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LIONS-Club finanziert Filmband am ehemaligen Drehort Gedenktafel "Die Brücke"

Vor 50 Jahren entstand der vielfach preisgekrönte deutsche Antikriegsfilm „Die Brücke“ von Berhard Wicki in Cham. Darin geht es um sieben sechzehnjährige Gymnasiasten aus einer Klasse, die einige Tage vor Ende des 2. Weltkriegs noch in Uniform gesteckt wurden und nach einer kurzen Einweisung in den Gebrauch von Feuerwaffen – von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt – auf Befehl eine völlig unbedeutende Brücke vor den anrückenden amerikanischen Truppen verteidigen, wobei alle bis auf einen ums Leben kommen.

 

Neben dem Hauptschauplatz des Films an der Florian-Geyer-Brücke vor den Toren der Stadt Cham war auch die damalige Oberrealschule, das heutige Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, als Kaserne der deutschen Wehrmacht ein wichtiger Drehort.

 

Aus diesem Grund sponserte der LIONS-Club Bayerwald mit Sitz in Cham – wie bereits zum 40-jährigen Jubiläum des Films 1999 an der Brücke – ein Edelstahlband mit ca. 30 Szenen, die damals an unserer Schule gedreht wurden. Initiator war wie vor 10 Jahren LIONS-Mitglied und Lehrer am Fraunhofer-Gymnasium, StD Christian Nowotny, ausführender Künstler wiederum OStR Anton Scheubeck. 

Anlässlich eines kleinen Festaktes am 2.3.2010, zu dem über 100 Gäste in die Fraunhofer-Mensa gekommen waren, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur, ehemalige Komparsen und als Ehrengast die in München lebende Witwe von Regisseur Bernhard Wicki, die Schauspielerin, Regisseurin, Autorin und Gründerin des Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds Elisabeth Wicki-Endriss, wurde das neue Filmband im Untergeschoss der Schule offiziell enthüllt.

 

In seiner Begrüßungsansprache wies Oberstudiendirektor Rudolf Reinhardt in einem kurzen Abriss auf die starke Wirkung „eines der härtesten, bittersten Nachkriegsfilme, die je über eine Leinwand liefen“ (Süddeutsche Zeitung), hin, in dem eine in der Zeit des Nationalsozialismus aufgewachsene Jugend mit einem fehlgeleiteten Idealismus zu einem Heldenwahn erzogen wird, der sie konsequent in den politisch missbrauchten Tod für das Vaterland führt.

 

 

Der Schulleiter gab zu verstehen, dass das vom LIONS-Club finanzierte Filmband am ehemaligen Drehort Schule den Jugendlichen die Augen für Themen wie Rechtsradikalismus, Gewalt und Verfolgung von Menschen anderer Herkunft und Religion öffnen und Denkanstöße für ein tolerantes und friedliches Miteinander geben solle und im Unterricht seinen Platz finden werde. OStD Reinhardt bedankte sich herzlich bei LIONS-Präsident Bernhard Bruckbauer für das Engagement des Clubs sowie bei seinen Kollegen OStR Anton Scheubeck und StD Christian Nowotny und schloss mit den Worten: „Film kann die Welt nicht verändern oder verbessern, er kann aber Stimmung schaffen.“

 

 

LIONS-Präsident Bruckbauer gab seiner Freude Ausdruck, dass nunmehr das zweite Filmband realisiert worden sei, und bedankte sich bei Kunsterzieher Toni Scheubeck für dessen kreative Arbeit. Das Anbringen des Filmbandes entspreche den Zielen des Clubs und sei eine hervorragende Möglichkeit, nicht nur die Kinder und Jugendlichen am Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium, sondern alle anderen Besucher der Schule vor Gewalt und Krieg zu warnen.