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14. Lions Benefizgolfturnier auf Schloss Breitenburg „Metalheads“ golfen für den guten Zweck

v.l.n.r.: Peter Krohn, Marion Krumholz, Manfred Kröger

Krohn bedankte sich insbesondere bei Marion Krumholz, der Geschäftsführerin des Golf Clubs Schloss Breitenburg, und den zahlreichen Sponsoren, ohne deren Hilfe und Einsatz eine solche Benefizveranstaltung kaum möglich wäre. In den Vorjahren spielte jeder für sich, in diesem Jahr wurde zum ersten Mal in einem veränderten Modus um den Sieg gerungen. Dieses als „Florida Scramble“ besonders bei Benefizturnieren beliebte Regelwerk sieht vor, dass in einem Team von vier Spielern nach jedem Schlag die Lage des jeweils bestplatzierten Balls für die Fortführung der Runde entscheidend ist. So können auch unterschiedlich spielstarke Golfer im Team erfolgreich sein. „Wir haben uns zu dieser Änderung des Turniermodus entschlossen, weil es einfach mehr Spaß macht und kommunikativer ist als das Streben nach individueller Höchstleistung“, erläuterte Cheforganisator Manfred Kröger.
Neben dem besten Team wurde auch der originellste Teamname prämiert. So trat Präsident Peter Krohn, von Beruf Metallfachhändler, mit seiner Frau Inge Krohn, der Goldschmiedin Carolin Kröhnke und Zahnarzt Frank Ehlert unter dem Teamnamen „Metalheads“ an. Ein gemeinsames Abendessen bildete den traditionellen festlichen Rahmen für die Siegerehrung und die jährliche Tombola als weitere Grundlage für einen angemessenen Reinerlös, der auch in diesem Jahr wieder im fünfstelligen Bereich liegen und in soziale Projekte in der Region fließen wird. Die Auszeichnung für den originellsten Teamnamen erhielten übrigens die vier Golfer, die unter dem Flightnamen „Mixed Pingels“ antraten. Ihre Chefin war Iris Pingel.

Lions unterstützen Integration geflüchteter Jugendlicher

Teilnehmer an TEO Neu(es) Land

TEO steht für „Tage Ethischer Orientierung“ und es handelt sich dabei um ein Integrationsprojekt der Nordkirche, in dem sich geflüchtete junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren mit gleichaltrigen deutschen Jugendlichen treffen, kennen und schätzen lernen. Um die über 50 Teilnehmer kümmern sich drei Tage lang 12 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Regionales Berufsbildungszentrums Itzehoe (RBZ) und der Nordkirche.
Teilnehmer an TEO Neu(es) Land

Veranstaltungsleiter Rolf Paulsen vom RBZ  Itzehoe: „Wir möchten, dass in der dreitägigen Begegnung persönliche Kontakte vertieft und über gemeinsame und unterschiedliche kulturelle Grundlagen des Zusammenlebens gesprochen wird. Und das auf Augenhöhe!“ Er berichtet, dass bei diesen nun schon zum wiederholten Mal organisierten Treffen nachhaltige freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Migranten und deutschen Jugendlichen begründet werden.

Dies bestätigt auch der Teilnehmer Hussam Mohamad (22), der im Juni 2015 vor der großen Flüchtlingswelle aus Syrien nach Deutschland gekommen ist und in einem Jahr seine Ausbildung am RBZ als Anlagemechaniker abgeschlossen haben wird. „Ich war nun schon zum dritten Mal als Teilnehmer und auch als Workshopleiter auf dem Koppelsberg. Dabei habe ich viele Freunde gewonnen und erfahren, wie deutsche Jugendliche denken und leben.“

Es werden verschiedene Workshops wie Selbstverteidigung, Percussion, Yoga, Ballspiele und Kreatives Basteln angeboten, bei denen Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Besonders spannend war eine Diskussionsrunde unter dem Motto „Interkultureller Dialog“ mit einem Gast aus Ägypten, der die Unruhen auf dem Tahrirplatz in Kairo 2011 hautnah miterlebt hatte.

Judy Brigant (16), die derzeit ihren Realschulabschluss am RBZ macht, war als deutsche Teilnehmerin zum ersten Mal dabei: „Ich habe in lockerer Atmosphäre die geflüchteten Jugendlichen aus anderen Kulturen viel besser kennen lernen können und festgestellt, dass das, was uns unterscheidet und trennt, gar nicht so groß ist. Ich habe viele Vorurteile abbauen können.“

Organisator Rolf Paulsen: „Obwohl viele geflüchtete Teilnehmer schon länger in Deutschland sind und wir nun schon ein paar Jahre lang „TEO Neu(es) Land- Seminare“ durchführen, erreichen wir immer wieder neue Teilnehmer und stellen fest, dass die Kommunikation aufgrund besserer Deutschkenntnisse der geflüchteten Jugendlichen immer intensiver wird. Wir werden auch im nächsten Jahr weitermachen!“

Der Itzehoer Lions Club, Teil einer weltweiten Serviceorganisation, war deshalb schnell bereit, die zur Durchführung einer weiteren TEO Neu(es)Land-Veranstaltung erforderliche finanzielle Unterstützung zu leisten. Lions Präsident Thomas Schönhoff: „Die Integration bleibt eine Schwerpunktaufgabe unserer Gesellschaft. Solche Veranstaltungen helfen Vorurteile abzubauen und den ausländischen Jugendlichen die Ausbildung am RBZ zu dringend benötigten Fachkräften zu erleichtern.“

Ministerpräsident Daniel Günther empfängt Itzehoer Lions Club im Landtag

News vom 17.10.2017 Ministerpräsident Daniel Günther empfängt Itzehoer Lions Club im Landtag

„Serviceclubs wie der Itzehoer Lions Club wirken an der Schnittstelle zwischen Politik und Gesellschaft und helfen immer dann schnell und unbürokratisch, wenn die Politik mal nicht weiter weiß“, so der amtierende Lions Präsident Hans-Georg Helm, selbst seit Jahren engagierter Politiker in Kommune und Kreis. So liegt es nahe, dass er mit seinem Parteifreund Hans-Jörn Arp (CDU) einen Besuch des Lions Clubs Itzehoe im Landtag vereinbart hat. Mitten in einer Sitzungswoche wurden die Itzehoer Lions von Hans-Jörn Arp in die Arbeitsweise eines Landtagsabgeordneten eingewiesen und durften danach an einer Plenarsitzung teilnehmen. So wurden sie Zeugen der Diskussion zu einem von der AfD eingebrachten Antrag zur Verschärfung der Sanktionen bei vermehrt auftretenden Übergriffen auf Polizisten, Soldaten und Rettungskräfte im Einsatz. Alle anderen im Landtag vertretenen Parteien forderten die konsequente Anwendung bestehender Gesetze, hielten aber härtere Strafen allein für nicht sinnvoll. Sachlich und kompetent wurden sinnvollere Alternativen zum besseren Schutz von uniformierten Kräften im Einsatz aufgezeigt. Die Besucher aus Itzehoe waren beeindruckt von dem souveränen Umgang mit der AfD, die wieder einmal versuchte mit populistischen Vorstellungen und einfachen Lösungen zu punkten. Von der Zuschauertribüne aus erlebten die Itzehoer Lions die Verabschiedung der Abgeordneten Petra Nicolaisen aus der CDU-Fraktion. Sie wechselt von der Kieler Förde an die Spree in den Bundestag. Nach der Debatte ließ es sich Ministerpräsident Daniel Günther nicht nehmen die Besuchergruppe persönlich zu begrüßen. Er wirkte gelöst und souverän und stellte sich den Fragen seiner Besucher. Bei einem Glas Wein wurde danach mit Eka von Kalben (Grüne), Stephan Holowaty (FDP) und Heiner Rickers (CDU) angeregt über die ersten 100 Tage „Jamaika“ in Kiel und Folgerungen für die Bundespolitik diskutiert. Präsident Hans-Georg Helm verabschiedete sich von den Gastgebern mit den Worten: „Wir haben hautnah erlebt, dass hier hart gearbeitet wird. Und das Glas Wein danach gehört einfach dazu.“