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17. Lions Bluesparty wieder mit der BluesCompany, den Midniters und Bluesbox

Blues Company feat. The fab. BCHorns

Für gute Partystimmung werden ebenfalls auf der Lionsbühne nicht unbekannte Gruppen aus der Region sorgen. Die „Midniters“ um den Kellinghusener Drummer Werner Franzkowski bringen ihren neuen Sänger Horst Braun mit und „Bluesbox-die Band“ aus Rendsburg wird mit der ganzen Vielfalt begeisternder Bluesmusik für eine volle Tanzfläche sorgen.

Wie im letzten Jahr geht der Reinerlös aus dieser Veranstaltung an den gemeinnützigen Itzehoer Verein „Mahmoo e.V“, der eine Berufsschule in Sierra-Leone unterstützt. „In beruflicher Bildung sehen wir die wirksamste Möglichkeit Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen,“ so Lionspräsident Peter Krohn. „Deshalb hoffen wir auch in diesem Jahr, in dem der Lions Club Itzehoe 60 Jahre alt wird, wieder auf ein volles Autohaus.“

Aktuelle Informationen und Hinweise zur Veranstaltung gibt es bei „Facebook.com/LionsBluesNight“.

Karten sind ab sofort im Vorverkauf für 20 € bei den bekannten Vorverkaufsstellen Fuhlendorf, Eskildsen und Flickenschild erhältlich.

Lions unterstützen Integration geflüchteter Jugendlicher

Teilnehmer an TEO Neu(es) Land

TEO steht für „Tage Ethischer Orientierung“ und es handelt sich dabei um ein Integrationsprojekt der Nordkirche, in dem sich geflüchtete junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren mit gleichaltrigen deutschen Jugendlichen treffen, kennen und schätzen lernen. Um die über 50 Teilnehmer kümmern sich drei Tage lang 12 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Regionales Berufsbildungszentrums Itzehoe (RBZ) und der Nordkirche.
Teilnehmer an TEO Neu(es) Land

Veranstaltungsleiter Rolf Paulsen vom RBZ  Itzehoe: „Wir möchten, dass in der dreitägigen Begegnung persönliche Kontakte vertieft und über gemeinsame und unterschiedliche kulturelle Grundlagen des Zusammenlebens gesprochen wird. Und das auf Augenhöhe!“ Er berichtet, dass bei diesen nun schon zum wiederholten Mal organisierten Treffen nachhaltige freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Migranten und deutschen Jugendlichen begründet werden.

Dies bestätigt auch der Teilnehmer Hussam Mohamad (22), der im Juni 2015 vor der großen Flüchtlingswelle aus Syrien nach Deutschland gekommen ist und in einem Jahr seine Ausbildung am RBZ als Anlagemechaniker abgeschlossen haben wird. „Ich war nun schon zum dritten Mal als Teilnehmer und auch als Workshopleiter auf dem Koppelsberg. Dabei habe ich viele Freunde gewonnen und erfahren, wie deutsche Jugendliche denken und leben.“

Es werden verschiedene Workshops wie Selbstverteidigung, Percussion, Yoga, Ballspiele und Kreatives Basteln angeboten, bei denen Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Besonders spannend war eine Diskussionsrunde unter dem Motto „Interkultureller Dialog“ mit einem Gast aus Ägypten, der die Unruhen auf dem Tahrirplatz in Kairo 2011 hautnah miterlebt hatte.

Judy Brigant (16), die derzeit ihren Realschulabschluss am RBZ macht, war als deutsche Teilnehmerin zum ersten Mal dabei: „Ich habe in lockerer Atmosphäre die geflüchteten Jugendlichen aus anderen Kulturen viel besser kennen lernen können und festgestellt, dass das, was uns unterscheidet und trennt, gar nicht so groß ist. Ich habe viele Vorurteile abbauen können.“

Organisator Rolf Paulsen: „Obwohl viele geflüchtete Teilnehmer schon länger in Deutschland sind und wir nun schon ein paar Jahre lang „TEO Neu(es) Land- Seminare“ durchführen, erreichen wir immer wieder neue Teilnehmer und stellen fest, dass die Kommunikation aufgrund besserer Deutschkenntnisse der geflüchteten Jugendlichen immer intensiver wird. Wir werden auch im nächsten Jahr weitermachen!“

Der Itzehoer Lions Club, Teil einer weltweiten Serviceorganisation, war deshalb schnell bereit, die zur Durchführung einer weiteren TEO Neu(es)Land-Veranstaltung erforderliche finanzielle Unterstützung zu leisten. Lions Präsident Thomas Schönhoff: „Die Integration bleibt eine Schwerpunktaufgabe unserer Gesellschaft. Solche Veranstaltungen helfen Vorurteile abzubauen und den ausländischen Jugendlichen die Ausbildung am RBZ zu dringend benötigten Fachkräften zu erleichtern.“

Ministerpräsident Daniel Günther empfängt Itzehoer Lions Club im Landtag

News vom 17.10.2017 Ministerpräsident Daniel Günther empfängt Itzehoer Lions Club im Landtag

„Serviceclubs wie der Itzehoer Lions Club wirken an der Schnittstelle zwischen Politik und Gesellschaft und helfen immer dann schnell und unbürokratisch, wenn die Politik mal nicht weiter weiß“, so der amtierende Lions Präsident Hans-Georg Helm, selbst seit Jahren engagierter Politiker in Kommune und Kreis. So liegt es nahe, dass er mit seinem Parteifreund Hans-Jörn Arp (CDU) einen Besuch des Lions Clubs Itzehoe im Landtag vereinbart hat. Mitten in einer Sitzungswoche wurden die Itzehoer Lions von Hans-Jörn Arp in die Arbeitsweise eines Landtagsabgeordneten eingewiesen und durften danach an einer Plenarsitzung teilnehmen. So wurden sie Zeugen der Diskussion zu einem von der AfD eingebrachten Antrag zur Verschärfung der Sanktionen bei vermehrt auftretenden Übergriffen auf Polizisten, Soldaten und Rettungskräfte im Einsatz. Alle anderen im Landtag vertretenen Parteien forderten die konsequente Anwendung bestehender Gesetze, hielten aber härtere Strafen allein für nicht sinnvoll. Sachlich und kompetent wurden sinnvollere Alternativen zum besseren Schutz von uniformierten Kräften im Einsatz aufgezeigt. Die Besucher aus Itzehoe waren beeindruckt von dem souveränen Umgang mit der AfD, die wieder einmal versuchte mit populistischen Vorstellungen und einfachen Lösungen zu punkten. Von der Zuschauertribüne aus erlebten die Itzehoer Lions die Verabschiedung der Abgeordneten Petra Nicolaisen aus der CDU-Fraktion. Sie wechselt von der Kieler Förde an die Spree in den Bundestag. Nach der Debatte ließ es sich Ministerpräsident Daniel Günther nicht nehmen die Besuchergruppe persönlich zu begrüßen. Er wirkte gelöst und souverän und stellte sich den Fragen seiner Besucher. Bei einem Glas Wein wurde danach mit Eka von Kalben (Grüne), Stephan Holowaty (FDP) und Heiner Rickers (CDU) angeregt über die ersten 100 Tage „Jamaika“ in Kiel und Folgerungen für die Bundespolitik diskutiert. Präsident Hans-Georg Helm verabschiedete sich von den Gastgebern mit den Worten: „Wir haben hautnah erlebt, dass hier hart gearbeitet wird. Und das Glas Wein danach gehört einfach dazu.“