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    Steuerseminar für Schatzmeister

    Referent: Jochen Kersting

    Gemeinsam mit dem Nachbar-Distrikt 111-WR (Westfalen-Ruhr) fand für die Schatzmeister der Clubs sowie der Fördervereine ein informatives Steuerseminar statt.

    Der Referent Jochen Kersting begeisterte die Teilnehmer mit umfangreichen Ausführungen zu diesem wichtigen Thema. Das übermittelte Wissen bringt jedem Schatzmeister eine sichere Basis für Aufgaben bei Lions.

    Welche Fördermittel des Distrikts stehen zur Verfügung und wie erreichen diese die Fördergesellschaften der Clubs? FÖRDERMÖGLICHKEITEN

    Marita von Garrel, PDG, KA / KAB

    1. DISTRIKT-VERFÜGUNGSFONDS

    Der Distrikt-Verfügungsfonds wird gespeist aus den 9,-- €-Spenden pro Mitglied und Jahr. Die Fondmittel werden im Auftrag des Distrikts vom Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. (HDL) in Wiesbaden verwaltet. Die Förderrichtlinien sind hinterlegt unter https://www.lions.de/web/111wl/activities

    Vorgehensweise:
    Nachdem der antragstellende Club dem Activity-Beauftragten des Distrikts (KA) den die Förderrichtlinien berücksichtigenden Antrag zugeschickt hat wird der Antrag dort auf Übereinstimmung mit den Förderrichtlinien und Verfügbarkeit ausreichender Mittel geprüft. Rücksprachen mit dem HDL können angezeigt sein. Der amtierende Governor erhält das Prüfergebnis vom KA und verfügt nach abschließender eigener Prüfung über die Mittel.

    Nach Genehmigung durch den Governor geht dein Projektantrag an das Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL), wo ein entsprechendes Projekt mit Projektnummer eröffnet wird.

    Die Clubs werden von der Projekteröffnung in Kenntnis gesetzt und  aufgefordert, die im Antrag ausgewiesenen Eigenmittel an das Hilfswerk zu überweisen. Die Eigenmittel zuzüglich des genehmigten Distrikt-Zuschusses, d. h. der Gesamtbetrag wird dann an die Fördergesellschaft des antragstellenden Clubs rücküberwiesen, ein
    Prozedere, das aus steuerlichen Gründen unabdingbar zwecks Einhaltung der Unmittelbarkeit.

    2.    250 €-TOPF
    Bekanntermaßen sind die Mittel aus dem 250 €-Topf ausschließlich für internationale Projekte, Projekte in Osteuropa und Projekte im Rahmen der Distrikt Jumelage mit dem niederländischen Distrikt BZ110. Die Mittel werden aufgebracht durch € 250,-- pro Club und Jahr. Er wird verwaltet beim Schatzmeister unseres Distriktes. Die Projekte müssen auf den jährlichen Distrikt-Versammlungen (immer im Frühjahr) vorgestellt und von dieser nach Vorberatung im Kabinett genehmigt werden. Alle drei Jahre ist über die Fortsetzung dieses Fonds von der Distrikt-Versammlung zu befinden.
    Die Förderrichtlinien sind hinterlegt unter https://www.lions.de/web/111wl/activities

    Vorgehensweise:
    Um einen Zuschuss zu erreichen sind die Förderrichtlinien zu beachten und der dort angehängte Förderantrag auszufüllen. Der Antrag mit dort aufgenommenen Detailinformationen erreicht über den Kabinett-Beauftragten für Activitys (KA) nach Prüfung den Governor. Der Governor stellt den geprüften und befürworteten Antrag dem Kabinett vor. Versehen mit einer Empfehlung des Kabinetts erreicht der Antrag die Distrikt-Versammlung. Dort muss der Vertreter des antragstellenden Clubs das Projekt vorstellen. Anschließend wird das  Plenum um Abstimmung  gebeten.

    3. SOFORTHILFE-FONDS

    Richtlinien zum Soforthilfe-Fonds des Distrikts 111-WL

    Diese Richtlinien dienen den Clubs als Hilfe bei der Beantragung von Mitteln aus dem Soforthilfe-Fonds (im Folgenden Fonds genannt).

    Zwecksetzung, Rechtsgrundlagen
    Die Mittel aus dem Fonds stehen dem Distrikt 111-WL zur Verfügung, um Menschen weltweit zu helfen, die unverschuldet in Not geraten sind und die diese Situation aus eigener Kraft nicht bewältigen können.

    Die Hilfe soll die Menschen, die die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllen, schnell und unbürokratisch erreichen.

    Der Fonds finanziert sich durch einen Jahresbeitrag von € 2,-- pro Mitglied. Der Mitgliedsbeitrag aller Clubmitglieder wird dem Distrikt von den Clubs pro Jahr in Form einer Einmalzahlung zur Verfügung gestellt.

    Durch Beschluss der Distrikt-Versammlung wurde festgelegt, dass der Fonds in Höhe von 25.000,00 EURO gedeckelt ist. Ein über diesen Betrag hinausgehender Bestand stärkt automatisch den 250-EURO-Fonds des Distrikts 111-WL.

    Der Fonds wird hinsichtlich des Antrag-Verfahrens vom Kabinett-Beauftragten für Aktivities (KA) und hinsichtlich der finanziellen Abwicklung vom Kabinett-Schatzmeister (KSCH) verwaltet.  

    Zuwendungsempfänger
    Zuwendungsempfänger sind in der Regel Privatpersonen (natürliche Personen). Die den Betroffenen vom Distrikt zur Verfügung gestellten Geldmittel erreichen diese Personen nicht direkt, sondern über eine gemeinnützige Vereinigung, die in der Lage ist, den im Einzelfall notwendigen Bedürftigkeitsnachweis einzuholen.  
    Zuwendungsvoraussetzungen
    Auf die Bestimmungen dieser Richtlinie wird verwiesen.

    Die Zuwendung setzt eine unverschuldete Notlage der betroffenen Person/en voraus. Ferner müssen die eigenen Mittel erkennbar nicht ausreichen, um die durch die Notlage hervorgerufenen Schäden zu beseitigen.

    Voraussetzung für eine Zuwendung ist schließlich, dass die eingetretenen Schäden nicht vollständig durch eine Versicherung oder durch sonstige Hilfen (einschließlich steuerlicher Hilfen) ausgeglichen werden können.

    Ein sich in ausreichender Nähe zum Schadensort befindlichen Lions Club (Patenclub) soll in finanzieller und/oder ideeller Weise einen eigenen Beitrag zur Schadensbeseitigung leisten.

    Zuwendungen können nur in Höhe der verfügbaren Mittel des Fonds ausgeschüttet werden.

    Art, Umfang und Höhe der Zuwendung
    Um eine Unterstützung bei der Beseitigung von Bagatellschäden auszuschließen, werden Schäden in der Regel erst ab einer Schadenshöhe von 2.500 EUR berücksichtigt.

    Bemessungsgrundlagen der Zuwendung
    Die konkrete Zuwendungshöhe ist vom Governor-Team, bestehend aus dem DG, den VG und dem IPDG sowie KS, im Benehmen mit dem KA und KSCH nach dem konkreten Einzelfall zu entscheiden. Sie richtet sich nach der individuellen Schadenshöhe und der Bedürftigkeit des Zuwendungsempfängers. Bei Stimmengleichheit im Governor-Team entscheidet die Stimme des Distrikt-Governors.


    Verfahren

    Antragstellung
    Zuwendungsanträge können formlos von einem Lions Club und/oder einzelnen Lions-Mitgliedern des Distrikts 111-WL und/oder von Mitgliedern des Kabinetts gestellt werden.

    Dem Antrag sollen Unterlagen beigefügt werden, durch die die Schadenshöhe und die Finanzierung der Schadensbeseitigung erkennbar wird.

    Bewilligungsverfahren
    Der Antrag samt ergänzenden Unterlagen ist an den KA des Distrikts zwecks Prüfung zu schicken.

    Der geprüfte Antrag wird mit einer Zuwendungsempfehlung des KA, die auch die vom KSCH zu bestätigende aktuellen Finanzierungsmöglichkeiten des Fonds berücksichtigt, dem Governor-Team zur Bewilligung vorgelegt

    Das Governor-Team entscheidet über den Antrag. Der DG teilt dem Zuwendungsempfänger durch Bewilligungsbescheid Zweck und Höhe der Auszahlung mit.
     
    Der Bewilligungsbescheid enthält als Anlage eine vom Zuwendungsempfänger zu unterschreibende Erklärung (Annahmeerklärung), in der dieser durch Unterschrift die durch Bewilligungsbescheid bestimmte  Verwendung der angekündigten Zuwendung bestätigt.

    NACH Empfang der Annahmeerklärung veranlasst den DG den KSCH, den Zuschuss auf das in der Zuwendungsempfehlung des KA genannte Konto zu überweisen.

    Verwendungsnachweis
    Das Kabinett wird vom DG bei der nächsten Kabinett-Sitzung über Grund und Höhe der von ihm verfügten Mittel informiert.


    Die Förderrichtlinien sind hinterlegt unter https://www.lions.de/web/111wl/activities

    Projektanträge

    Formulare und Hilfestellungen zur Beantragung erhalten Sie bei unserem Kabinett-Activity-Beauftragten:

    Marita von Garrel, PDG, KA / KAB 
    E-Mail: marita@vongarrel.eu

    Wichtige Ratschläge Grundsätze für Activities

    Wichtige Information


    Hilfswerk beschließt eigenverantwortlich seine Projekte

    keine Geldzuwendungen an andere Träger ohne Projektbindung oder an Einzelpersonen ohne Bedürftigkeitsnachweis

    Bestimmung eines Projektleiters

    Erstellung einer Checkliste zur Organisation von Veranstaltungen

    Beantragung von Zuschüssen

    Trennung von Club und Hilfswerk

    Der Gesetzgeber hat gerade für die gemeinnützigen Vereine Möglichkeiten geschaffen, die Steuern zu minimieren oder ganz zu vermeiden.

    Alle (fast alle) Steuervergünstigungen kann aber nur ein gemeinnütziger Verein und nicht ein nicht rechtsfähiger Verein (Lions Club) in Anspruch nehmen.

    Deshalb ist eine strenge Trennung von Lions Club und Lions Hilfswerk / Förderverein aus steuerlichen Gründen unbedingt erforderlich.

    Werden die vorerwähnten Grundsätze der strengen Trennung von Club und Hilfswerk / Förderverein nicht beachtet, so kann dies beim Club zu erheblichen Steuernachforderungen führen.

    Auch die damit zusammenhängenden Haftungsfragen sollten bedacht werden. Beim nicht rechtsfähigen Verein Lions Club haften alle Mitglieder (und zwar einzeln) mit ihrem gesamten Vermögen.

    Beim rechtsfähigen Verein Lions Hilfswerk e. V. haftet in erster Linie der Verein. Ist beim Verein nichts zu holen kann eine Haftung des Vorstandes in Frage kommen. Dies aber i. d. R. nur, wenn der Vorstand grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.

    Erläuterungen und Hinweise zum Förderverein und seinem Steuerrecht für Vereine gibt es im Activity-Leitfaden (1. Auflage, 01.04.2003). Der Leitfaden ist über das Generalsekretariat in Wiesbaden erhältlich.