Lions Mitglieder unterstützen Kinder Spende für "Feuerkinder"

Bild: von rechts: Lions-Präsident Herbert Brumm, Dr. Gerd Hohenberger, Ralf Lenik, Schatzmeister Lions Club Altmühltal.

Bereits Ende Mai 2019 fand der traditionelle Spendenlauf der Grundschüler an der Bezirkssportanlage statt (TK berichtete). Die allermeisten der rund 500 Kinder wurden dabei durch Spenden je gelaufenem Kilometer von Sponsoren aus der eigenen Familie unterstützt. Jeder gelaufene Kilometer erbrachte bares Geld. Der Erlös ging diesmal u.a. an die „Klinik-Clowns“.

Da aus unterschiedlichen Gründen nicht alle Kinder finanzielle Unterstützung bekamen, übernahmen das kurzerhand die Mitglieder des Lions Club Altmühltal. So kamen am Ende weitere 500 € zusammen, die jetzt an den Verein „Feuerkinder“ (www.feuerkinder.de) übergeben wurden.

Ärzte und Ärztinnen au Deutschland operieren ehrenamtlich in Tansania seit knapp 20 Jahren Kinder, die bei Verbrennungen durch offene Feuerstellen in ihren Hütten schwere Verletzungen erleiden. Durch Vernarbungen und Schonhaltungen aber auch durch Mangelernährung treten dort zusätzlich deformierte Extremitäten, Klumpfüße oder Sichelbeine auf. Der medizinischen Behandlung dieser Kinder kommt jetzt die Spende zugute.

Für den Verein „Feuerkinder“ bedankte sich der gebürtige Weißenburger Kinderorthopäde Dr. Gerd Hohenberger aus Fulda bei einem Besuch in Treuchtlingen. Er hat selbst mehrfach Operationen in Tansania ausgeführt. Hohenberger sicherte zu, dass die Aktion an der Treuchtlinger Grundschule vielen betroffenen Kindern in Tansania unmittelbar helfen wird, ein weitgehend normales Leben zu führen. „Laufen, das werden Mädchen und Jungs nach der Operation erstmals in ihrem Leben richtig können, auch springen, tanzen oder Fußballspielen.“

Alle für die medizinische Hilfe sowie Betreuung von Familien behinderter Kinder notwendigen Gelder werden ausschließlich durch Spenden aufgebracht. Herbert Brumm, aktueller Präsident des Lions-Club Altmühltal und als Rektor der Grundschule Initiator des „Laufens für Kinder“, ist von dem selbstlosen ärztlichen Engagement des Vereins in Ostafrika beeindruckt und hat Dr. Hohenberger bereits zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung vor dem Sponsorenlauf im kommenden Jahr eingeladen.