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    Lions sponsern für den KDL2020 Spaziergang auf Fingerspitzen

    Foto: Bremische Bürgerschaft

    Gestaltet hat das Modell der Künstler Felix Brörken, finanziert haben es die Bremer Lions-Clubs und einzelne Spender, enthüllt unter anderem die Schirmherren, Bürgerschaftspräsidentin Antje Grotheer und der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück. Angenommen für den Senat hat das Geschenk Wirtschafts-Staatsrat Ekkehart Siering. Mit dem Geschenk an die Stadt wollen die Lions auf ihren Kongress Deutscher Lions im Mai 2020 in Bremen aufmerksam machen.

    Der Künstler Felix Brörken beim Festakt in der Bürgerschaft. Foto: Bremische Bürgerschaft

    Vollkommen begeistert zeigte sich Präsidentin Grotheer über die Qualität, insbesondere die Feingliedrigkeit und Genauigkeit des Kunstwerkes. Sogar das Stadtmodell selbst ist bereits eingearbeitet. Wichtige Gebäude sind in Braille-Schrift erläutert. Mit dem Modell bekommt die Stadt einen neuen Treffpunkt, einen neuen Ausgangspunkt für Führungen. Die Anziehungskraft zeigte sich schon während und nach der Enthüllung, auch zahlreiche Passanten studierten das Modell mit großem Interesse und machten davon viele Fotos. Präsidentin Grotheer dankte den Lions für ihre Spendenbereitschaft und für die konsequente Umsetzung des Projektes. „Alles ist doch viel schneller umgesetzt worden, als geplant. Das ist ein schöner Beweis, wie man in Bremen erfolgreich arbeiten kann, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Auch die Behörden bezog sie dabei ein, denn die Unterstützung durch die Behörden war laut Lions-Organisator Alexander Jamnig „fantastisch“. Antje Grotheer dankte den Lions für ihre umfangreiche gemeinnützige Arbeit, die sich nicht in Geldspenden erschöpfe, sondern oft auch darin bestehe, Zeit und persönliches Engagement einzusetzen. Sie betonte dabei wie wichtig gemeinnützige Arbeit für den Zusammenhalt einer immer stärker auseinander driftenden Gesellschaft ist.

    Schirmherr Dr. Steinbrück machte als Blinder aufschlussreich deutlich, worin der besondere Wert dieses Modells liegt: „Sehende haben immer sofort einen gesamten Überblick, sie sehen einen Elefanten ganz. Der Blinde ertastet immer die Einzelteile und muss sie im Kopf ohne den Sehsinn zusammensetzen. Mit dem Modell bekomme ich jetzt einen ‚Überblick‘ über die ganze Innenstadt von Bremen.“ Und auch für Sehende sei es doch toll, einen Blick auf das Ganze werfen zu können und an diesem neuen Treffpunkt in Kontakt zu kommen.

    Dankesworte fand auch Lions Distrikt-Govenor Helmuth Zander für die Bremer Lions-Freunde und insbesondere für den unermüdlichen Motor des Projektes, Alexander Jamnig. Zander freute sich über den prominenten Platz direkt gegenüber dem Weltkulturerbe Rathaus und Roland und dem Dom. Er übergab offiziell die Schenkungsurkunde an Staatsrat Siering. Der freute sich nicht nur über das Modell, sondern auch über den Kongress im nächsten Jahr, der über 1.000 Lions zum Thema „Raumfahrt ι Umwelt ι Zukunft“ in die Hansestadt locken wird. Siering: „Es ist ein gutes Signal an die Gäste, dass wir mit dem Modell, einem Aushängeschild für Bremen, zeigen, dass wir auch die Anliegen der blinden und sehbehinderten Menschen ernst nehmen.“ Das passte dann doch optimal zum Grundanliegen der Lions Clubs seit 100 Jahren.