Den eigenen Horizont erweitern (17.03.2016)

Den eigenen Horizont erweitern (17.03.2016)

BORKEN. (soh) Wie wirkt sich das eigene Konsumverhalten auf die Umwelt aus? Wie schafft man ein Bewusstsein für Produkte aus nachhaltiger Entwicklung? Und welche Maßnahmen gibt es seitens der Wirtschaft, um Kleinbauern bei der Milchproduktion zu fördern? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigten sich 18 Schüler der Gymnasien Mariengarden und Remigianum sowie des Berufskollegs innerhalb des Jugendforums des Lions Clubs in der VR-Bank.
„Wir wollen junge Leute, die in Zukunft Verantwortung tragen werden, mit unterschiedlichen Problemstellungen unserer Gesellschaft konfrontieren“, erklärte Manfred Schmittker vom Lions Club die Idee hinter dem Jugendforum, das seit über 20 Jahren angeboten wird.
Unter dem Motto „Die Welt in Bewegung – Finanzströme, Völkerströme, Warenströme“ werden den Schülern, auch mithilfe von Dozenten, seit Montag eine Woche lang komplexe wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragestellungen nähergebracht.
„Unsere Themen bekommen durch die Völkerbewegung, die wir derzeit erleben, eine aktuelle Dimension“, sagte Lions-Präsident Matthias Brinkmann. Die Schüler konnten zum Beispiel mit Asylsuchenden in Borken Interviews führen, um so „unterschiedliche Lebenswege aufzuzeigen und eine persönliche Verbindung zum Thema zu schaffen“, so Brinkmann.
Im Jugendforum bekämen die Schüler die Möglichkeit, sich den verschiedenen Aspekten intensiver zu widmen als in der Schule. So empfand es auch Leon Knüpfer, der sich mit seiner Gruppe mit dem Thema Ökonomie und Abfall auseinandersetzte. „Das Thema gibt einem das Gefühl dafür, was man alles konsumiert und was für einen Einfluss das auf die Umwelt hat“, erklärt der 17-Jährige. In verschiedenen Gruppen wurden die jeweiligen Themen den anderen Teilnehmern vorgestellt und untereinander diskutiert. „Wir kriegen hier einen tiefen Einblick in die Materie“, fand Tom Schlusemann vom Gymnasium Mariengarden.
„Meinungsvielfalt darstellen“ lautete eines der Ziele des Forums, das Brinkmann formulierte. Auch an der Motivation der Oberstufenschüler für das Berufsleben sollte im Rahmen der Veranstaltung gearbeitet werden.
„Wir wollen mit den Teilnehmern innerhalb von Rollenspielen der Frage nachgehen: ,Was begeistert mich, und wie kann ich andere begeistern?‘ “, erklärte Brinkmann. Die Interviews und Exkursionen zu Borkener Unternehmen boten den Schülern zudem ein wenig Abwechslung zum schulischen Alltag.