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Starkregenereignisse: Lions Club Arnsberg-Sundern sammelt Gelder für Familie

Starkregenereignisse: Lions Club Arnsberg-Sundern sammelt Gelder für Familie

Ein Bild von den Schäden machten sich Detlef Lins, Ulrich Scheele und Egon Kämmerer vom Lions Club Arnsberg-Sundern. Foto: André Geißler
Ein Bild von den Schäden machten sich Detlef Lins, Ulrich Scheele und Egon Kämmerer vom Lions Club Arnsberg-Sundern. Foto: André Geißler

Recklinghausen – „Es war ein doppelter Schock für uns. Schon im Juni stand unser gesamter Garten, die Garage und die untenliegende Wohnung unter Wasser. Kaum waren die ersten Schäden ein wenig beseitigt, wurde es dann im Juli besonders schlimm“, blickt Sergeij Waraschag mit Schrecken auf die beiden außergewöhnlichen Starkregenereignisse dieses Sommers zurück.

In ruhiger Lage inmitten grüner Natur, inklusive schönem, kleinen Garten und gemächlichem Plätschern des kleinen Bachs: Gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn Fjodor und seinen Eltern lebt der gebürtige Russe seit sechs Jahren in dem Haus direkt an der hier noch sonst sehr beschaulichen Röhr.

Alle Möbel und Elektrogeräte sind nur noch Schrott

Dass diese idyllische Wohnlage – an der am tiefsten gelegenen (Eng-)Stelle in Recklinghausen, kurz nach der Mündung des Waldbachs in die Röhr – gleichzeitig auch mit Risiken verbunden ist, wurde den Waraschags besonders bei dem Hochwasser im Juli deutlich: „Rund einen Meter und vierzig Zentimeter stand die vermietete Wohnung im Erdgeschoss unter Wasser. Alle Möbel und Elektrogeräte sind nur noch Schrott, Boden und Wände immer noch nicht komplett trocken. Auch unser Auto stand tief im Wasser. Trotz dreimaliger Werkstattreparatur läuft er immer noch nicht wieder rund. Zudem bekommen wir den Gestank aus dem Fahrzeug nicht mehr heraus. Gegen das alles können wir uns hier nicht versichern. Zum Glück ist unserem Mieter und uns selbst nichts passiert“, so Waraschag.

Der Vater und Dachdecker geht davon aus, dass diese Wohnung für eine lange Zeit unbewohnbar sein wird. Als Handwerker könne er aber viel selber machen, sodass die Kosten der umfassenden Sanierung auch auf diese Art etwas abgefedert werden könnten: „Ich danke dem Lions-Club für die tolle Unterstützung. Damit kann man schon einiges anfangen.“

Verein hat deutschlandweiten Hochwasserfonds eingerichtet

Nach der verheerenden Flutkatastrophe, die auch Sundern und vielmehr noch das Ahrtal heimgesucht hatte, hatte der gemeinnützige Verein unmittelbar einen deutschlandweiten Hochwasserfonds eingerichtet, dessen Summe in einer Höhe von insgesamt mehr als 28.000 Euro den Betroffenen als sofortige Finanzhilfe zur Verfügung gestellt wurde. Diese Spendensammlung sei eine Sonderaktion, die unabhängig von allen weiteren jährlichen Spendenaktionen ist, erklärte Lions-Präsident Ulli Scheele, der die Familie gemeinsam mit dem Projektleiter „Fluthilfe“ Egon Kämmerer sowie Mitglied Detlef Lins nun vor Ort besuchte: „Meinem Aufruf sind die Mitglieder gerne gefolgt. Für unser Gebiet von Arnsberg und Sundern kam dabei eine beträchtliche Summe zustande, die mit Geldern aus dem Deutschlandfond aufgestockt wurde. Neben der Familie Waraschag können wir noch eine weitere, in besonderem Maße betroffene Familie in Sundern unterstützen.“

Sergeijs Mutter Elisabeth betonte, dass man selbstverständlich ab nun mit einer gewissen Angst leben müsse, den Kopf aber nicht in den Sand stecken wolle: „In erster Linie genießen wir diese tolle Lage am Bach. Wir werden alles Stück um Stück wieder herrichten. Vielleicht können wir die Wohnung auch im nächsten Jahr wieder vermieten. Schön wäre es natürlich, wenn wir ab jetzt für viele Jahre verschont bleiben.“

Erneuter Besuch in etwa einem halben Jahr

Die Verantwortlichen des Lions-Club Arnsberg-Sundern kündigten jedenfalls an, sich bei einem erneuten Besuch in etwa einem halben Jahr über den aktuellen Stand informieren zu wollen.

André Geißler

Das Haus von Familie Waraschag hat das Hochwasser gleich zwei Mal getroffen. Ein Bild von den Schäden machten sich Detlef Lins, Ulrich Scheele und Egon Kämmerer vom Lions Club Arnsberg-Sundern. Foto: André Geißler

 

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