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Fragen und Antworten (FAQ) rund um den geplanten Skatepark

So ein Skatepark in Bad Nauheim ist schon ein ziemlich großes Projekt. Viele freuen sich darauf, manche haben Bedenken und Vorbehalte und wieder andere einfach noch gar keine Ahnung. Um möglichst viele der Fragen, die es vielleicht schon gibt oder die noch auftreten könnten, gleich zu beantworten, findet sich hier eine erste Sammlung von Aspekten, die ganz sicher weder endgültig noch vollständig ist!

Die folgenden Inhalte sind das Ergebnis der bisherigen Zusammenarbeit der Stadt Bad Nauheim, des Jugendbeirates und des Lions Clubs Bad Nauheim Hessischer Löwe.

Eine grundsätzliche Anmerkung vorweg: Viele der hier zusammengestellten Inhalte sind eng mit der Hoffnung verbunden, dass am Ende die volle Ausbaustufe an dem angedachten Standort realisiert werden kann - wir also in der Lage waren, alle benötigten Mittel zu bekommen. Inwieweit uns das gelingt, werden wir auf dieser Homepage und in der lokalen Presse berichten.

Wenn es eine oder mehrere Fragen gibt, die hier nicht auftauchen und beantwortet werden, dann bitte einfach schnell eine Mail schreiben an info@lc-badnauheim-hessischerloewe.de, damit wir die Lücken möglichst schnell schließen können.

Vielen Dank dafür - und jetzt erstmal viel Spaß beim Lesen!

Stand: 06.02.2017

 

1. Warum gerade ein Skatepark?
Das gemeinsame Projekt des Lions Clubs Hessischer Löwe Bad Nauheim und des Jugendbeirats der Stadt Bad Nauheim schafft einen Ort für ein friedliches Miteinander für Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und kultureller Prägungen.

Weil Skaten in hohem Maße integrativ wirkt, ist sportlicher Wettbewerb auch über Sprachbarrieren hinweg möglich. Zudem kann sich Kreativität entfalten, so dass alle Akteure – unabhängig von ihrer Herkunft – soziale Kompetenz erwerben und schulen können. Außerdem kann ein Skatepark zu einem neuen Treffpunkt von Jugendlichen werden, die sich keinem regulären Vereinssport zugehörig fühlen.

Übrigens: Skateboarding wird ab 2020 olympisch. Daran zeigt sich, dass das Interesse und die gesellschaftliche Akzeptanz dieser über 60 Jahre alten Sportart inzwischen enorm gestiegen ist.

 

2. Warum machen das eigentlich die Lions?
Lions sind schon immer dicht an gesellschaftlichen Entwicklungen dran und wollen dort helfen, wo sich andere vielleicht nicht zuständig fühlen. Darum haben wir, der Lions Club Bad Nauheim Hessischer Löwe, uns entschlossen, aus der Skatepark-Idee eine Fundraising-Aktion zu machen. Das heißt, dass wir unsere Freizeit und unsere Kompetenzen dafür einsetzen, dass aus dieser Idee Realität wird. Das Geld, das am Ende hier ausgegeben wird, zahlen darum nicht wir, sondern diejenigen, die wir als Sponsoren und Spender gewinnen können.

Außerdem sind wir von der Arbeit des Bad Nauheimer Jugendbeirats begeistert und finden es bemerkenswert, dass sich bei komplett selbstorganisierten Veranstaltungen, wie zum Beispiel den "Sparkling Vibes", rund 300 jugendliche Helfer aus der Stadt einfinden, um das Ganze auf die Beine zu stellen. Nicht nur deshalb hat unser Club schon mehrfach deren Projekte unterstützt. Als wir dann vom Jugendbeirat vor einiger Zeit gefragt wurden, ob wir bei einem solchen Projekt eventuell „dabei sein“ könnten, waren wir ziemlich schnell davon überzeugt, als Lions helfen zu können!

Bislang hat das auch recht gut funktioniert: Die Stadt steht dem Ganzen seit 2014 offen gegenüber, 2015 konnten wir unseren damaligen Lions-Distrikt-Governor Michael Stritter begeistern - und mit seiner Hilfe sogar unseren Ministerpräsidenten Volker Bouffier als Schirmherrn für das Projekt gewinnen!

 

3. Wieso wurde die Politik nicht vorher gefragt?
Ganz einfach: Weil es beim Fitness-Parcours im Gesundheitsgarten genauso war. Die Stadtverwaltung kennt uns und war vom Skatepark gleich ebenso begeistert. Als auch der Magistrat zustimmte, dachten wir „das läuft“.

Den Fitnessparcours gibt es seit 2013. Er ist inzwischen nicht mehr aus dem Gesundheitsangebot der Stadt wegzudenken.

 

4. Wie teuer wird das und wer bezahlt das Ganze?
Wir gehen im Moment von mindestens 100.000,- Euro aus - die wir aber nicht aus der Kasse unseres Lions Clubs zahlen!
Weil es schon mehrfach falsch in der Zeitung stand: Wir als Lions Club Bad Nauheim Hessischer Löwe werden grundsätzlich keine Investitionskosten tragen. Vielmehr sehen wir uns als Möglichmacher und als Menschen-an-einen-Tisch-Bringer. Im Rahmen einer ehrenamtlich betriebenen Fundraising-Aktion werden wir versuchen, einen oder mehrere Sponsoren für das Projekt zu begeistern, um damit den Bau der Anlage komplett zu finanzieren. Wir sind also nicht die Projektmanager, sondern wollen lediglich verbindendes Element zwischen Stadt, Sponsoren, Nutzern und Drittfirmen sein.

Als Lions Club können wir es uns allerdings grundsätzlich vorstellen, nach Fertigstellung zum Beispiel kostenlose und öffentliche Trainerstunden, Leihboards für Bedürftige oder ähnliches zu finanzieren.

 

5. Gibt es prominente Unterstützer dieses Projekts?
Ja - und darüber sind wir sehr glücklich, fühlen uns unterstützt und gleichzeitig enorm angespornt: Der hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, hat die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Seine Zusage hat er mit folgenden Worten begründet: „Sport begleitet uns von Kindesbeinen bis ins hohe Alter und durchzieht alle Lebensbereiche und Kulturen. Er vermittelt uns ein lebenstaugliches Wertegerüst und eine positive Kraft, die weit über das eigentliche Sporttreiben hinausgeht. Zudem ist er das beste Mittel der Integration. Der geplante Skatepark Bad Nauheim als Ort der Begegnung leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Skaten ist eine Lebenskultur und begeistert Jung und Junggebliebene. Deshalb habe ich gerne die Schirmherrschaft für dieses besondere Projekt übernommen.“

 

6. Ist die Anlage nicht nur für einen kleinen Personenkreis?
Die Anlage ist für unterschiedliche Rollsportarten mit unterschiedlichen Disziplinen geeignet: Skateboarding, Inline, BMX, Stunt-Scooter, aber auch kleine Kinder mit Laufrädern oder Menschen in Rollstühlen werden hier ihren Spaß haben. Hinzukommen die zahlreichen Zuschauer - denn auch wenn man (erst einmal) nicht aktiv werden will, schaut man doch gerne zu! In der Hauptsaison rechnen wir unter der Woche mit mindestens 80 bis 100 Personen pro Tag, die die Anlage aktiv nutzen werden. An den Wochenenden wird es sicherlich erheblich mehr Besucher geben.

 

7. Welche Zielgruppen soll der Skatepark erreichen?
Möglichst viele. Vor allem Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wobei die Profis als Altersuntergrenze etwa 7-8 Jahre empfehlen. Interessant wird dieser Skatepark vor allem für Skateboarder, Inlineskater, BMX und Stunt-Scooter sein, wobei auch kleinere Kinder mit Laufrädern oder Menschen in Rollstühlen hier ihren Spaß haben werden - ganz zu schweigen von denen, die sich das bunte Treiben einfach nur mal anschauen wollen...

 

8. Ist auch eine Nutzung mit anderen Rollsportarten möglich?
Die Anlage ist für verschiedene Rollsportarten mit unterschiedlichen Disziplinen konzipiert - also zum Beispiel für Skateboarding, Inline, BMX und Stunt-Scooter.

 

9. Wer wird Bauherr, Eigentümer und Betreiber des Skateparks?
Die Stadt Bad Nauheim. So ein Skatepark ist rein formal wie ein Spielplatz zu behandeln, der daher genauso auch gewartet und gepflegt wird.

 

10. Ähnliche Anlagen gibt es doch schon in Nieder-Mörlen, Friedberg und Karben. Warum also jetzt noch eine in Bad Nauheim bauen?
Eine kurze Erklärung vorweg: Skateboarding und andere Rollsport- und Extremsportarten setzen sich aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen. Die bekanntesten sind:

"Street" (ein Parcours den natürlichen Hindernissen einer Stadt nachempfunden - also beispielsweise Bürgersteige, Bänke, Treppen, Handgeländer)
"Vert/Bowl" (Half-Pipe/Kalifornische Swimmingpool-Imitation)
"Flatland" (eine gerade Fläche ohne Hindernisse, zum allgemeinen Üben und Erlernen neuer Flip- und Freestyletricks, Game of S-K-A-T-E etc.)

Bei den Anlagen in Nieder-Mörlen und Friedberg handelt es sich um reine "Street"-Anlagen die aus Beton-Fertigelementen errichtet wurden. Die darauf platzierten Hindernisse/Rampen sind in Größe, Form und Position leider nicht optimal abgestimmt. Dadurch ist zum Beispiel die Anlage in Nieder-Mörlen für manche Rollsportarten ungeeignet und entspricht im Allgemeinen nicht den Ansprüchen der Nutzer. Weiter fehlt beiden Anlagen die Vielfältigkeit an Hindernissen und macht sie vor allem für Fortgeschrittene schon nach kurzer Zeit unattraktiv.

In Karben wurde eine reine Bowl-Landschaft gebaut. Diese Anlage besteht ausschließlich aus Rampen unterschiedliche Radien. Andere Disziplinen wurden hier nicht berücksichtigt.

Für Bad Nauheim stellen wir uns eine Fläche vor, die den Anforderungen aller genannten Disziplinen und den Ansprüchen von Anfängern, Fortgeschrittenen und Profis gerecht wird. Darum soll der Skatepark von einer erfahrenen Fachfirma gebaut und von einem internationalen Profi-Skateboarder mitentworfen werden. Das macht diesen Skatepark einzigartig und vielseitig.

Der Skatepark wird damit ein neues Aushängeschild der Stadt Bad Nauheim sein und in der Szene auch überregional bekannt werden.

 

11. Welches Einzugsgebiet hat der Skatepark?
Wenn alles klappt, ist der nächste wirklich vergleichbare Skatepark in Köln ("North Brigade").
Dennoch wird der Skatepark in Bad Nauheim andere Hindernisse und Rampenkombinationen beinhalten, was auch Skater anderer Bundesländer regelmäßig nach Bad Nauheim ziehen wird. Die Bahnen in Nieder-Mörlen, Gießen, Friedberg und Karben sind nicht mit dem neuen Skatepark am Goldsteinpark vergleichbar: Diese kleineren Parks begrenzen sich jeweils nur auf eine einzelne Skate-Disziplin. Hier wird also nicht die volle Bandbreite an Schwierigkeiten von Disziplin (Street/Vert/Bowl/Flat) und Rollsportart (Skaten, BMX, Inline, Stunt-Scooter) abgedeckt.

 

12. Wie viele Nutzer wird es geben? Wie hoch ist die Nachfrage?
Prinzipiell kann ein Hindernis immer nur von einer Person befahren werden. Da aktuell rund 35 Hindernisse im Park geplant sind, können also theoretisch 35 Personen gleichzeitig skaten. Da die Arena sicherlich aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet Besucher anziehen wird, kann es also schon mal sein, dass man warten muss. Allerdings ist das Zuschauen ja Teil dieses Sports - um zu sehen, was die anderen draufhaben und an Moves zeigen!

In der Hauptsaison rechnen wir wochentags mit einer täglichen Nutzerzahl von etwa 80-100 Personen, an Wochenenden könnten das aber auch schon mal 250 oder mehr sein. Da die Anlage von einer renommierten Rampen-Firma gebaut wird, erlangt sie allein dadurch schon einen überregionalen Bekanntheitsgrad, so dass sicherlich auch Besucher und Sportler aus anderen Bundesländern vorbeischauen werden.

Des Weiteren wird Rune Glifberg, ein internationaler Profi-Skateboarder, der beispielsweise durch die PlayStation-Spiele "Tony Hawk's Pro Skater" bekannt wurde, an der Planung der Anlage beteiligt sein. Das wird mit ziemlicher Sicherheit das Interesse der Profi-Szene wecken: Somit rechnen wir ab und zu auch mit Besuchern und Demos internationaler Profi-Teams.

 

13. Wer kümmert sich um die Pflege der Anlage?
Auf Grund der Bauweise ist der Pflegeaufwand gering. Für die Müllentsorgung ist die Stadt Bad Nauheim zuständig, was auch für die Reinigung der Fahrfläche von Laub und Erde gilt.
Darüber hinaus werden es die Anlagennutzer selbst sein, die darauf achten werden, dass hier alles ordentlich und heil ist: Andere Einrichtungen dieser Art zeigen, dass regelmäßige und engagierte Nutzer selbst ein großes Interesse daran haben, die Anlage in einem guten Zustand zu halten.

 

14. Ist durch die Anlage mit steigendem Vandalismus im Goldsteinpark zu rechnen?
Durch den Bau einer Fachfirma wird der Skatepark den Anforderungen der Nutzer in großem Maße gerecht. Mit anderen Worten: Die Identifikation der Skater mit dieser Anlage wird so hoch sein, dass sie regelmäßig besucht wird - und dass die Aktiven diesen Ort für sich so wichtig finden, dass sie ihn respektieren und pfleglich behandeln werden. Außerdem ist geplant, hier in regelmäßigen Abständen öffentliche Veranstaltungen durchzuführen, um alte und neue Nutzer mit der Anlage vertraut zu machen und sowohl Teamfähigkeit als auch Verantwortungsbewusstsein zu fördern.

Fazit: Je aktiver diese Fläche genutzt wird, umso weniger hat der Vandalismus eine Chance!

 

15. Ist mit einem hohen Lärmpegel zu rechnen?
Nein, ist es nicht. Zum einen, weil die Anlage in einer Art Becken liegen wird, so dass der Schall weitestgehend am Ort bleibt. Zum anderen weil ausschließlich Lärm dämmende Oberflächen verwendet werden.

 

16. Ist die Nutzung des Skateparks kostenlos?
Definitiv! Der Skatepark soll einen Raum schaffen, in dem sich alle sportlich betätigen können: Kinder auf Laufrädern, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene mit Skateboards, BMX-Rädern, Inlineskates, Rollern, aktive Menschen in Rollstühlen und ganz sicher noch viele andere mehr!

 

17. Gibt es Öffnungs- bzw. Nutzungszeiten der Anlage?
Wie bei anderen öffentlichen Sportstätten gelten auch hier allgemeine Nutzungszeiten. Mit Rücksicht auf das benachbarte Wohngebiet sollte die Anlage ab Sonnenuntergang nicht mehr befahren werden.

 

18. Ist Skaten nicht gefährlich?
So viel ist klar: Jede Sportart birgt ein gewisses Unfallrisiko - und Skaten erfordert sicherlich ein besonders hohes Maß an Selbstdisziplin. Aber jeder Skater erforscht seine persönlichen Leistungsgrenzen und bestimmt das gewünschte Maß an Schwierigkeiten/Herausforderungen selbst. Zusätzlich kann jeder mit einer entsprechenden Schutzausrüstung (Helm, Knie-, Ellenbogen und Handgelenkschützer) größeren Verletzungen vorbeugen. Unfälle, die von einer anderen Person ausgehen, sind hier eher selten. Hinzu kommt, dass das gesamte Design dieser Anlage darauf ausgelegt ist, gut überschaubar zu sein, so dass man sich auch nicht gegenseitig über den Haufen fährt.

 

19. Gibt es sanitäre Einrichtungen?
Ja, die gibt's: Aktuell stehen auf dem Parkplatz vor dem Skatepark im Areal Container-Toiletten. Ein Wasser- und Kanalanschluss ist somit vorhanden und könnte für mögliche Erweiterungen genutzt werden.

 

20. Wird es auch Kurse für Anfänger geben?
Ja, klar! Schließlich werden beim Zuschauen sicherlich viele Leute Lust bekommen, das auch mal auszuprobieren. In den letzten Jahren wurden regelmäßig Anfängerkurse und Turniere in Zusammenarbeit mit dem Jugendbeirat der Stadt Bad Nauheim und dem Jugendhaus Alte Feuerwache organisiert und durchgeführt.

 

21. Kann die Ausrüstung auch ausgeliehen werden? Wenn ja wo?
An dem Punkt arbeiten wir noch - und werden das sicherlich auch noch hinbekommen. Sobald es dazu neue Infos gibt, gibt es die hier!

 

22. Kann ich mich auch engagieren?
Aber ja, gerne! So ein großes Projekt braucht viele helfende Hände an vielen verschiedenen Stellen.
Wer Zeit und Lust hat, mitzumachen, melde sich bitte hier:

www.jugendbeirat-bn.de
www.facebook.com/JugendbeiratBN