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Darmstadt - Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Darmstadt - Geschichte und Sehenswürdigkeiten

Darmstadt entstand im Mittelalter aus einer fränkischen Siedlung. Im 16. Jahrhundert wurde Darmstadt Residenzstadt und politisches Zentrum der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, im 19. Jahrhunderthauptstadt des Großherzogtums Hessen, nach Ende des deutschen Kaiserreichhauptstadt des Volksstaats Hessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das kaum zerstörte Wiesbaden zur Landeshauptstadt bestimmt.

Die günstige Lage als nördliches Tor zur Bergstraße verschaffte Darmstadt im 14. Jahrhundert zusammen mit seinen Befestigungsausbau durch Wasserburg und Stadtmauer hohe wirtschaftliche und politische Bedeutung. Von der Stadtmauer sind heute nur noch einige Reste rund um das darmstadtium sowie der ehemalige Wehrturm, der Weiße Turm, erhalten. Unter den Landgrafen verlor Darmstadt vom 15. bis 16. Jahrhundert an erheblicher Bedeutung gegenüber dem hessischen Machtzentrum Kassel. Die Landgrafen sorgte mit ihrem aufwändigen Lebensstil dazu für den finanziellen Ruin der Stadt. Selbst die Beschäftigung eines Alchimisten Mitte des 18. Jahrhunderts konnte die finanzielle Lage nicht bessern. Aus dieser Zeit stammen die Orangerie inmitten des barocken Orangerieparks in Bessungen sowie das heutige Barockschloss, von denen zwei der geplanten vier Flügel der katastrophalen Finanzlage zum Opfer fielen.

Unter dem von Napoleon zum Großherzogs ernannten Ludwig X gewann Hessen-Darmstadt große Gebiete hinzu. Wegen des starken Bevölkerungswachstum wurde Anfang des 19. Jahrhunderts die nach den bekannten Baumeister benannte Moller-Stadt gebaut. Aus dieser Zeit sind nur noch einige repräsentative Bauwerke erhalten Sie das-Operntheater am Herrengarten, das heutige hessische Staatsarchiv Darmstadt und die Ludwigskirche, von den Darmstädtern liebevoll „Käsglock“ genannt. Als Andenken an den beliebten Großherzog wurde später das Ludwigsmonument gebau, im Volksmund „langer Ludwig“ genannt. Das Ende des 19. Jahrhunderts brachte Darmstadt wirtschaftlichen Aufschwung und Bevölkerungswachstum und führte zu einem aufleben von Kunst und Kultur. Aus dieser Zeit stammt die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe, als eines der Zentren des Jugendstils, was damals auf wenig Gegenliebe in der Bevölkerung stieß. 1908 wurde hier im Auftrag der Stadt Darmstadt zur Erinnerung an die Hochzeit des Großherzogs Ernst Ludwig der Hochzeitsturm gebaut, von den Darmstädtern auch „Fünffingerturm“ genannt, das heutige Wahrzeichen der Stadt. Aus gleicher Zeit wie die Künstlerkolonie stammt die auf importierter russischer Erde errichtete russische Kapelle, ein Geschenk des russischen Zaren Nikolaus II, der bei Besuchen in der Heimatstadt seiner Frau nicht auf ein eigenes Gotteshaus für seine Familie und sein Hofstatt verzichten mochte.

 Während der Erste Weltkrieg Darmstadt wie den Rest des Landes auch in die wirtschaftliche Krise führte, kam es durch den Zweiten Weltkrieg zur großen Katastrophe: durch insgesamt 36 Bombenangriffe wurden ca. 99 % der Alt-und Innenstadt, insgesamt 78 % der gesamten Bausubstanz zerstört. Bezogen auf die Bevölkerung hatte Darmstadt die zweithöchste Opferzahl aller Luftangriffe auf deutsche Städte zu beklagen. In Sichtweite der Mathildenhöhe findet sich der Anfang des 19. Jahrhunderts entstandene Park Rosenhöhe, der als Landschaftsgarten mit teilweise exotischen Baumbewuchs auf dem Gelände eines ehemaligen Weinbergs von der Großherzogin Wilhelmine angelegt wurde. Zu den Besonderheiten gehören ein Rosarium mit Rosendom auf der Kuppe des Flügels, so wie die Mausoleum des Fürstenhauses und die Gräber der Familie setzten Großherzogs Ernst Ludwig. Am Rande des Parks befinden sich auch die Gebäude der neuen Künstlerkolonie Rosenhöhe. Zum 25. Jubiläum der Künstlerkolonie ließ Großherzog Ernst Ludwig 1927 das monumentale Löwentor bauen, dass mit den von Bernhard Hoetger geschaffenen Löwenplastiken für die Anbindung an die Künstlerkolonie sorgte.

Beim Wiederaufbau der Stadt wurden die großen historischen Bauten wie Schloss, Rathaus, Stadtkirche und Landesmuseum wieder aufgebaut. Mit wenigen Ausnahmen orientierten sich die Neubauten an den eher schmucklosen Zweckformen der damaligen Zeit. Hierbei wurde auch völlig intakte alte Bausubstanz abgerissen, was bei Darmstadt zu einen weitestgehend modernen Stadtbild führte. Um die Jahrtausendwende wurde die Waldspirale von Friedensreich Hundertwasser fertig gestellt, das letzte Bauwerk des bekannten Künstlers und Architekten. Als letzter Neubau- vis-à-vis vom Schloss wurde das Darmstädter Wissenschaft-und Kongresszentrum darmstadtium gebaut. Das architektonisch eindrucksvolle Gebäude (Neokonstruktivismus) besteht aus vier verschachtelten Gebäudeteilen, die kaum rechte Winkel aufweisen. Aus diesem Grunde erhielt das Darmstadt zum schnell den Spitznamen „Scheppschachtel“ von den Darmstädtern. Die während der Bauarbeiten entdeckten Teile eines historischen Wehrturms wurden – wie auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer – in das Gebäude integriert und bilden so ein Kontrast zur modernen Architektur.

Eine schöne Zusammenfassung aller Sehenswürdigkeiten in Darmstadt findet sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Sehensw%C3%BCrdigkeiten_in_Darmstadt.

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