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    10 Gründe, warum Sie zum KDL 2018 nach Leipzig kommen sollten… 1. Die imposante Architektur.

    Völkerschlachtdenkmal bei Nacht, © Andreas Schmidt, Leipzig

    In Leipzig steht mit dem 91 Meter hohen Völkerschlachtdenkmal das größte Denkmal Deutschlands. Es wurde 1913 eigeweiht, um der Gefallenen der Völkerschlacht, einhundert Jahre zuvor, zu gedenken. Kaiser Napoleon erlebte hier seine größte Niederlage. Von dem Bauwerk aus bietet sich ein beeindruckender Blick über die Stadt.

    Mit dem Waldstraßenviertel erleben Sie ein einzigartiges Jugendstiel Viertel. Es gilt als eines der größten erhaltenen Gründerzeitviertel in ganz Europa. Ein Blick in die Treppenhäuser lohnt. Ab den neunziger Jahren wurden sie größtenteils originalgetreu saniert und zeugen vom einstigen Reichtum der Sachsenmetropole.

    Die Innenstadt mit ihren Passagen. Wohl nirgendwo gibt es ein solch geschlossenes System aus Höfen und Durchgängen. Die Leipziger Passagen bilden ein einmaliges und verzweigtes Wegesystem, das nur Fußgängern vorbehalten ist.

    Das 2017 eröffnete Paulinum und die neu errichteten Universitätsbauten. Das Gebäude wurde nach Plänen des niederländischen Stararchitekten Erick van Egeraat an der Stelle errichtet, an der am 30. Mai 1968 die Paulinerkirche gesprengt wurde.

    Hier finden übrigens die Workshops, Seminare und Veranstaltungen des Kongresses statt.

    2. Kunst & Kultur

    Schillerhaus, © Andreas Schmidt, Leipzig

    In der Stadt der Dichter und Denker lebten neben vielen namhaften Persönlichkeiten auch Goethe, Schiller, oder Lessing. Wandeln Sie auf ihren Spuren.

    Mit dem Schillerhaus ist noch heute das Wohnhaus zu besichtigen, in dem er 1785 sein Sommerquartier hatte. Mit Auerbachs Keller verewigte Goethe in seinem Faust Erinnerungen an seine Studentenzeit. Hier findet am 3. Mai, nach dem Oberbürgermeisterempfang ein gemeinsamer Abend für die Lionsfreunde statt.

    Leipzig hatte sie alle! Die großen Komponisten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Denn die Musikstadt galt im 19. Jahrhundert neben Wien und Paris als das musikalische Zentrum Europas. Folgen Sie der Notenspur und kommen Sie zu den Wirkungsstätten von Johann Sebastian Bach. Besuchen Sie das Wohnhaus von Mendelssohn-Bartholdy, das Stammlokal von Robert Schumann, was übrigens das Älteste Kaffeehaus Deutschlands ist. Kommen Sie an den Ort, an dem Edvard Grieg die berühmte Peer-Gynt-Suite komponierte, besuchen Sie das Gymnasium von Richard Wagner, oder gehen Sie zum Geburtsort von Clara Wiek.

    Im Gewandhaus spielt auch heute ein Orchester von Weltruhm. Die Liste der Kapellmeister liest sich wie das who is who für Freunde klassischer Musik. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wilhelm Furtwängler, Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und natürlich Kurt Masur. Unter seiner Ägide wurde das neue Gewandhaus am Augustusplatz gebaut. Häufig als beste Architektur der DDR bezeichnet. Hier treffen sich die LIONS am 5. Mai zur Multidistriktversammlung und zum Musikwettbewerb.

    3. Das „Neuseenland“ von Leipzig.

    Kanupark am Markkleeberger See, © Andreas Schmidt, Leipzig

    Einen unglaublichen Wandel hat auch das Leipziger Umland erfahren. Hier wurden aus riesigen Braunkohletagebaulöchern insgesamt 23 herrliche Seen. Besonders im Frühjahr und Sommer versprüht die Leipziger Seenlandschaft einen unwiderstehlichen Reiz.

    Auf dem Cospudener See kann man Surfer und Segler beobachten, während man es sich in einem der zahlreichen Restaurants an der Marina schmecken lässt. Oder Sie spielen eine Runde Golf am Ufer des Sees. Am Markkleeberger See gibt es gemütliche Badestellen, die nicht überlaufen sind, genauso wie vielfältige Freizeitmöglichkeiten bspw. Klettergarten und Kanupark. Der Kulkwitzer ist einer der besten Taucherseen in Deutschland. In dem glasklaren Wasser kann man nach einem versenkten Flugzeugswrack tauchen.

    Einige Seen sind miteinander verbunden. Da lohnt die Fahrt mit dem Ausflugsdampfer auch zur schwimmenden Kirche Vineta auf dem Störmthaler See. Das Neuseenland ist über Flüsse und Kanäle an die Leipziger Innenstadt angeschlossen. Auch hier kann man entweder selber paddeln oder mit einem Ausflugsboot fahren.

    4. Shopping

    Shopping in der Petersstraße, © Andreas Schmidt, Leipzig

    In Leipzig gibt es viele kleine Läden und Geschäfte, in denen junge Designer und Kreative ihre Handwerkskunst darbieten. Auf der Karl-Liebknecht-Straße ist ein Schaufenster neben dem anderen. Vor lauter Vielfalt weiß man gar nicht, wo man zuerst einkehren soll. Bei „Goldstein“ zum Beispiel, finden Sie sensationelle Designermöbel, Antiquitäten und neu zusammengesetzte Einzelstücken aus alten Fabriken.

    Auch die Karl-Heine-Straße, im Leipziger Westen, mit ihren Nebenstraßen ist ein Mekka für Kunstinteressierte und Sammler. Am Ende der Straße befindet sich die inzwischen weltberühmte Baumwollspinnerei mit ihren Galerien. Die einst größte Fabrik Europas wurde von der New York Times zu den “Places to Go“ erhoben. Neben Kunst finden sie hier jede Menge Kreatives. Im Salon 21 produzieren die Designerinnen von „Saxonyducks“ und „Gela Hüte“ hochwertige Mode.

    5. Kneipen, Kneipen, Kneipen

    Moritzbastei, © Andreas Schmidt, Leipzig

    Die Leipziger feiern gerne. Und so darf die Vielfalt der Leipziger Gastronomie nicht unerwähnt bleiben. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Zahlreiche Kneipenmeilen laden zum Nachtwandeln ein.

    Auf dem „Drallewatsch“ was auf sächsisch so viel wie „was erleben“ heißt, stehen an lauen Abenden die Tische so eng beieinander, dass man sich mit viel Geduld durch die Gasse schlängeln muss. Man setzt sich einfach an den nächsten Tisch und bestellt ein Getränk. Die Barfußgasse, so heißt die Straße wirklich, geht direkt vom Markt ab.

    Auch in der Gottschedstraße, am Rande der Innenstadt können Sie noch bis tief in die Nacht ausgehen. In Bars wie der „Barcelona“ oder dem „Piloten“ trifft man Schauspieler, die nach der Vorstellung auf den umliegenden Bühnen noch einen Absacker nehmen.

    In der Münzgasse und der sich anschließenden Karl-Liebknecht-Straße finden Sie Kneipen und Restaurants von Internationaler Küche und Flair. Ihr spürt man die Internationalität, die Leipzig seit Jahrhunderten ausmacht am Deutlichsten.

    Die Moritzbastei das abwechslungsreichstes Kulturzentrum der Stadt. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts errichteten Leipziger Studenten, darunter auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel, aus einem verschütteten Teil der über 400 Jahre alten Stadtbefestigung einen riesigen Club. In den imposanten Gewölben, die in mehreren Etagen unter die Erde reichen, befinden sich Bars, Cafés und Konzerthallen. Sie haben die Gelegenheit zum Get together am 4. Mai zusammen mit den Leos in diesem imposanten Räumen zu feiern.

    6. Museen, Sammlungen & Galerien

    © Robert Geibel, Leipzig

    Die alte Bürgerstadt Leipzig hat mehr als 50 Museen zu bieten. Vom Ägyptischen Museum bis zum Zeitgeschichtlichen Forum gibt es in der Stadt von der Antike bis zum Mauerfall vieles zu entdecken. Und so dürfte für jeden Interessenten etwas dabei sein. In der Musikstadt finden Liebhaber beispielsweise das Museum für Musikinstrumente oder das Bachmuseum. Die Autostadt bietet mit dem Da Capo Oldtimermuseum auch eine sehenswerte Automobilausstellung.

    Neben den hochkarätigen Kunstsammlungen in der Innenstadt, empfiehlt sich ein Besuch im Deutschen Fotomuseum im Agrapark. Das Haus zeigt 3000 Kameras aus drei Jahrhunderten und eine beeindruckende Sammlung historischer Aufnahmen. Von frühen Daguerreotypien, zu sehen ist beispielsweise die junge Kaiserin Elisabeth „Sisi“, folgt der Besucher, in dem Guggenheim ähnlichen Bau, quasi einem Zeitstrahl. Vorbei an historischen Aufnahmen und Porträts von Romy Schneider, Kennedy oder Marilyn Monroe wandelt man zu renommierten Fotografen der Gegenwartsfotografie. Außer der Dauerausstellung zeigt das Deutsche Fotomuseum ständig wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler.

    7. Klein Venedig

    Buntgarnwerke & Naherholung auf der Weißen Elster, © Andreas Schmidt, Leipzig

    Die Brückenstadt Leipzig hat mit 457 Brücken vierundfünfzig mehr als die Stadt an der Lagune. Man könnte bei Venedig rein Brückentechnisch also von einem „Klein Leipzig“ sprechen. Aber so vermessen wollen wir nicht sein. Mit den 5 Flüssen und etlichen Mühlgräben und Kanälen wurde die Stadt quasi ans Wasser gebaut. Leipzig ist prima vom Boot aus zu erkunden. Verschiedene Bootsverleiher bieten Paddel- und Ruderboote an, mit denen man von der Innenstadt bis in die Seen im Leipziger Süden gelangt. Man fährt dazu durch den Auwald, der die Stadt von Süd nach Nord wie ein grünes Band durchzieht.

    Auch lohnt eine Fahrt mit der „MS Weltfrieden“. Das Motorschiffchen, aus frühen DDR Tagen, bietet Fahrten entlang der aufregenden Industriearchitektur vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Die Stadtteile Plagwitz und Schleußig sind mit ihren Wasserstraßen herrlich erschlossen. An den Ufern gibt es Kneipen und Restaurants, deren Terrassen zum Teil schwimmend auf den Kanälen treiben.

    8. Die friedliche Revolution

    Nikolaikirche zu Leipzig, © Andreas Schmidt, Leipzig

    Ohne den Mut der Leipziger wäre die DDR wohl nicht so einfach untergegangen. Im Herbst 1989 gingen trotz eines von den Staatsoberen ausgegebenen Schießbefehls 70000 Menschen auf die Straße, um gegen das kommunistische Regime zu demonstrieren. Immer montags übrigens. Daher kommt der Begriff Montagsdemo.

    Schon in den Wochen und Monaten davor gab es in der Nikolaikirche Friedensgebete. Besuchen Sie St. Nikolai und halten Sie inne und gedenken dem Mut der Leipziger.

    Nach den Friedensgebeten verlagerten sich die Proteste auf den Kirchhof davor. Heute befinden sich auf diesem Platz verschiede Denkmale. Die Nikolaisäule, eine Replik der Säulen innerhalb der Kirche, soll daran erinnern, wie der Aufbruch aus dem Gotteshaus heraus in die Öffentlichkeit kam.

    Irgendwann gingen so viele Menschen auf die Straße, dass sich die Demonstrationen auf den Innenstadtring verlagerten. Die Menschen hatten Kerzen in den Händen und riefen „keine Gewalt“. Es fiel kein einziger Schuss. Das machte den Herbst ´89 zur friedlichen Revolution. Ein Begriff auf den die Leipziger zu Recht stolz sind, und der den Menschen hier mehr bedeutet als der Begriff „Wende“. Der wurde nebenbei bemerkt, nämlich vom Honecker Nachfolger Egon Krenz geprägt.

    Die Demonstrationen führten auch zur „Runden Ecke“, dem Gebäude in dem die Staatssicherheit ihren Sitz hatte. Heute ist hier ein eindrucksvolles Museum untergebracht, in dem zu sehen ist, mit welchen perfiden Methoden die Stasi die Bevölkerung in der DDR schikanierte. Ein Bürgerkomitee hat das authentische Umfeld so erhalten, dass die Gäste etwas von der Atmosphäre erahnen können, die bis 1989 hier herrschte.

    9. Der Zoo

    Gondwanaland im Zoo Leipzig, © Andreas Schmidt, Leipzig

    Der Zoo Leipzig gilt als einer der schönsten und artenreichsten in Deutschland. Seit dem Jahr zweitausend wird das Areal artgerecht zum Zoo der Zukunft umgestaltet. Hier leben die Tiere in Gehegen, die ihrem natürlichen Umfeld nachempfunden sind. In dem Zoo sind die Landschaften der verschiedensten Kontinente nachgebildet. Besuchen Sie die Elefanten, wenn sie in einer Asiatischen Tempelanlage baden gehen, setzen Sie sich auf die Terrasse einer afrikanischen Lodge und lassen Zebras und Giraffen an sich vorbeiziehen oder beobachten Sie die Menschenaffen im Pongoland.

    Das Gondwanaland, mit 16.500 Quadratmeter die größte Tropenhalle Europas, ist nach dem Urkontinent auf der Südhalbkugel benannt. Hier leben 100 Tierarten und es werden 17.000 tropische Pflanzen gezeigt. Dem Besucher soll die ursprüngliche Einheit der Kontinente Asien, Südamerika und Afrika vor Augen geführt werden. Außer einem ausgedehnten Spaziergang ist hier auch eine Erkundung mit dem Boot auf dem „Urfluss Gamanil“ möglich.

    10. Die Sportstadt

    Leipzig ist Sportstadt. So viel steht fest. In Leipzig wurde am 28. Januar 1900 der Deutsche Fußball-Bund gegründet. Das Gebäude steht noch heute in der Büttnerstraße 10. Der erste deutsche Fußballmeister, klar, kommt aus Leipzig. Der VfB holte 1903 den ersten Titel. Wer neben dem KDL mal kurz ins Stadion will; am 5. Mai spielt übrigens RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg.

    Der SC DHfK Leipzig ist der erfolgreichste Sportverein der Welt! Mit insgesamt 384 bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen errungenen Medaillen ist kein Verein erfolgreicher.

    Galopp hat in Leipzig Tradition. Im Herzen der Stadt befindet sich die Pferderennbahn Scheibenholz. Die 150 Jahre alte Rennbahn ist die älteste Sportstätte in Leipzig. Wer schon ein paar Tage vor dem Kongress anreist, kann am 1. Mai zum Aufgalopp kommen. Ein Event, welches für die Leipziger fest im Terminkalender steht.

    Wem das zu wenige Pferdestärken sind, für den empfiehlt sich ein Ausflug ins Leipziger Porsche-Werk. Auf der werkseigenen Rennstrecke kann man mit einem Porsche nach entsprechender Instruktion über die Piste rasen, ein Erlebnis für Motorsportfreunde. Die Piste ist legendären Rennabschnitten nachempfunden. Spa-Francorchamp, Laguna Seca, Nürburgring oder die berüchtigte Parabolica aus Monza – das alles mitten in Leipzig.