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Wenn aus Frustration und gesellschaftlicher Spaltung politisches Programm wird Donald Trump for President

Zu diesem Thema sprach beim Clubabend unser Präsident Sean Harris.

Als studierter Politikwissenschaftler beschäftigte er sich in seiner Masterarbeit mit der amerikanischen Außenpolitik nach dem 11. September 2001. Zudem hat Sean Harris dank seines amerikanischen Vaters die amerikanische Staatsbürgerschaft.

Nach einem Gesamtüberblick über die Wahlergebnisse in den USA stellte er die Verhältnisse am Beispiel des Bundesstaates Michigan genauer vor und beschrieb die Folgen sowohl für das transatlantische Verhältnis wie auch für die amerikanische Innenpolitik.

Insgesamt sieht der Präsident eine Krise der Demokratie, die sich nicht nur in den USA offenbart sondern auch in Europa (Beispiele u.a.: Ungarn, England, Frankreich). Gründe sind eine fortlaufende Partizipationskrise, eine fehlende Klammer zur Identifikation sowie die Globalisierung und den Islamismus als Projektionsflächen für Ängste in gewissen Bevölkerungsgruppen.

Der Vortrag endet mit der Frage: „Was tun?“

Wichtig ist, die Wahl in Amerika weder zu skandalisieren noch zu banalisieren. Die Sprache ist hier der Schlüssel. Teilhabe an der Gesellschaft und Haltung müssen eingefordert werden und die intellektuelle Dekadenz muss bekämpft werden.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Lionsfreunde vom Referat sehr beeindruckt waren und viele Aspekte der Trump-Präsidentschaft Alt und Jung im Lions Club Euskirchen-Nordeifel bewegen.

Alfter, 16.11.2016                                                                              Alexandra Dreiseidler

Von Syrien nach Schweden Schicksal eines Flüchtlings

Besuch der Lions in Syrien 2000 Foto: privat

Im Jahr 2000 fuhr eine Gruppe des Lions Club Euskirchen-Nordeifel nach Syrien und lernte dort den deutschsprachigen Reiseführer Hassan Kharat kennen. Deshalb fanden sich auch viele Lions Freunde im Ernst-Kalkuhl-Gymnasium Bonn ein, um den Vortrag ihres ehemaligen Reiseführers, Hassan Kharat, zu hören.

In drei großen Blöcken berichtete Hassan Kharat begleitet von vielen beeindruckenden Bildern von der Zeit vor dem Krieg in Syrien, von dem immer noch währenden Krieg in Syrien und den Folgen und seinem Leben seit knapp zwei Jahren in Schweden.

Syrien vor dem Krieg war ein normales Land. Die Städte waren lebendig und die Lebensumstände der Menschen waren zufriedenstellend. Besucht wurden die Moscheen, die Basare und auch historische Denkmäler wie z.B. die Reste eines römischen Tempels. Nur eins beklagte insbesondere die Jugend: in ihren Augen fehlten Freiheit und Demokratie unter der autokratischen Führung Assads. Deshalb gingen sie vor sechs Jahren friedlich auf die Straße. Das ging aber nur neun Monate gut. Gewalt und Zerstörung waren die Antworten. Seitdem zerfällt Syrien unter dem Bombenhagel. In vielen Städten steht kein Stein mehr auf dem anderen und die Lebensumstände sind nicht mehr erträglich.

Sechs Millionen Syrer sahen als einzigen Ausweg die Flucht in die Nachbarländer und von der Türkei häufig auch nach Europa. Hassan Kharats Sohn flüchtete über Griechenland nach Schweden. Ihm konnte dann die Familie folgen, weil der Sohn noch minderjährig war.

Seit knapp zwei Jahren lebt die Familie nun in Schweden. Hassan Kharat lernt Schwedisch, Englisch und schwedische Gesellschaftskunde. Syrier in der schwedischen Stadt haben sich mittlerweile organisiert und versuchen mit vielen Aktionen, sich in Schweden zu integrieren.

Hassan Kahrat betonte immer wieder, dass insbesondere die Kontakte von großer Bedeutung sind, um sich kennenzulernen und Verständnis für beide Seiten zu schaffen.

Nach dem einstündigen Vortrag beantwortete Hassan Kharat geduldig die Fragen aus dem Auditorium. Dabei kam immer wieder zum Ausdruck, dass nur das sofortige Ende des Krieges das Land befrieden kann. Hassan Kharat war aber wenig optimistisch, dass das in absehbarer Zukunft eintreten wird.

 

Alfter, 23.11.2016 Alexandra Dreiseidler

Das Naturschutzgebiet im Eschweiler Tal Orchideen und mehr

Foto: Dreiseidler

Zu einer Wanderung trafen sich am Freitag, dem 13.5.2016 um 14.30 Uhr Lionsfreunde mit Anhang, Zahnärzte und Interessierte vor der französischen Bäckerei in Nöthen zur Wanderung ins Eschweiler Tal. Unter exzellenter Leitung von Lionsfreund Prof. Dr. Wolfgang Schumacher wurden die Wanderer auf kleine Pflanzen am Wegrand wie z.B. Kümmel und Schafgabe hingewiesen. Im Wald waren dann die ersten Orchideen zu sehen, z.B. das purpurrote Knabenkraut. So klein wie Vergißmeinnicht wuchs unter den Bäumen am Hang in Enzianblau der blaurote Steinsame. Aber auch große Gewächse fanden die Aufmerksamkeit wie z.B. der wilde Ahorn, die Tollkirsche oder die Elsbeere, auch Schweizer Birne genannt. Das Holz letzterer ist sehr beliebt und z.B. im Kammermusiksaal des Beethovenhauses in Bonn verbaut.

Nach 4,4 km wurde der große Steinbruch aus Kalkablagerungen erreicht. Die Formation entstand als das Eschweiler Tal noch am Äquator lag. Deshalb findet man dort auch noch Korallen.

Zur Freude aller stand an der nächsten Weggabelung Herr Lingscheid mit dem Traktor und fuhr alle wieder zurück zu Kaffee und Kuchen nach Nöthen.

Im internen Bereich finden sich unter Dokumentmanagement --> DMS-Club --> Galerien --> Eschweiler Tal noch weitere Bilder und der gps-Track, falls jemand den Weg noch einmal gehen möchte.