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Umwelt

Kambodscha-Projekt

- Schaffung einer Wasserleitung

Shampura/Indien

- Schaffung eines Brunnens und eines Gartens

   (Bericht von Hermann-Josef Scheidtweiler s.u.)

Eifler Brunnenhilfe/Indien

- Unterstützung der Initiative der kath. Gemeinde S. Johannes, Mechernich

Indianerhilfe Peru

Hermann-Josef Scheidtweiler, Vorsitzender des Hilfswerkes „ Landvolk hilft Landvolk e.V.“ berichtet Indien Activity in Shampura und Sagar

Shampura Foto: Scheidtweiler

Seit 28 Jahren unterstützt unser Club als wohl älteste permanente Activity mehrere Hilfsprojekte in der Diözese Sagar im Bundesstaat Madhya-Pradesh / Zentralindien.

Der Kontakt kam auf einer Indienreise vor 31 Jahren mit einem Thomas-Christ und Carmeliter Pater zustande. Er erzählte und bat um Unterstützung für Entwicklungsprojekte in der neu gegründeten Diözese Sagar. Die Diözese Sagar umfasst ein Gebiet in der Größe von Bayern und gehört zur Bundeshauptstadt Bhopal, wo sich kurz vorher das größte und schlimmste Chemieunglück ereignete. In der Diözese lebten und leben nur wenige Christen, meist Einwanderer aus den Bundesstaaten Goa und Kerala. Es ist eine sehr arme Region mit schlechter Infrastruktur, sehr trockenen Sommern und kalten Wintern. Die ländlichen Gebiete werden überwiegend von Adivasis, den Ureinwohnern Indiens bewohnt.

Unser Club half beim Aufbau eines Entwicklungs-Zentrums für 30 bis 40 Dörfern in einem Gebiet, das nur in der Trockenzeit erreicht werden konnte – in der dreimonatigen Regenzeit waren die Dörfer und 25- bis 30000 Menschen völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Station Tulsipar, inzwischen ein kleines Kloster, wird von Benediktiner-Ordensschwestern geführt als „ Socio-Medical-Awarness-Centre“ mit Krankenambulanz-Station, Schulen, Kindergärten, landwirtschaftlicher Ausbildung, Frauenprojekten sowie Haus-und Gartenausbildung mit Baumschule, Heilpflanzen-Anbau etc. Inzwischen hat auch die Regierung Straßen und Brücken gebaut und ein kleiner Stausee versorgt viele Dörfer mit Wasser.

Ich bin immer wieder überrascht und erfreut, wie durch dieses Zentrum eine vorbildliche Entwicklung stattgefunden hat. Vor 30 Jahren waren noch 99% der Dorfbewohner Analphabeten. Inzwischen haben viele schon eine gute Berufsausbildung und Hochschul-oder Universitäts-Abschluss. Tulsipar gilt in Regierungskreisen als Musterprojekt für ländliche Entwicklung.

Vor ca.15 Jahren haben wir in der Diözese Sagar, etwa 120km von Tulsipar entfernt, ein neues Projekt gefördert. In Shampura gab es seit mehreren Jahren in einem alten, von den Engländern bebauten Militärgelände, ein Waisenhaus . Das Waisenhaus mit einem großen ländlichen Areal gehört dem Bistum und wird von Ordensschwestern geleitet.

Auf diesem Gelände hat unser Club mit Hilfe von BMZ und Lions-Hilfsfond drei Häuser errichtet, die von geistig- und körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen bewohnt werden. Die bis zu 80 Behinderten werden von Franziskanerinnen und Helfern liebevoll betreut, medizinisch versorgt und, wenn eben möglich, einer schulischen Förderung zugeführt.

Da die behinderten Kinder ausnahmslos aus sehr armen Verhältnissen kommen und die indische Regionalverwaltung kein Geld zur Unterstützung dieser Einrichtung zur Verfügung stellt, ist Shampura zur Versorgung und den Unterhalt der Einrichtung voll auf unsere finanzielle Hilfe angewiesen.

Ich bin meinen Lionsfreundinnen und –freunden von ganzem Herzen dankbar für diese große Hilfe und Unterstützung seit vielen Jahren .

Und die Lionsfreundinnen und -freunden danken Hermann-Josef Scheidtweiler und seiner Frau von den immensen Einsatz.