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    Jubiläum eines großen Hilfswerkes

    Andreas Cloer und Egon Kämmerer (beide LC Arnsberg-Sundern) und Andreas Amft (LC Neheim-Hüsten) legen aber mehr Wert auf kontinuierliche Aktionen. Foto: Ted Jones
    100 Jahre Lions: Das wollen auch die örtlichen Lions-Clubs feiern. Andreas Cloer und Egon Kämmerer (beide LC Arnsberg-Sundern) und Andreas Amft (LC Neheim-Hüsten) legen aber mehr Wert auf kontinuierliche Aktionen. Foto: Ted Jones

    Die Zahl 100 steht bei der weltweiten Lions-Bewegung in diesem Jahr im Mittelpunkt. Der Charityclub feiert sein 100-jähriges Bestehen. Für die beiden örtlichen Lions-Clubs Arnsberg-Sundern und Neheim-Hüsten ist auch das bedeutend, aber kein Grund jetzt in Hyperaktivismus zu verfallen. „Für uns ist die kontinuierliche Unterstützung von wichtigen Projekten vorrangig“, sagen die Präsidenten Andreas Cloer und Andreas Amft.

    Und doch blicken die Clubs auf das „Hundertjährige“ – vor allem deshalb, um auf die Verdienste der Bewegung hinzuweisen. International steckten die Lions mit ihrer Stiftung in den vergangenen 50 Jahren rund eine Milliarde Dollar in humanitäre Projekte. Deutsche Lions Clubs unterstützten in der Vergangenheit Projekte mit 28 Millionen Euro/Jahr.

    Und lokal? Der 1960 gegründete LC Arnsberg-Sundern – der erste Lions Club im Hochsauerlandkreis - erlöste mit seinen Activities in den letzten 20 Jahren allein für die Hospizarbeit in Arnsberg 300 000 Euro.. Zahlreiche andere Projekte wurden ebenfalls unterstützt. Auch der LC Neheim-Hüsten konnte in den vergangenen 15 Jahren mehr als 400 000 Euro für soziale Projekte ausschütten.

    Für beide Clubs eine der wichtigsten Aktivitäten ist der Verkauf der Adventskalender, die jährlich jeweils rund 25 000 Euro Erlös bringen. Beide Clubs können so verlässliche lokale Hilfe leisten und setzen dabei eigene Schwerpunkte. Förderung von Hospiz-, Behinderten- und Jugendarbeit, Unterstützung bei der Sprachförderung und Integration und Hilfe für Menschen in sozialen Schieflagen. Auch die Arnsberger Tafel wird immer begünstigt. „Wir kümmern uns vor allem um Kinder, weil die ihr Schicksal oft noch nicht selber in die Hand nehmen können“, sagt Andreas Amft vom LC Neheim-Hüsten.

    Wichtig ist beiden Clubs: Es geht nicht darum, nur die Brieftasche zu öffen, sondern um das Anpacken. „Elitäres Gehopse und Gehabe sind nicht unser Ding“, sagt Andreas Cloer (LC Arnsberg-Sundern), „wir stürzen uns lieber selber in die Arbeit". Dafür muss ein Club funktionieren. Das ist echtes Engagement“. Sein Präsidentenkollege Andreas Amft konkretisiert das: „Auch wir sind nur ein kleines Zahnrädchen im Getriebe“, sagt er, „aber oft können wir eine Initialzündung sein und durch unsere Netzwerke helfen“.

    Das persönliche Erleben ist den Lions dabei wichtig. Begeistert erzählen beide Präsidenten von Begegnungen mit Menschen, die Hilfe brauchen. Sei es beim Fest für und mit behinderten Mitmenschen oder beim Begleitservice für gehandicapte Menschen auf der Hüstener Kirmes. „Das sind tolle Erlebnisse“, sagt Andreas Cloer.

    Jubiläum gefeiert wird auch lokal: 100 Sicherheitswesten an Schüler in Arnsberg und Sundern werden wieder verteilt. Und eine von 100 Wander-Etappen zum Lions-Jubiläumsfest in Berlin führt am 20. April auch von Neheim zum Möhnesee. Zur Jubiläums-Lions-Convention nach Chicago vom 30. Juni bis 4. Juli wollen ebenfalls einige Mitglieder beider Clubs fahren.

    Martin Haselhorst