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Leben retten

als KOB unseres Distrikts und in Abstimmung mit unserer Distriktgovernorin Dr. Ilonka Czerny möchte ich heute auf 2 Aktivitäten unseres Distrikts "Süd-Mitte" hinweisen, die auch in Corona-Zeiten unter Einhaltung der gesamten Abstands- und Hygienevorschriften unterstützt, gefördert und durchgeführt werden können. Gerade in solch schwierigen Zeiten ist es notwendig, dass wir als Lions unsere Hilfeleistungen nicht einstellen und dort weiter helfen, wo Hilfe notwendig ist.

Unser Distriktkabinett hat diese Projekte als Distrikt-Förderprojekte definiert, die den einzelnen Clubs zur Durchführung empfohlen werden.                                                                                         

Diese laufen unter der Überschrift „Leben retten“.

1. Herz-Lungen-Wiederbelebung: Hier geht es um die Verfügbarkeit von Defibrillatoren zur Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) bei einem plötzlich eintretenden Herzkammerflimmern oder Herzversagen. Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. In vielen Fällen könnte geholfen werden, wenn in schnell erreichbarer Nähe öffentlich zugängliche Defibrillatoren zur Verfügung stehen würden. Je schneller diese Hilfe erfolgt umso besser sind die Überlebenschancen bzw. kann ein bleibender Gehirnschaden vermieden oder reduziert werden.

Hier wäre es einfach möglich in Zusammenarbeit mit den Kommunen vor Ort und/oder mit einer Rettungsdienstorganisation eine Bestandsaufnahme über bereits bestehende Ausstattungen mit Defibrillatoren zu erstellen und daraus den Bedarf an weiteren Geräten zu ermitteln. Hier könnten die Lions entweder aus eigener finanzieller Kraft oder durch die Suche nach weiteren Unterstützern/Sponsoren dafür sorgen, dass unterversorgte Gebiete so nach und nach mit den HLW-Geräten ausgestattet werden. Hierzu empfehle ich auf den Link unserer Distrikthomepage (Link: http://www.lions.de/web/111sm/leben_retten ) zu gehen und den dort hinterlegten Artikel abzurufen. Und bei Fragen können Sie sich gerne an mich oder an PDG Dr. Ulrich Haag (Tel.: 07362 4031; Mail: dr.ulrich.haag@web.de) wenden.

2. Stammzelltypisierung: ich möchte es nicht versäumen weiter darauf hinzuweisen, dass es nach wie vor ganz wichtig ist, dass sich viele Menschen typisieren lassen. Jährlich erkranken tausende von Menschen an Leukämie und in vielen Fällen kann nur über eine Stammzellspende geholfen werden. Das Leben dieser von Leukämie betroffenen Menschen hängt davon ab, ob es einen geeigneten Spender gibt. Wir haben im Rahmen der "100-Jahre Lions" diese Aktivität den Clubs zur Durchführung in ihrer Region empfohlen und konnten so in wenigen Jahren ca. 7.000 Typisierungen erreichen. Mit dem Ergebnis, dass daraus im Laufe der Jahre rein statistisch gesehen ca. 70 Menschen eine neue Lebenschance erhalten. Viele Übertragungen konnten zwischenzeitlich durchgeführt werden. 

Hilfe ist einfach möglich: Entweder durch eine Spende an eine Organisation, die solche Typisierungsaktionen machen oder eine eigene Clubactivity daraus machen, die auch nachhaltig in Ihrer Region wahrgenommen wird. Relativ einfach und effektiv sind Aktionen in Schulen. 

Ich bitte die Lions-Clubs in unserem Distrikt diese beiden Aktivitäten zu unterstützen. Bestimmt gibt es in jedem Club einen Mediziner oder einen sonst Interessierten Lion, der sich gerne mit diesem Thema auseinandersetzen wird. 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Oskar Fuchs Tel.: 09341 12510; Mail oskar@fuchs-tbb.de

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Oskar Fuchs

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Distrikt-Activity

Pro Jahr sterben etwa 100000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod, in den meisten Fällen durch sogenanntes Kammerflimmern, welches plötzlich zu einem Pumpverlust des Herzens führt. Wenn nicht innerhalb weniger Minuten die bekannte Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) durchgeführt wird, ist diese Maßnahme nicht mehr erfolgreich, der Betroffene kann sterben oder einen schweren Hirnschaden erleiden. Die HLW hat sich, wenn sie schnell durchgeführt wird, als eine sehr gute Rettungsmaßnahme bewährt, die mittlerweile vielen Patienten nicht nur das Leben gerettet hat, sondern auch ein mehr oder weniger normales Leben ermöglicht. Die Überlebensrate kann durch den schnellen Einsatz eines Stromstoßes aus einem sogenannten Defibrillator (AED) deutlich gesteigert werden. Mittlerweile gibt es diese Defibrillatoren in einer Form, die auch von Laien bedient werden können, um so eine rasche Unterbrechung dieser tödlichen Herzrhythmusstörung zu erzielen. Gleichzeitig können diese Geräte durch akustische Kommandos die HLW unterstützen.

    Hierzu wäre es notwendig, dass an vielen öffentlichen Plätzen und Einrichtungen sowie in Betrieben ein solches Gerät installiert ist, welches ca. 1500 – 3000 Euro (je nach Qualität und Wartungsintervallen) kostet, um eine schnelle Hilfe zu gewährleisten. Leider gibt es in Deutschland noch sehr viele weiße Flecken, was die Bereitstellung solcher Defibrillatoren betrifft. In der letzten Distrikt-Kabinettsitzung wurde daher beschlossen, eine neue Distrikt-Activity zu initiieren, die dem Ziel dienen soll, diese Lücken in der Bereitstellung solcher Geräte zu schließen. Wie oben erwähnt, kann mit Einsatz relativ geringer Mittel eine solche effektive Hilfestellung gewährleistet werden. Wir rufen daher alle Lions-Clubs auf, in ihren Orten zu erkunden (am Besten in Absprache mit den Rettungsdienstorganisationen, die auch Erste-Hilfe-Kurse anbieten), wo solche Geräte aufgestellt werden können. Diese könnten von den Lions-Clubs selbst finanziert werden, es könnte aber auch durch entsprechende PR-Maßnahmen bzw. durch persönliche Ansprache die Aufstellung der Defibrillatoren in öffentlichen Einrichtungen oder Firmen angeregt werden. Wichtig ist bei dieser Anschaffung zu klären, wer die Wartung nach dem Medizinprodukte-Gesetz übernimmt. Dies könnte am besten durch örtliche Rettungsdienst-Organisationen durchgeführt werden. Auch die Folgekosten (z.B. Akkuwechsel etc.) sind zu berücksichtigen.

Diese Activity ist neben der Stammzellentypisierung eine weitere wichtige Möglichkeit um „Leben zu retten“. Wir sehen darin eine sehr lohnende und wichtige Maßnahme uns als Lions-Club vor Ort und als soziale Serviceorganisation zu engagieren.

Gerne werden wir diese Activity auch auf den Zonen-Sitzungen vorstellen. Zur Vorstellung dieser Activity in Ihren Clubs haben wir eine Präsentation(hier als PDF-Dokument) erstellt, die Sie gerne verwenden können.

PDG Oskar Fuchs, Region I Tel: 041 12 51   Mail: oskar@fuchs-tbb.de

PDG Dr. med. Ulrch Haag, Region III  Tel: 07362 4031    Mail: dr.ulrich.haag@web.de​​​

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