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Clubmotto 2016/2017 "Farbe bekennen!"

Die Anregung erhielt ich beim Besuch unseres Schweizer Freundschaftsclubs, die mit uns eine Führung in Zürich organisiert hatten: „Farbe bekennen – für eine menschliche Schweiz“ heißt es dort.

Als Physiker, der ich mich in meiner Diplomarbeit mit Atomspektroskopie beschäftigt habe, sprach mit der Teil „Farbe“ ohnehin an. In meiner heutigen Hauptbeschäftigung als Berater und Coach ist das „Bekennen“ zum Handeln, also zur Aktivität, ohnehin eine primäre Zielsetzung.

Wir denken zu viel Schwarz-Weiß, also polarisierend und gerne vorurteilsmäßig einstufend, ohne auf die Zwischentöne zu achten (man sehe und höre, dass der Ausdruck ‚Töne’ bei Farben UND Musik – visuell und auditiv – als Begriff üblich ist!). Dazwischen sein, lateinisch „inter esse“, ist angesagt, sprich Interesse zeigen für die Vielfalt des Lebens und der Menschen einschließlich ihrer Besonderheiten.

Der Physiker in mir sagt außerdem, dass „schwarz“ und „weiß“ sowieso keine Farben sind – schwarz erscheinende Flächen reflektieren einfach kein Licht und weiße Flächen sind nur eine vielfältige Mischung. Erst wenn wir das Weiße zerlegen, erkennen wir die Vielfalt der Farben.

Farbige Flächen sind entweder das Ergebnis der Absorption, das heißt, bestimmte farbige Anteile werden einfach verschluckt. Oder sie werden beleuchtet, sei es mit farbigem oder mit gefiltertem Licht. Nur Stoffe, die vorher – mit Energie – angeregt wurden, senden Lichtwellen in definierten Farben aus, geben also die Energie selbst wieder ab.

Analog will ich in meinem Lionsjahr meine Aufgabe betreiben: Energie erzeugen, selbst und zusammen mit meinen Lionsfreunden, die wir dann anderen weiter geben können. Und ich bekenne mich zu der Vielfalt, die Farben beinhalten. Ich bekenne mich dazu, Menschen in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit zu sehen, so wie die Farben in ihren Unterschieden jede für sich einzigartig sind. Ich bekenne mich dazu, die inneren Unterschiede als unsere Stärken zu nutzen statt sie als Trennendes oder als Grenzen zu verstehen.

Wir sollten keine Angst vor der Vielfalt haben, sondern nur vor der Einfalt!

Klaus-Dieter Körwers

 

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