Besuch der Buß Byproducts GmbH

Betrieb für Schlachtnebenprodukte vom Schwein, Rind und Kalb für den weltweiten Export an der Hüttemannstraße Besuch der Buß Byproducts GmbH

 

Mussum - 17 Lionsfreunde und -damen des LC Bocholt besuchten den Neubau der Firma Buß Byproducts GmbH an der Hüttemannstraße im Industriepark. Wenige Tage vor der Eröffnung führte Geschäftsführer Stefan Buß mit seinem Vater und Firmengründer Ludger Buß durch die beeindruckenden Hallen. Sie sind lebensmitteltechnisch auf dem allerneusten Stand und gut vorbereitet auf die Verarbeitung von Tierprodukten, die alles enthalten – nur kein Fleisch.

Aus den Schlachthöfen von Bocholt und Umgebung werden Sehnen, Knochen oder Innereien geliefert und für die weitere Verwendung und den Versand vorbereitet. So geht kein Haar, also absolut gar nichts, von einem geschlachteten Tier verloren.

Viele Innereien, wie z. B. Bauchspeicheldrüsen, nutzt die Pharmaindustrie, um Insulin und andere lebenswichtige Medikamente herzustellen. Tierblut oder Hörner, zu Hornspänen geraspelt, gelangen in Pflanzendünger: vermutlich, damit Veganer genügend Gemüse ziehen können...

Manche Körperteile von Rind, Schwein und Kalb werden in unseren münsterländischen Küchen nicht mehr so häufig verwendet und der berühmte Bokeltse Knokkepott gibt ja seine seine Geheimnisse nicht preis. Bekannt ist aber, dass ein echter münsterländer Schweine-Uterus in Thailand mit einem leckeren Sößchen als Spezialität serviert wird. Er und andere durchaus essbare Eingeweide sind bei uns mittlerweile verschmäht. Damit sie aber weltweit in passenden Portionen ihre Köche erreichen, ist eine beeindruckende Tiefkühltechnik nötig. Riesige Wärmetauscher vom Format Raumschiff Enterprise kühlen dazu Ammoniak von + 90 °C auf - 40 °C. Dabei helfen zwei Kraftwerke von über 600 kW. Alles landet in einem perfekten „Chaoslager“ für 3.000 Paletten und die Produkte sind dort zur Abholung bereit.

Zum Abschluss wurden die in BBP-Buß-Firmenfarben angenehm gestaltete Verwaltung und die Sozialräume für die Mitarbeiter gezeigt. So bekamen die Lionsfreunde eine besondere Einsicht in ein Gebäude, das demnächst keine Besucher mehr betreten dürfen, um die hohen hygienischen Sicherheitsvorgaben zu gewährleisten. JMT

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