Besuch bei der Rheinischen Post

Besichtigung der Redaktion und des Druckzentrums der RP in Düsseldorf Besuch bei der Rheinischen Post

Der letzte Clubabend am 19. Februar war ein "Außentermin". Gerade erst seit sechs Wochen ist das BBV wieder unter dem Dach der Rheinischen Post (RP) - wo es in den Jahren 2000-2009 schon einmal war. Präsident Olav Groß hatte so frühzeitig mit BBV Verleger Jörg Terheyden die Besichtigung der Redaktion und des Druckzentrums der RP in Düsseldorf verabredet, dass wir die erste Gruppe aus Bocholt waren, die dort auf Einladung des BBV zu Gast war. 

 

Vor der Abfahrt erläuterte Jörg Terheyden und der stellvertretende Redaktionsleiter des BBV, Ludwig van der Linde, wie die Lokalredaktion am Europaplatz arbeitet. Seit dem Umzug in das früher von einer Bank genutzte Gebäude an der Kreuzung zur Nobelstr. werden hier auf modernste Art und Weise die Nachrichten des Tages für die gedruckte Ausgabe und für die Online-Ausgabe aufbereitet. Es ist viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl erforderlich, aus der Fülle der Meldungen jene zu identifizieren, die es schließlich in die Zeitung und auf das Internet-Portal schaffen. 

 

Auf der Fahrt nach Düsseldorf erläuterte Jörg Terheyden die Hintergründe des Wechsels vom Verlag Aschendorff und den Westfälischen Nachrichten zur Rheinischen Post. Die umfangreichen Vorarbeiten dauerten 1,5 Jahre. Und obwohl man glaubte, auf vieles gut vorbereitet zu sein, kam Kritik aus der Leserschaft zur Schrift in der Zeitung absolut überraschend. Aber auch hierfür fand sich schnell eine Lösung: die Schriftgröße wurde geändert. 

 

In Düsseldorf wurden wir vom stellvertr. Chefredakteur Horst Thoren mit launischen Worten begrüßt und anschließend durch die Redaktionsräume geführt. Bei mehr als einem "Werbeblock für das BBV" erläuterte er, warum die RP froh ist, Partner des BBV zu sein und erklärte, dass "der harte Verhandler" Jörg Terheyden es geschafft habe, dass das BBV stets die am spätesten gedruckte Lokalausgabe ist. Dies ermöglicht der Lokalredaktion in Bocholt, noch bis kurz vor 23:00 Uhr Aktualisierungen nach Düsseldorf zu geben, die in der Zeitung des Folgetages gedruckt werden. 

 

In der Redaktion sahen wir den "Newsdesk", das Herz der Redaktion. Es unterschied sich nicht wesentlich von dem, was wir vorher auch in Bocholt schon gesehen hatten: hier laufen die Nachrichten bei Blattmachern und Redakteuren zusammen, die Redakteure analysieren und bewerten Themen und bereiten sie für die Print- und die Online-Ausgabe auf. Herr Thoren stellte uns auch das seit  2017 für alle Lokalredaktionen im Einsatz befindliche "Listening Center" vor. Das ist ein Analyse-Werkzeug für Themen, die im Internet besonders gute Resonanz haben.  

 

Anschließend besuchten wir die Druckerei. Die Rotationsmaschinen arbeiten an sieben Tagen in der Woche, in drei Schichten. Es werden täglich etwa 600.000 Tageszeitungsexemplare gedruckt. Hinzu kommt eine weit größere Zahl von Anzeigenblättern, Magazinen und Werbedruckaufträgen. Die größte Druckmaschine ist 64 m lang und 18 m hoch. Das Tempo der Druckerzeugung ist gigantisch. Aber auch wir Lions stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass wir Tempo können: das hervorragende Buffet haben wir in Rekordgeschwindigkeit verputzt. Mit einem großen Dank und einigen Erinnerungsfotos machten wir uns auf den Heimweg.