitat for Humanity.

Neben Hausabenden und anderen kleineren Activities ermöglichen es nun vor allem die beiden erfolgreichen Benefizkonzerte mit Sefora Nelson und Thomas Roth, mit dem stolzen Betrag von 5.350 Euro zwei Trinkwasserpumpen in der Elfenbeinküste zu sanieren, wovon jede künftig pro Tag 5.600 Liter Wasser fördern kann, was der Versorgung von 280 Menschen mit je 20 Liter pro Tag dient. Gleichzeitig werden für jede Pumpe unter den Gemeindemitgliedern Komitees gegründet, die für die langfristige Instandhaltung verantwortlich sind. Diese Komitees sammeln ebenfalls eine geringe Nutzungsgebühr ein, welche der Finanzierung notwendiger Wartungsarbeiten dient.

 

Diese Ausrichtung auf eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe hat die Backnanger Lions davon überzeugt, dass ihre Unterstützung nicht nur tatsächlich ankommt, sondern auch einen Beitrag zur dauerhaften Verbesserung der örtlichen Lebensverhältnisse leistet. Natürlich besteht nach wie vor bei zahlreichen weiteren Brunnen dringender Handlungsbedarf. Darum leiten die Backnanger Löwen gerne jeden Spendenbetrag ohne Abzüge weiter, der über den Lions Club Backnang Förderverein e.V. mit dem Stichwort „Wasser“ eingeht.

 

Die Bankverbindung lautet wie folgt:

 

Lions Club Backnang Förderverein e.V.

IBAN: DE55 6029 1120 0019 9910 70

BIC:     GENODES1VBK

Verwendungszweck: Wasser