Friedensdorf Internationel im Überblick Friedensdorf Oberhausen

Aus luftiger Höhe ein Blick auf das Friedensdorf in Oberhausen-Schmachtendorf. Hier erhalten die Kinder nach ihrem Krankenhausaufenthalt die notwendigen Reha-Maßnahmen.

Die Arbeit des Friedensdorfes besteht im Wesentlichen aus drei Säulen:

1. Medizinische Einzelfallhilfe für kranke und verletzte Kinder, denen in ihrer Heimat nicht geholfen werden kann, die aber durch eine Behandlung in Europa eine Chance auf Heilung haben. 

2. Hilfsprojekte in Kriegs- und Krisengebieten verbessern die medizinische Versorgung vor Ort. 

3. Friedenspädagogische Arbeit fördert humanitäres Bewusstsein und soziales Engagement. Seit 1986 ist das Friedensdorf Bildungswerk staatlich anerkannt.

Die Arbeit von Friedensdorf International ist als mildtätig anerkannt und finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Das DZI-Spendensiegel bestätigt einen verantwortungsvollen, effektiven Umgang mit den Spenden.

Einzelfallhilfe:

Für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten ist die Behandlung in Europa oft die letzte Überlebenschance. Die Einzelfallhilfe von Friedensdorf International setzt ein, wenn die Kinder in ihren Heimatländern nicht mehr medizinisch versorgt werden können. Hierzu werden strenge Kriterien angelegt, um die Kinder nicht unnötig von ihren Familien zu trennen:

1. eine medizinische Behandlung in der Heimat ist nicht möglich 

2. eine erfolgreiche Behandlung der Kinder in Europa muss gesichert sein 

3. die Familien, die Partnerorganisationen und die Heimatländer müssen sicherstellen, dass die Kinder nach erfolgter Behandlung zurückkehren können 

4. zusätzlich muss eine soziale Indikation gegeben sein und die tatsächliche Hilfsbedürftigkeit der Familien nachgewiesen werden 

In der Regel werden die Kinder mit internationalen Fluglinien nach Deutschland gebracht, um dann in Zusammenarbeit mit zahlreichen europäischen Kliniken, die die stationären Behandlungen kostenlos übernehmen, versorgt zu werden. Danach werden sie in der eigenen Heimeinrichtung, dem Friedensdorf Oberhausen, aufgenommen und erhalten weitere Rehabilitationsmaßnahmen. Sind diese abgeschlossen, werden die Kinder auf die Rückreise in die Heimat und zu ihren Familien vorbereitet. Natürlich gehört auch Sport, Spiel und Vergnügen zum Programm, ehe die Taschen für die Heimkehr gepackt werden.

Über die Einzelfallhilfe betreut das Friedensdorf ständig bis zu 300 Kinder aus durchschnittlich zehn Nationen. In den letzten Jahren konnten pro Jahr rund 1000 Kinder auf diesem Wege versorgt werden. Die Liste der Länder, aus denen die Kinder kommen, ist lang.

Oft waren die Namen dieser Länder vor Jahren in den Schlagzeilen, wenn es um Krieg, Zerstörung und Elend ging, und vielfach werden sie von den schnelllebigen Schreckensnachrichten aus anderen Gebieten verdrängt. Doch das Leid und die Schmerzen der Kinder dort sind nicht verschwunden.

 

Projekte

Weltweite Projekte helfen, die medizinische und humanitäre Versorgung in Kriegs- und Krisengebieten zu verbessern. Friedensdorf International baute bis heute 15 Friedensdörfer, mehr als 100 Basisgesundheitsstationen, Krankenstationen, Orthopädiewerkstätten etc., förderte sie mit Hilfe der Bundesregierung finanziell und logistisch und übergab sie in die Verantwortlichkeit der Partnerorganisationen vor Ort. Container- und Lkw-Transporte bringen ständig Hilfsgüter, Medikamente und Lebensmittel zu den regierungsunabhängigen Partnerorganisationen. Gemeinsam mit ihnen bemüht sich das Friedensdorf ständig, neue Projekte zu realisieren und deren Finanzierung abzusichern - Hilfen zur Selbsthilfe im Heimatland, die langfristig dafür sorgen sollen, dass die Kinder in der Nähe der Eltern versorgt werden können.

 

Friedensdorf Gemeinschaftsstiftung

Die gesamte Arbeit der Einzelfallhilfe wird aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. So auch der komplette Betrieb des Friedensdorfes. Vor diesem Hintergrund zukunftsweisend ist die Gründung der Friedensdorf Gemeinschaftsstiftung im Jahr 2001. Sinn der Stiftung ist es, die Arbeit langfristig finanziell abzusichern.

Während die "normale" Spende direkt für die laufenden Ausgaben verbraucht wird, werden in die Stiftung eingebrachte Spendengelder, Vermächtnisse oder Immobilien gewinnbringend angelegt. Von den Erträgen kann dann wieder ein Teil der Arbeit des Friedensdorfes finanziert werden. Da nicht die Stiftungs-Einlagen selbst, sondern nur deren Gewinnerträge verbraucht werden, kann langfristig gesehen aus einer zuverlässigen Finanzquelle geschöpft werden. Die Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten wird dadurch unabhängiger von den Unwägbarkeiten eines schwankenden Spendenaufkommens.

 

Weitere Informationen: 

Friedensdorf International, Lanterstr. 21, 46539 Dinslaken

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Heike Bruckmann 

Tel.: 02064 – 4974 133, Fax: - 999, email: offen@friedensdorf.de, www.friedensdorf.de

Spendenkonten:

Stadtsparkasse Oberhausen, Konto 102 400, BLZ 365 500 00

Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe, Konto 111 153, BLZ 352 510 00