angle-left „Borken hilft Nepal“ (30.04.2015)

„Borken hilft Nepal“ (30.04.2015)

Quelle: Borkener Zeitung, 30.04.2015

BORKEN. „Borken hilft Nepal“ – um die Überlebenden des verheerenden Erdbebens zu unterstützen, hat der Rotary Club zusammen mit dem Lions Club Borken und den Soroptimisten unter diesem Motto eine Spenden-Aktion auf die Beine gestellt. Die Initiatoren hoffen, dass so schnell ein namhafter Betrag für die unmittelbare Hilfe zusammenkommt – und für den Wiederaufbau.

Urheber der Aktion ist der Borkener Remigius Einhaus. Seine Frau stammt aus Nepal, Land und Leute sind ihm ans Herz gewachsen. Einhaus hat in den vergangenen Tagen immer wieder mit Angehörigen in der Hauptstadt Kathmandu telefonieren können. „Das Ausmaß ist wirklich katastrophal“, sagt er mit stockender Stimme. Die Wasser- und Stromversorgung sei zusammengebrochen, Waisenkinder irrten durch die Straßen, überall lägen Trümmer, der einsetzende Monsun erschwere die Lage der unzähligen Obdachlosen zusätzlich. Erst nach und nach werde deutlich, wie zerstörerisch das Erdbeben nicht nur in Kathmandu, sondern vor allem in den entlegenen Regionen des Himalaya-Landes gewesen sei. Schon vor dem Beben seien Straßennetz und Infrastruktur unterentwickelt gewesen, jetzt sei davon kaum noch etwas übrig.

„Das Schicksal vieler Menschen ist ungewiss, die offizielle Opferzahl wird weiter steigen“, fürchtet Einhaus. Bei einem Pressegespräch berichtete er gestern auch von der Lage seiner Angehörigen. Seine Schwiegereltern betreiben in Nepal zwei Hotels. Von zahlreichen Mitarbeitern fehle nach dem Beben jede Spur.

„Wir müssen die jetzige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit nutzen, um Nepal zu helfen“, betonte Einhaus. Die Spenden seien steuerlich absetzbar und würden unbürokratisch, zielgenau und transparent eingesetzt. „Jeder Euro hilft.“ Von Vorteil sei, dass man vor Ort Kontakt zu UNO-Mitarbeitern und Hilfsorganisationen habe, die wüssten, wo die Not am größten sei. „Wir sind aber auch dankbar für Vorschläge von Menschen aus Borken und Umgebung, die ihrerseits Verbindungen nach Nepal haben“, fügte Einhaus hinzu.

„Gemeinsam sind wir stärker“, erklärte Rotary-Präsident Dr. Konstantin Büscher. Deswegen habe man den Schulterschluss mit der Stadt Borken sowie den anderen örtlichen Service-Clubs gesucht. Mit ihrer Idee rannten Büscher und Einhaus dort offene Türen ein. „So können wir sowohl kurz-, als auch mittel- und langfristig mehr für die Notleidenden erreichen“, sagte Lions-Präsident Stefan Hegmanns. „Wir beteiligen uns sehr gern. Wir haben ein gemeinsames Ziel und verstehen uns nicht als Konkurrenz“, ergänzte Gabriele Templin-Kirz, Präsidentin des Soroptimisten-Clubs. In diesem finden sich Frauen unterschiedlicher Berufe zusammen, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen.

Unterstützung sicherte auch Bürgermeister Rolf Lührmann zu. Der unmittelbare Kontakt zu Nepal sei ein besonderes Kennzeichen dieser Aktion: „Das wird dafür sorgen, dass die Spenden sehr zielgerichtet eingesetzt werden können.“