• Anmelden

    "A Tribute to Louis Armstrong" Lions Music Night 2019

    Foto v. links: Präsident Wolfgang Sonnabend, Orchesterleiter Max Oestersötebier und Lions-Fördervereinsvorsitzender Gerhard Verch

    Sie werden ihr Programm „A Tribute to Louis Armstrong“ mit New-Orleans-Jazz zum Wohlfühlen präsentieren. Songs wie „A Wonderful World“, „Hello Dolly“ oder „Moon River“ sind nur einige Beispiele, die Bandleader Max Oestersötebier aus Gütersloh mit seiner insgesamt sechsköpfigen Band zum Besten geben wird. Bereichern wird das Konzert Terrence Ngassa, ein afrikanischer Musiker, der nicht nur als der bedeutenste afrikanische Jazztrompeter gilt, sondern auch ein ausgezeichneter Sänger ist. Er spielt ganz im Sinne von Louis Armstrong. Erstmals wird die Band in dieser Konstellation in Gütersloh auftreten und deshalb verspricht Oestersötebier schon jetzt einen ganz besonderen Abend.
    Zahlreiche Sponsoren aus der Region unterstützen finanziell den Abend. Der Erlös geht an die Projekte Lesefrühling, an die Integrationsfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde Verl sowie an die Kinderkochkurse „Die Insel“ der Suppenküche Gütersloh.
    Unter dem Motto „We serve“ unterstützt der Förderverein des Lions Clubs Gütersloh-Wiedenbrück Menschen und Initiativen, um in schwierigen Situationen zu helfen, oder gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen, die von staatlichen Organisationen nicht oder nur unzureichend wahrgenommen werden. Dabei wird der besondere Schwerpunkt auf regionale Projekte gelegt.
    Karten gibt es zum Preis von 19 Euro bei den Gütersloher Zeitungen Die Glocke und Neue Westfälische, Gütersloh Marketing, Minuth Isselhorst sowie bei den Mitgliedern des Lions Clubs Gütersloh-Wiedenbrück. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

     

    Besuch beim Lionsclub Gütersloh- Wiedenbrück

    Die Evangelische Kirche Verl Besuch beim Lionsclub Gütersloh- Wiedenbrück

    Am 10.8.2016 waren Frau Kerstin Nölke und Frau Jutta Witte- Vormittag zu Gast beim Lionsclub Gütersloh Wiedenbrück. Sie hielten einen Vortrag zu der vom Club unterstützten integrativen Arbeit der evangelischen Kichengemeinde Verl.

     

    Frau Kerstin Nölke aus Verl ist Mutter von zwei geistig behinderten Söhnen im Alter von 20 und 26 Jahren. Aus dem Antrieb heraus, für ihre Kinder eine Möglichkeit zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in ihrer Umgebung zu finden, wandte sie sich auf der Suche nach einer Ferienfreizeit letztlich mit Erfolg an die ev. Kirchengemeinde Verl und gab damit den Anstoß für die integrative Arbeit der dortigen Kirchengemeinde. 

    Frau Jutta Witte-Vormittag, Diakonin bei der ev. Kirchengemeinde Verl, gab sodann einen Überblick über die Arbeit in diesem Projekt. 

     

    Die Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene, deren Freizeitgestaltung nicht so einfach und vielseitig ist, wie bei jüngeren Kindern (z.B. therapeutisches Reiten, Sport, Schwimmen, Angebote der Schule, Freizeitaktivitäten mit den Eltern). Deshalb hat sich die evang. Kirchengemeinde Verl 2007 entschieden eine Integrative Jugendgruppe für behinderte und nicht behinderte Jugendliche ab 14 Jahren anzubieten. 

    Eine Gruppe aus Behinderten und Nicht- Behinderten kommt seither wöchentlich im Gemeindehaus in Verl zusammen. Unter der tätigen Mithilfe und Betreuung durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde können die Teilnehmer Spielangebote wie Kicker, Billard, Spielkonsolen und Gesellschaftsspiele nutzen, gemeinsam singen oder aber auch nur in gemütlichen Sitzecken plaudern. Neben diesen Angeboten im Gemeindehaus beinhaltet das Konzept auch Ausflüge in die Umgebung, welche behinderte junge Erwachsene ohne Unterstützung sonst seltener unternehmen können. 

    Zum momentanen Zeitpunkt hat die Gruppe ungefähr 45 Teilnehmer - 2/3 behinderte und 1/3 nicht behinderte junge Menschen - im Alter von 14 bis 35 Jahren. Innerhalb der evang. Kirchengemeinde hat die Arbeit mit Menschen, die eine Beeinträchtigung haben, seit ihrem Beginn einen hohen Stellenwert eingenommen. Das Leitbild der integrativen Arbeit der evang. Kirchengemeinde Verl lautet: „Vor Gott sind alle Menschen gleich; vor allem auch gleich viel wert.“ Die Arbeit mit den jungen Menschen, ob sie nun eine Beeinträchtigung haben oder nicht, ist ein fester Bestandteil der evang. Kinder- und Jugendarbeit in Verl geworden; immer getreu dem Motto, „die Schwächen des einen werden durch die Stärken eines anderen aufgefangen“. 

     

    Weiterer wichtiger Teil des Konzeptes ist eine jährlich stattfindende, integrative 14- tägige Sommerfreizeit, um so die Möglichkeit für einen gemeinsamen Urlaub im Ausland zu bieten. Für die Reiseteilnehmer mit leichteren Behinderungen, wie Entwicklungsverzögerungen, Lernbehinderungen, leichtere Fälle von Trisomie 21, Autismus und spastische Einschränkungen bieten die großen einschlägigen Anbieter für Behindertenfreizeiten aus deren Sicht keine adäquaten Lösungen. Diese Freizeiten seien nicht auf die Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer auf weitgehende Selbständigkeit ausgerichtet und unterforderten sie mit ihrem Programm in vielen Bereichen. Im Sinne der Chancengleichheit zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Behinderungen ist es der evang. Kirchengemeinde Verl deshalb ein großes Anliegen, eine Urlaubsreise anbieten zu können, die sich auch in der Höhe der Teilnahmegebühren an anderen Jugendfreizeiten in der Region orientiert, und somit konkurrenzfähig ist. 

     

    Ziel der Urlaubsreise ist es, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit leichteren Behinderungen ein Freizeiterlebnis zu bieten, wie es meistens nur Jugendlichen ohne Behinderung zugänglich gemacht wird, nämlich (ihrem Wunsch entsprechend) selbstständig und alleine, ohne ihre Eltern, in den Urlaub zu fahren, ohne den Eindruck einer Überbetreuung zu vermitteln und möglichst wenig Unterschiede zwischen den einzelnen Teilnehmern aufkommen zu lassen. Für diese Freizeiten wählt die Kirchengemeinde stets geeignete Häuser in einem naturverbundenen Umfeld aus, gern mit einem angrenzenden See oder Meer, die mit maximal einem Tag Anreise erreicht werden können. Jeder Teilnehmer kann dort weitgehend selbständig, nach eigenem Ermessen und im Rahmen seiner Möglichkeiten den Urlaub gestalten. Auf 30 behinderte Teilnehmer/innen kommen dabei 11 Mitarbeiter/innen und ein eigener Koch. 

     

    Frau Witte-Vormittag illustrierte den Vortrag mit Fotos des letzten Urlaubs in Kroatien. An dieser Freizeit hatten neben Jugendlichen aus dem Kreisgebiet Gütersloh auch einige aus Bielefeld, Enger und Herford teilgenommen, da sich das Angebot herumspricht. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 22.000,00 €, von denen ca. 15.700,00 € durch den Kostenbeitrag der Teilnehmer (ca. 500,00 € pro Person) und Elternspenden gedeckt werden konnten. Der verbleibende Fehlbetrag wurde gedeckt im wesentlichen durch einer Großspende der Aktion Mensch, aber auch mit Hilfe der Kirche und dem Lions-Clubs Gütersloh- Wiedenbrück finanziert, wofür sich Frau Witte-Vormittag ausdrücklich bedankte. Mit dem Geld konnten den jungen Menschen im Urlaub Erlebnisse geboten werden, für die sonst keine Mittel vorhanden gewesen wären.

    Es schlossen sich eine Vielzahl von Nachfragen aus dem Kreis der Zuhörer/innen an, die beide Referentinnen gern beantworteten.

    Durchschnitt (1 Stimme)
    // ]]>