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Friedrich Graf zu Dohna referiert Überwältigendes Interesse an „Schlobitten Vortrag“

Friedrich Graf zu Dohna
Friedrich Graf zu Dohna

Mehr als 350 Menschen aus der gesamten Region folgten der Einladung des Lions Club Grafschaft Hoya zu diesem besonderen, geschichtsträchtigen, und dennoch brandaktuellen Vortrag im Restaurant Dillertal in Bruchhausen-Vilsen.

Der Lions Club Grafschaft Hoya hatte Herrn Friedrich Graf zu Dohna zu Gast, der in seinem Vortrag „Mein Schlobitten/Prökelwitz – unser Treck 1945“ über sein Elternhaus, Schloss Schlobitten mit seinen einzigartigen Kunstwerken, über das Jagdschloss Prökelwitz und den „Schlobitter Flüchtlingstreck“ vorgetragen hat.

In seinem sehr lebendigen und kurzweiligen Vortrag vermochte Graf zu Dohna seine noch heute tief empfundene Liebe zu seiner Heimat nicht zu verbergen. Höchst interessant und bewegend berichtete er über seiner Vater, Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten, Großgrundbesitzer und Gutsherr auf Schloss Schlobitten in Ostpreußen. Sein Vater organisierte und führte Anfang 1945 den größten geschlossenen Flüchtlingstreck aus seiner ostpreußischen Heimat nach Westen in Sicherheit. In diesen sechs Wochen der Flucht wurden über Westpreußen, Pommern, Mecklenburg und Niedersachsen etwa 1.500 Kilometer zurückgelegt. Am 20. März 1945 erreichten mehrere hundert Menschen erschöpft aber zuversichtlich ihr Ziel auf dem Gut der Familie von Behr in der Grafschaft Hoya, wo sich der Treck auflöste.

Neben den vielen Menschen wurde auch 31 Trakhener-Mutterstuten in dem Treck gerettet, durch die maßgeblich der Fortbestand der Trakhenerzucht gesichert wurde.

Durch moderne Computertechnik war das Schloss Schlobitten wieder zum Leben erweckt worden, und den Zuhörern wurde die Gelegenheit gegeben, einen Rundgang durch das digitale Schloss mit seiner immensen Fülle an Kunst zu begleiten. Die Gemälde, das Inventar, das Mobiliar, die Decken bis hin zu den Fußbodenbelegen wurden bis ins Detail nachgebildet. Graf zu Dohna tauchte in dieses digitale Schloss, „sein Zuhause“ ein, und führte die Zuhörer durch das Gebäude, als sei es immer noch da. Versteckte Räume, der Ausblick aus den Erkern über den Park, das Vorwerk: All dieses und viele Anekdoten und Erlebnisse mehr bereicherten seinen Vortag und fesselten die Zuhörer an seinen Lippen.

Graf zu Dohna beendete seinen Vortrag mit dem Ausdruck seines Verständnisses für all die Menschen, die sich heute auf den Weg in eine bessere Welt machen. Auch wenn diese Menschen heute nicht unsere Sprache sprechen oder unsere Kultur kennen, so sind sie doch auf der Suche nach Frieden und Sicherheit – wie die Menschen damals.