Die Stammzellenspende

Nach der Registrierung

Die Probe des Wangenabstrichs werden im DKMS Life Science Lab in Dresden, einer Tochterorganisation der DKMS, analysiert und die Ergebnisse in der Datenbank gespeichert. Gleichzeitig werden Gewebemerkmale in anonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm übermittelt. Dadurch können Spender für Patienten auf der ganzen Welt vermittelt werden. In der Datei bleibt man automatisch bis zum 61. Lebensjahr registriert.

Ablauf der Stammzellenspende

Bei maximal fünf von 100 potenziellen Stammzellenspendern kommt es innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Stammzellenspende. Wird ein potenzieller Spender ermittelt, gibt es zwei verschiedene Verfahren, Stammzellen zu spenden:

Periphere Stammzellenentnahme (wird in 80 Prozent der Fälle angewandt):
Um so die Anzahl der Stammzellen im peripheren (zirkulierenden) Blut zu erhöhen, wird dem Spender über fünf Tage ein Wachstumsfaktor, also ein körpereigenes Hormon, verabreicht. Die Stammzellen können dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die eigentliche Spende dauert 4‒8 Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Eine Operation ist nicht notwendig und die Klinik kann in der Regel am selben Tag wieder verlassen werden.

Knochenmarkspende:
Mit einer Punktionsnadel werden dem Spender unter Vollnarkose etwa fünf Prozent des Knochenmarks aus dem Beckenkamm entnommen. Innerhalb von zwei Wochen hat sich dieses wieder vollständig regeneriert. Für den Eingriff genügen in der Regel schon zwei kleine Einschnitte, die – wenn überhaupt – nur mit wenigen Stichen genäht werden müssen. Die Dauer der Entnahme beträgt etwa 60 Minuten. Für die Entnahme ist ein Krankenhausaufenthalt von insgesamt drei Tagen vorgesehen sowie eine zusätzliche Krankschreibung für einige Tage.

Die Entscheidung, welches Verfahren zur Stammzellengewinnung beim Spender angewandt wird, richtet sich nach dem gesundheitlichen Zustand des Patienten. Nach Möglichkeit wird auf die Wünsche des Spenders Rücksicht genommen. Bei beiden Verfahren werden die anfallenden Kosten sowie der Verdienstausfall des Spenders von der Krankenkasse übernommen.