Jumelage mit dem LC Landsmeer – Zeche Zollverein

Jumelage mit dem LC Landsmeer – Zeche Zollverein

Am 21.September startete die diesjährige Jumelage mit unseren Lionsfreunden aus Landsmeer/Nl. Ziel in diesem Jahr war der „Eiffelturm des Ruhrgebietes“, die Zeche Zollverein in Essen, ein bis 1986 noch aktives Steinkohlebergwerk und als Architektur- und Industriedenkmal seit 2001 Bestandteil des Weltkulturerbes der UNESCO.

Kultur und Geselligkeit – ideale Voraussetzungen also für eine wunderbare Jumelage, die die Lionsfreunde Dr. Klaus Winter und Hubert Vennemann für uns organisiert hatten. Selbst an gutes Wetter hatten sie gedacht: Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir uns mit unseren niederländischen Freunden am Samstagmorgen bei der „Bäckerei Bors“ in Hamminkeln. Dort war bei einem ausführlichen Frühstück Gelegenheit, sich kennenzulernen oder alte Erinnerungen aufzufrischen. Anschließend brachen alle ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam im Landsmeerer Bus auf nach Essen. Die Fahrt zur Zeche Zollverein verging nicht nur mit vielen interessanten Gesprächen sowie dem ein oder anderen niederländisch und deutschen Kaltgetränk wie im Fluge, sondern vor allem auch wegen der vielen interessanten Informationen über Bergbau im Allgemeinen und die Zeche Zollverein im Besonderen, die Elke und Klaus Winter in Form eines kurzweiligen Vortrags zusammengestellt hatten. Besonderes Highlight war, dass alles simultan in Deutsch (Klaus Winter) und niederländisch (Elke Winter) vorgetragen wurde. Davon profitierten nicht nur unsere niederländischen Freunde, bei denen Steinkohlebergbau naturgemäß nicht an der Tagesordnung ist, sondern auch wir Lions aus Bocholt -auch nicht unbedingt im Herzen des Reviers - erfuhren viel Wissenswertes über unser Ziel.

Gut vorbereitet und gestärkt – die letzten Bors-Brötchen waren gerade verdrückt – teilte sich die Gruppe nach der Ankunft auf mehrere offene Elektrobähnchen auf, um das weitläufige Zechengelände mit den beiden großen Schachtanlagen und der Kokerei zu erkunden. Selbst heute beeindrucken die Überreste der alten Industrieanlagen und ließen uns erahnen, welche große Ingenieurskunst dahinter steckte, aber auch welch harte Arbeit hier noch vor Jahren geleistet wurde. Beeindruckend war aber auch, was sich bis heute aus diesem Gelände entwickelt hat: moderne Museen, wie das Ruhrmuseum in der umgebauten Kohlenwäsche von Schacht 12 oder das Red-Dot-Design-Museum im ehemaligen Kesselhaus, ein großes Parkgelände, eine Nebenstelle der Universität Folkwang im Zollverein-Kubus wie auch zahlreiche Start-Ups, die sich in den vielen Gebäuden angesiedelt haben, um nur einiges zu nennen. Trotz dieser Fülle von Eindrücken schafften es unsere kompetenten Tourguides uns Bocholter und Landsmeerer Lions in einer guten Stunde einen hervorragenden Eindruck vom Weltkulturerbe zu verschaffen, ohen dass es auch nur ein bisschen langweilig wurde!

So viel geistiger Input machte hungrig und durstig… Zum Mittagsimbiss ließ man sich bei leckerem Bier und regionaltypischen Köstlichkeiten wie Currywurst und Reibeplätzkes im schattigen Biergarten nieder. Natürlich dürfte bei einer typischen Jumelage der klassische „Präsidententrunk“ mit dem „Bocholter Kräuter“ am Ende nicht „fehle(r)n“. Diese Aufgabe wurde fehlerfrei und ohne, dass etwas vom kostbaren Nass verschüttet wurde, mit Bravour erledigt. 

Gegen 16.00 Uhr wurden wir Lions in der umgebauten Kohlenwäsche von Schacht 12 erwartet, dem Ruhr-Museum. Besonders für unsere niederländischen Gäste war der Treffpunkt mit den Rolltreppen in leuchtendem „oranje“ kaum zu verfehlen. Das Ruhr-Museum folgt in seiner Dauerausstellung dem ehemaligen Weg der Kohle und verbindet auf drei Etagen in einer modernen Ausstellungskonzeption Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebiets. Mythen, Bilder und Phänomene des Ruhrgebiets sind ebenso zu sehen wie Dimensionen der Erdgeschichte und die lange Geschichte der Industrialisierung und deren Folgen. In drei Gruppen tauchten wir unter niederländischer und deutscher Führung in die Tiefen des Ruhrgebiets ein und so mancher lernte das Ruhrgebiet noch einmal ganz neu kennen. Wer von uns wusste schon vorher, dass die Redewendung „Weg vom Fenster“ aus dem Ruhrgebiet kommt und das tragische Ende eines Bergmanns mit Staublunge bezeichnet. So ging auch dieser Teil der Jumelage mit vielen interessanten Details und Eindrücken wie im Flug vorbei und nicht wenige von uns nahmen sich vor, hier nicht zum letzten Mal gewesen zu sein. Höhepunkt dieses Programmsteil der Jumelage für die Liebhaber „blau-weißer“ Vereinsfarben war jedoch der Blick vom Dach des Museums in Richtung Gelsenkirchen…

Bei Landgockel, Haniel sein Kabeljau oder einfach nur Knödlkes ging mit einem sehr leckeren Abendessen im Casino Zollverein ein wunderschöner Tag für die Landsmeerer und Bocholter Lions zu Ende. In gemütlicher Runde ließ man den Tag noch einmal Revue passieren und vertiefte die deutsch-niederländische Freundschaft. Gegen 22.00 traf der Bus dann wieder in Hamminkeln ein. Allen hatte es sehr gut gefallen, schon jetzt freuen wir uns auf die Jumelage im nächsten Jahr!

An dieser Stelle sei aber noch einmal ausdrücklich und ganz herzlich Elke und Klaus Winter sowie Ria und Hubert Vennemann gedankt für die hervorragende Organisation dieser schönen Jumelage! Danke Euch! Das war wirklich klasse!

Klaus Schepp

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