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Satzung

Satzung des Lions-Clubs Kelheim-Holledau

 

A. Grundlagen

§ 1

(1) Der Lions-Club Kelheim-Holledau ist ein nicht eingetragener Verein mit Sitz in

Kelheim.

(2) Er gehört der Internationalen Vereinigung der Lions-Clubs (Lions Clubs

International) an und ist deshalb Mitglied des Gesamt-Districts 111-BO. Deren

Ziele, allgemeine Grundsätze und Statuten erkennt er als verbindlich an.

 

§ 2

(1) Zweck des Clubs ist, der Allgemeinheit zu dienen. Seine Mitglieder verpflichten

sich zu entsprechenden Initiativen (Activities) und zu dem Lions „Code of Ethics“

entsprechendem Verhalten.

(2) Unter dem Leitwort „we serve“ setzt sich der Club zum Ziel:

– Persönlichkeiten aus verschiedenen Berufsgruppen seines

Einzugsbereichs freundschaftlich und im Geist gegenseitigen

Verständnisses und wechselseitiger Achtung zusammenzuschließen;

– einsatzfreudige Menschen zu bewegen, der Gemeinschaft zu dienen,

ohne daraus persönlich materiellen Nutzen zu ziehen;

– bei materieller und geistiger Not tätig zu helfen;

– die Güter menschlicher Kultur zu wahren;

– auf eine Vertiefung des Verständnisses zwischen den Völkern

hinzuwirken und für die Bewahrung des Friedens einzutreten.

 

§ 3

Der Club bekennt sich zu offen gesprochenem Wort. Er betrachtet Toleranz als

wichtige Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Parteipolitisch,

weltanschaulich und konfessionell bewahrt er Neutralität.

 

 

B. Mitgliedschaft

§ 4

(1) Mitglied des Clubs kann nur werden, wer hierzu aufgefordert wird. § 16 Abs. 2

und 3 bleiben unberührt.

(2) Als Mitglied kann jede volljährige Person mit gutem Leumund und charakterlicher

Eignung aufgenommen werden, die sich zu den Lions-Zielen bekennt. Sie soll

sich beruflich bewährt und einen persönlichen Bezug zum Club haben, z.B. durch

ihren Wohn- oder Berufssitz. Mitglied kann nicht werden, wer bereits Mitglied

eines Lions-Clubs oder einer ähnlichen Service-Organisation ist.

 

§ 5

(1) Jedes Mitglied kann einen Gast zu einer Clubversammlung mitbringen. Er hat

dies dem Sekretär und dem Präsidenten vorher anzumelden. Eine solche

Teilnahme des Gastes an einer Clubveranstaltung begründet noch keinen Schritt

hin zu einer Aufnahme als Mitglied; ein entsprechender Eindruck ist gegenüber

dem Gast unbedingt zu vermeiden.

(2) Die Aufnahme eines neuen Mitglieds setzt folgendes Verfahren voraus:

a) Zwei Mitglieder schlagen es in einer Clubversammlung vor.

b) Abwesende Mitglieder sind durch Protokoll schriftlich zu benachrichtigen.

c) Bedenken gegen die Aufnahme sind dem Präsidenten gegenüber zu äußern.

Der Präsident entscheidet über die Vorlage zur Abstimmung.

d) Sind bei einer Abstimmung mehr als 2 Mitglieder gegen eine Aufnahme, ist

der Vorschlag abgelehnt

e) Wird der Vorschlag gebilligt, ist der Kandidat nach 2 Gastbesuchen als

Mitglied aufzunehmen, wenn er es beantragt.

 

§ 6

Die Mitglieder haben über die Aufnahmegespräche clubextern Stillschweigen zu

bewahren.

 

§ 7

(1) Die Mitglieder des Clubs sind grundsätzlich aktive Mitglieder.

(2) Außerdem sind folgende Mitgliedschaftsarten zulässig:

a) passive Mitglieder

b) Vorzugsmitglieder

c) Außerordentliche Mitglieder

d) Ehrenmitglieder

e) Mitglieder auf Lebenszeit

 

§ 8

(1) Der Stand als passives Mitglied setzt voraus, dass das Mitglied aus triftigen

Gründen, insbesondere wegen Wohnsitzwechsels, an den Clubveranstaltungen

nicht mehr regelmäßig teilnehmen kann.

(2) Der Stand bedarf der Genehmigung des Vorstands. Er ist halbjährig zu

überprüfen.

(3) Ein passives Mitglied hat weiterhin die festgesetzten Beiträge zu entrichten. Es

darf kein Lions-Amt bekleiden und kann nicht zum Clubdelegierten bestimmt

werden.

 

§ 9

(1) Vorzugsmitglied kann sein, wer 15 Jahre oder länger ein Lion ist und wegen

Krankheit, hohem Alter oder sonst aus triftigem Grund seinen aktiven Stand

aufgeben muss.

(2) Der Stand bedarf der Genehmigung des Vorstands.

(3) Ein Vorzugsmitglied hat weiterhin die festgesetzten Beiträge zu entrichten. Es hat

Stimmrecht, ist jedoch von der Präsenzpflicht befreit. Es darf kein Lions-Amt

bekleiden.

 

§ 10

(1) Ein Lions-Mitglied, das seine Mitgliedschaft in einem auswärtigen Club

aufrechterhalten möchte, kann als außerordentliches Mitglied aufgenommen

werden, wenn es im Einzugsbereich des Clubs seinen Aufenthalt nimmt.

(2) Dieser Mitgliedschaftsstatus ist jährlich vom Vorstand zu überprüfen.

(3) Ein außerordentliches Mitglied hat bei clubinternen Entscheidungen Stimmrecht,

kann aber weder für seinen Heimatclub noch für diesen Club als Clubdelegierter

bestimmt werden.

(4) Ein außerordentliches Mitglied ist dem Gesamt-District und der internationalen

Vereinigung der Lions-Clubs und auf dem M+A-Bericht nicht als Mitglied des

Clubs zu melden.

 

§ 11

(1) Zum Ehrenmitglied kann die Mitgliederversammlung des Clubs Persönlichkeiten

ernennen, die sich um den Club oder die Allgemeinheit hervorragend verdient

gemacht haben und die die Voraussetzungen des § 4 Abs. 2 Satz 1 erfüllen.

(2) Die Persönlichkeit darf nicht Mitglied des ernennenden Clubs sein.

(3) Es kann an den Clubveranstaltungen teilnehmen, genießt im übrigen jedoch

keine Mitgliedschaftsrechte.

(4) Für das Ehrenmitglied sind die internationalen sowie die Gesamtdistricts- und

Districtbeiträge abzuführen. Von der Clubbeitragspflicht ist es befreit.

 

 

 

§ 12

(1) Die Mitgliedschaft auf Lebenszeit kann erhalten, wer

a) mehr als 20 Jahre ununterbrochen aktives Lionsmitglied war und dem Club,

der Internationalen Vereinigung oder der Allgemeinheit hervorragende Dienste

geleistet hat oder

b) mehr als 15 Jahre ununterbrochen aktives Lionsmítglied war und ein

Lebensalter von 70 Jahren und mehr erreicht hat.

(2) Der Stand bedarf einer Empfehlung des Clubs und der Genehmigung des

Internationalen Vorstands. Sie wird nur erteilt, wenn der Club einmalig US$ 300

im Voraus an die internationale Vereinigung für alle zukünftigen, ihr für das

Mitglied zustehenden Beiträge abführt. Es kann von der Beitragspflicht befreit

werden.

 

§ 13

Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss, Tod, Austritt oder Erwerb der

Mitgliedschaft in einer ähnlichen Service-Organisation.

 

§ 14

Jedes Mitglied kann jederzeit seinen Austritt durch schriftliche Mitteilungen an den

Präsidenten erklären. Die finanziellen Verpflichtungen dieses Mitglieds erlöschen erst

mit dem Ende des Clubjahres.

 

§ 15

(1) Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es

a) häufig den Clubveranstaltungen fern bleibt und triftige Gründe hierfür fehlen

oder

b) in schwerwiegender Weise durch sein Verhalten gegen die Ziele oder sonst

gegen die Satzung des Clubs verstößt oder sein Ansehen schädigt oder

c) trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung seine Zahlungsverpflichtungen

gegenüber dem Club nicht erfüllt.

(2) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand nach schriftlicher Abmahnung,

nach Anhörung des betroffenen Mitglieds und nachdem es Gelegenheit erhalten

hat, freiwillig auszutreten. Der Beschluss ist ihm durch eingeschriebenen Brief

mitzuteilen. Er wird wirksam, wenn das Mitglied nicht binnen eines Monats nach

Zugang schriftlich bei dem Präsidenten Einspruch erhebt.

(3) Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Bestätigung des

Ausschlusses bedarf einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Mitglieder.

 

 

 

§ 16

(1) Mitglieder eines anderen Lions-Clubs können an Veranstaltungen des Clubs als

Gäste teilnehmen.

(2) Nehmen sie Ihnen Wohnsitz im Einzugsgebiet des Clubs, werden sie auf Antrag

und auf Empfehlung ihres bisherigen Clubs als Mitglied aufgenommen, sofern

nicht die Mehrheit der Mitglieder in der darüber abstimmenden Clubversammlung

dagegen stimmt. Hierbei dürfen die Berufszugehörigkeit und das Lebensalter kein

Hindernis sein.

(3) Ein ehemaliges, wegen Erreichen der Altersgrenze ausgeschiedenes Mitglied

eines Leo Clubs wird in den Club aufgenommen, wenn es im Einzugsbereich des

Clubs seinen Wohnsitz nimmt, wenn mindestens zwei Mitglieder des Clubs dies

vorschlagen und die Mehrheit der Mitglieder des Clubs nicht dagegen stimmt.

Hierbei darf die Berufszugehörigkeit des Aufzunehmenden kein Hindernis sein.

Dem Leo-Club, dem das ausgeschiedene Leo-Mitglied angehörte und dem für

diesen bürgenden Lions-Club muss vor der Aufnahme Gelegenheit zur

Stellungnahme gegeben werden. Diese Regel gilt für die Dauer von fünf Jahren

nach Ausscheiden aus dem Leo-Club.

 

C. Zusammenkünfte

§ 17

Das Clubjahr läuft vom 01. Juli bis 30. Juni des folgenden Jahres.

§ 18

(1) Ordentliche Clubversammlungen finden zweimal im Monat statt.

(2) Mitgliederversammlungen sind den Mitgliedern mit einer Ladungsfrist von

mindestens zwei Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich oder

per Email mitzuteilen.

(3) Mitgliederversammlungen müssen mindestens zweimal im Laufe des Clubjahres

im Frühjahr und im Herbst unter den Bedingungen des Absatzes 2 einberufen

werden. Die Sitzung im Frühjahr muss spätestens im Monat März stattfinden.

(4) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist auf schriftliches Verlangen von

mindestens einem Fünftel der Mitglieder einzuberufen.

 

§ 19

Ist ein Mitglied nicht in der Lage, an einer Zusammenkunft teilzunehmen, ist eine

Entschuldigung gewünscht, aber nicht zwingend.

 

 

 

D. Organe

§ 20

(1) Organe des Clubs sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

(2) Die Mitgliederversammlung und der Vorstand können Ausschüsse für besondere

Aufgaben einsetzen.

 

§ 21

(1) Die Mitgliederversammlung wählt im Frühjahr eines jeden Jahres den Vorstand

(ausgenommen den Past-Präsidenten) für die Dauer eines Clubjahres sowie

einen Rechnungsprüfer. Sie bestellt die Delegierten des Clubs zur District- und

zur Gesamt-District-Versammlung und zur World Convention.

(2) Im Herbst einen jeden Jahres nimmt die Mitgliederversammlung den

Jahresbericht des Past-Präsidenten, die Jahresrechnung des Schatzmeisters und

den Bericht des Rechnungsprüfers für das abgelaufene Clubjahr entgegen. Sie

entscheidet über die Entlastung des Vorstandes.

 

§ 22

(1) Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei

Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten oder seines Vertreters den

Ausschlag. Stimmrechtsübertragungen sind unzulässig.

(2) Zu einem Beschluss, der eine Satzungsänderung enthält, ist eine Mehrheit von

drei Vierteln der erschienenen Mitglieder erforderlich.

(3) Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das von dem

Versammlungsleiter und dem protokollführenden Mitglied zu unterschreiben ist.

 

§ 23

(1) Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem 1. Vizepräsidenten, dem 2.

Vizepräsidenten, dem Past-Präsidenten, dem Sekretär, dem Clubmaster und

dem Schatzmeister. Die Mitgliederversammlung kann weitere Mitglieder mit oder

ohne Stimmrecht hinzu wählen.

(2) Der Präsident führt den Vorsitz im Vorstand. Er vertritt den Club nach außen. Bei

Verhinderung des Präsidenten wird er in nachstehender Reihenfolge vertreten:

Von dem 1. Vizepräsidenten, dem 2. Vizepräsidenten, dem Past-Präsidenten. Die

Vertretungsmacht des Vorstands beschränkt sich auf das Clubvermögen.

(3) Der Präsident ist vor Ablauf von drei Jahren nicht wieder wählbar. Einmalige

Wiederwahl ist in unabweisbaren Notfällen zulässig. Der Gründungspräsident

kann für das auf die Gründung folgende Jahr wieder gewählt werden.

 

 

 

E. Finanzen

§ 24

Den Jährlichen Mitgliedsbeitrag setzt die Mitgliederversammlung fest. Er muss die

Verwaltungsbeiträge enthalten, die an den Gesamt-District, den District sowie an die

Internationale Vereinigung abzuführen sind.

 

§ 25

Umlagen für Sonderveranstaltungen oder Activities kann die Clubversammlung oder

die Mitgliederversammlung beschließen. Die Beschlussabsicht ist den Mitgliedern in

der Einladung zur Versammlung bekanntzumachen. Der Beschluss bedarf der

Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder.

 

§ 26

Für den Verwaltungs-(Beitrags-)fond und für die Activity-Kasse sind getrennte

Konten zu führen.

 

§ 27

Der Club entsendet Delegierte zum Internationalen Congress, zur Gesamt-District-

Versammlung und zur Districtversammlung. Die dafür notwendigen Kosten werden in

einem vom Vorstand festgelegten Rahmen bezuschusst.

 

F. Schlussbestimmungen

§ 28

(1) Streitigkeiten unter den Clubmitgliedern sollen gütlich beigelegt werden. Hierfür

kann die Hilfe des Präsidenten in Anspruch genommen werden.

(2) Gelingt eine gütliche Beilegung nicht, kann die Mitgliederversammlung auf Antrag

des Vorstandes einen von ihr zu wählenden dreiköpfigen Schlichtungsausschuss

mit der Streitigkeit befassen. Im übrigen gilt für seine Zusammensetzung das

Verfahren Artikel XVIII der Satzung des Gesamt-Distrikts 111 Deutschland und

seiner Districte entsprechend.

(3) Stattdessen kann die Mitgliederversammlung die Streitigkeit auch dem

Ehrenausschuss des zuständigen Districts zuweisen. Dies gilt auch für die

Entscheidung über den Einspruch eines Mitglieds gegen seinen Ausschluss gem.

§ 15 Abs. 2.

 

(4) Der Vollzug der Beschlüsse des Schlichtungs- und des Ehrenausschusses

obliegt der Mitgliederversammlung.

 

§ 29

(1) Der Club kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst werden.

Dieser bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen Mitglieder.

(2) Wird die Auflösung beschlossen, obliegt dem Vorstand die Liquidation, sofern die

Mitgliederversammlung nicht anderes bestimmt.

(3) Über das nach Beendigung der Liquidation verbleibende Vermögen entscheidet

die Mitgliederversammlung.

 

§ 30

Die Satzung der Internationalen Vereinigung der Lions-Clubs nebst

Zusatzbestimmungen, des Gesamt-Distrikts 111-Deutschland mit seinen Distrikts

und die einschlägigen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches ergänzen

diese Satzung und gehen ihr in Zweifelsfällen vor.

 

Kelheim, 06.10.2016

Dr. Johannes Benz Arnold Priller

Präsident Sekretär