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Der Club aus Arnsberg und Sundern feiert in diesem Jahr den 60. Geburtstag.

Der Club aus Arnsberg und Sundern feiert in diesem Jahr den 60. Geburtstag.

Präsident Ulli Scheele

Denn in diesem Jahr des Gründungsjubiläums des Lions Clubs veranstaltet der Förderverein ein dreitägiges Charity-Event im Sauerlandtheater Arnsberg Ende November. An den drei Abenden führen Schauspielgruppen des bekannten Spielwerks Arnsberg das Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach auf.

In dem Jubiläumsjahr möchte der Lions Club Arnsberg-Sundern (LC) unter anderem mit den Aufführungen das Engagement und das Wirken der Organisation den Bürgerinnen und Bürger besser vermitteln. Dem elitären Ansehen des Lions Clubs aus der Bevölkerung ist sich LC-Präsident Ulrich Scheele durchaus bewusst. „Wir sind für viele Arnsberger nicht wirklich greifbar“, sagt er.

Neun Clubs im HSK

So unterstütze der Förderverein seit 1960 soziale Projekte in der Umgebung und weltweit und organisiere „Fundraising-Aktivitäten“, dessen Einnahmen gespendet werden. Und auch bei Notsituationen wie der aktuellen Unwetterkatastrophe in einigen Teilen im Westen Deutschlands sei man aktiv und sammle Spenden. „Wo die Not am größten ist, da ist auch ein Lion“, sagt Club-Mitglied Egon Kämmerer.

Und dass dieses Netzwerk im Hochsauerlandkreis immer größer werde, sei ebenfalls auf den Lions Club Arnsberg-Sundern zurückzuführen. Mit seiner Gründung vor 60 Jahren startete der Förderverein den selbst ernannten „Lionismus“ im HSK. Mittlerweile gibt es neun weitere Organisationen mit insgesamt etwa 300 Mitglieder. So engagiert sich die Organisation unter anderem in der Behindertenarbeit in Arnsberg und Sundern, verleiht einen Jugendsozialpreis und unterstützt die Tafel Arnsberg.

Zum „Leuchtturmprojekt“ des Lions Clubs gehört die Förderarbeit der Hospizdienste in Arnsberg und Sundern. In den vergangenen 20 Jahren spendete der LC insgesamt etwa 300.000 Euro an die Freundes- und Förderkreise des Hospiz Raphael und an die Hospizstiftung.

Und auch die kompletten Einnahmen der Theateraufführungen im November sollen jeweils zur Hälfte an das Hospiz und an das Katholische Jugendbegegnungszentrum in Arnsberg gehen. Dort verbrachte auch der LC-Präsident Ulrich Scheele einige Tage seiner Jugend. „Es ist schön, nach etwa 40 Jahren nun etwas zurückzugeben.“

Dass der Lions Club für das geplante dreitägige Event keine Kosten tragen muss, verdankt die Organisation Sponsoren wie der Firma Gebro Herwig Haustechnik, der Sparkasse Arnsberg-Sundern, der Mühlenbäckerei Vielhaber sowie der Stadt Arnsberg, die die Finanzierung der Veranstaltung tragen.

Zuschauer werden zu Schöffen

Und mit der Lizenzvereinbarung für das Theaterstück „Terror“ von Ferdinand von Schirach ist dem Lions Club in Zusammenarbeit mit dem Spielwerk Arnsberg etwas Besonderes gelungen: Denn in der Regel werden die Rechte dafür nur selten an Laien-Schauspielgruppen vergeben. „Ich habe schon länger mit dem Stück geliebäugelt“, sagt Susanne Gieseke, die zusammen mit Gabi Renner die Aufführungen als Regisseurin leitet.

Doch die Corona-Pandemie schränkt die Theaterarbeiten ein: Erst eine Probe innerhalb von etwa vier Wochen konnten die Schauspielerinnen und Schauspieler absolvieren. Und „Terror“ sei mit vielen Textpassagen ohnehin eine Herausforderung. In dem Stück werden die Gäste im Publikum zu Schöffen:

Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein voll besetztes Fußballstadion zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben. Jetzt steht er vor Gericht und die Zuschauer entscheiden: Verurteilung oder Freispruch? Spannend bleibt, wie die jeweiligen Gäste an den drei Tagen im Sauerlandmuseum entscheiden, wenn der Lions Club Arnsberg-Sundern den „Terror“ präsentiert.

Nicolas Stange


 

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