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Das Projekt

Das Projekt

Projektidee

Seit 2002 bietet das Online-Gemeinschaftsprojekt www.kidkit.de der gemeinnützigen Vereine KOALA und Drogenhilfe Köln Beratung und Hilfe in diesem schwierigen Problemfeld. Die Projektidee besteht darin, den Kindern zu helfen, ohne dass sie befürchten müssen, ihre Eltern zu verraten oder an ihre Eltern verraten zu werden. Die Internetseiten von Kidkit liefern den betroffenen Kindern und Jugendlichen altersgerechte, fundierte und aus­führliche Informationen zu den Themen „Sucht und Familie“ und „Gewalt in der Familie“. Darüber hinaus erfahren sie dort, dass viele andere ähnliche Probleme haben, und dass sie selbst nicht für die Familiensituation verantwortlich sind. Das Internet kommt den betroffenen Kindern durch die gebotene Anonymität sehr entgegen und erfreut sich gerade bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. Schnelle Hilfe ist nur einen Mausklick entfernt.

Online-Beratung

Kernstück von Kidkit ist die Online-Beratung. Ein 14-köpfiges umfangreich geschultes und ehrenamtliches Team wird von Sozialpädagogen geführt. Die Online-Beratung ist kostenfrei. Eine Antwort in 48 Stunden wird garantiert. Durch die Angliederung der Beratung an das System von www.beranet.de wird die Anonymität auch in der Beratung gewahrt. Die Kinder melden sich lediglich mit einem von ihnen selbst gewählten Kennwort an, mit dem sie dann auch ihre Antworten abrufen können. Die Kinder und Jugendlichen nutzen die Online-Beratung, um Fragen zu den Themen Sucht, Gewalt und psychische Krankheiten zu klären, zum Teil auch für Freunde oder als Möglichkeit, sich Alltagsprobleme von der Seele zu „schreiben“. Ziel des Kidkit-Angebots ist es, die Angst vor dem Hilfesystem zu nehmen und zu entlasten. „Wichtig ist uns, dass Kinder überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen. Eine konventionelle Beratung soll die Online-Kontaktaufnahme nicht ersetzen, sie wird so erst ermöglicht – darin liegt der besondere Wert“, sagt Dr. Thomas Hambüchen, Geschäftsführer der Drogenhilfe Köln.

Ergebnisse

Der Erfolg gibt dem Projekt recht. Gemäß dem Slogan "just click it" wurde Kidkit allein im Jahr 2011 rund 1,1 Millionen Mal aufgerufen, und 370 Hilferufe erreichten das Beraterteam. Bei 70% der Anfragen konnte durch Beratungsaustausch und/oder Weitervermittlung an örtliche Beratungseinrichtungen in akuten Fällen Hilfe geleistet werden. Bei 30% der Anfragen wurde ein längerfristiger Beratungsverlauf eingerichtet, den die betroffenen Kinder und Jugendlichen aufgrund bereits vor­handener eigener psychischer Symptome (z.B. Leistungsabfall in der Schule, selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken) benötigten. Daran zeigt sich, wie gut Kinder online in ihrer seelischen Isolation erreichbar sind und welch großer Hilfebedarf besteht. Das Kidkit-Team nimmt diese Herausforderung gerne an, auch wenn zu erwarten ist, dass die Nutzerzahlen durch das neue jugendlichere Design weiter steigen werden. „Wir freuen uns, wenn wir noch mehr Kinder erreichen und all denjenigen konkret helfen können, die Hilfe benötigen“, bestätigt die Dipl. Sozialarbeiterin und Pädagogische Leiterin Dagmar Kaiser.

Die Erneuerung der Seite, für die die Dipl. Sozialarb./Sozialpäd. Anna Buning verantwortlich ist und die Sarah Connor als Schirmherrin und Frank Schätzing als Förderer gewinnen konnte, ging im Dezember 2010 online.

Der Lions-Club Köln-Hanse hat das Projekt Kidkit nahezu von Anfang an begleitet und seit 2001 durch persönliches Engagement und Spenden von ca. 35000 Euro zum Erfolg von Kidkit beigetragen.