Medien- und Internetsucht bei Jugendlichen

 

Der Lions Club Bonn-Tomburg hat bereits im Jahre 2012 zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention „update“ – ein Verbund von Caritas und Diakonischem Werk – das Gruppenangebot „Reality Adventure“ ins Leben gerufen.

Es zielt darauf ab, exzessiv spielende Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren durch Reflektion des eigenen Verhaltens und durch alternative Freizeitangebote die eigene Spiele- und Mediensucht zu reflektieren. Dabei wird das Ziel verfolgt, der Entwicklung einer möglichen manifesten Suchterkrankung entgegenzuwirken. Hierüberhinaus werden nicht therapierbare Teilnehmer an weitergehende Einrichtungen weitergeleitet.

Zusätzlich wird in Schulen zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention Troisdorf das medienpädagogische Projekt “Chat & Co.“ für die Jahrgangsstufen 5 bis 7 durchgeführt. Ziel sind die Medienkompetenzförderung, Sensibilisierung, Vermittlung von Datenschutzmaßnahmen, Vorbeugung süchtiger Verhaltensweisen und Vorstellung des Suchthilfesystems.  

Auffällig ist, dass in der Altersgruppe der 14 bis 16-Jährigen deutlich mehr Mädchen als Jungen internetabhängig sind. Es wird vermutet, dass Mädchen und junge Frauen besonders empfänglich sind für die Bestätigung, die sie in sozialen Netzwerken finden und dadurch auch eher ein Abhängigkeit entwickeln können. Jungs spielen deutlich häufiger Onlinespiele.

In diesem Sinne hat update ein spezifisches Hilfeangebot für weibliche Jugendliche entwickelt, die bislang noch keine Berührungspunkte mit dem Hilfesystem hatten.

Das Projekt „Reality Adventure just for girls“ wird seit 2016 angeboten. Es ist deutschlandweit einzigartig und wurde durch die Bundesdrogenbeauftragte im Juni 2016 als Projekt des Monats ausgezeichnet.

Der Lions Club wird auch zukünftig dieses erfolgreich Projekt aktiv unterstützen.