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    "Glücksbringer" in Sundern unterwegs

    "Glücksbringer" in Sundern unterwegs

    "Glücksbringer" steht seitlich auf dem Fahrzeug - und das ist es wirklich für Viele. Foto Diana Ranke

    Denn pro Fahrzeug werden wöchentlich rund drei Tonnen Lebensmittel transportiert, erklärte der Vorsitzende des LC. „Wir freuen uns, dieses große Engagement unterstützen zu können!“  8.000 Euro Budget aus der Adventskalender-Aktion wollte der LC wieder spenden. Dann habe er erfahren, dass es ein Projekt der „Stiftung Life“ gibt, die damit die Tafeln in Deutschland unterstützt: Jeden Monat bringt sie mit Unterstützung der örtlichen Lions-Clubs einen Kühltransporter auf den Weg. 
    Die Spendensumme betrug 8.300 Euro, der Lions-District gab nochmal 2.700 Euro zusätzlich, die Stiftung Life unterstützt mit 10.000 Euro. „Zulieferer und Aggregate-Hersteller haben uns einen Rabatt von 16.000 Euro gegeben“, so Kämmerer.

    Tafel hofft auf weiteren Sponsor
    Im Moment gibt es einen zu finanzierenden Rest von 9.000 Euro, den die Tafel erstmal übernimmt. „Wir hoffen natürlich, dass wir dafür noch einen Sponsor finden“, erklärte die erste Vorsitzende der Arnsberger Tafel Gisela Cloer, die sich herzlich für das große Geschenk bedankte. „Ich konnte unser Glück kaum fassen, als ich von dem neuen Fahrzeug erfuhr. Dadurch wird unsere Arbeit wesentlich erleichtert.“ Und zwar nicht nur in Sundern, sondern auch in Arnsberg und Neheim. Denn jetzt kann ganz anders geplant, die Fahrzeuge können optimal eingesetzt werden. Und Sprit wird schließlich auch gespart, denn das Fahrzeug ist vor Ort. „Glücksbringer“ steht in großen Buchstaben seitlich auf dem Fahrzeug - und das ist es wirklich für viele Sunderner. 220 Personen und 50 Kinder unter 18 Jahren werden in Sundern durch die Tafel unterstützt, davon 62 Haushalte mit nur einer Person. In Arnsberg sind es 146 Personen und 46 Kinder unter 18 Jahren, davon 87 Haushalte mit nur einer Person und 24 Haushalte, die zu Hause beliefert werden.


    "Relativ viel Kritik"
    Die Arbeit der Tafeln sei nicht unumstritten, erklärte Cloer, sie bekämen relativ viel Kritik. „Aber die Leute müssen ihre Bedürftigkeit nachweisen, um etwas zu bekommen“, betont sie. „Es ist mein überzeugtes Anliegen, überschüssige Lebensmittel weiterzugeben statt in den Müll zu werfen. Die Tafel übernimmt Verantwortung, wenn sie den Überfluss an Bedürftige weitergibt. Mein Ziel wäre es, dass die Tafeln überflüssig werden - aber das werden wir nicht schaffen.“