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    Unser Programm 2019/20

    Unser Programm 2019/20


    9. Juli, 19.15 Uhr
     
    Das Hammer Forum und seine aktuellen Projekte
    Referent: Dr. Dr. Walid Hayad

    13. Aug. 17.00 Uhr

     

    18.30 Uhr

    Führung durch den Klostergarten im Kapuzinerkloster, Kapuzinerstr. 27
    3gängiges Menue der historischen Gemüsesorten aus dem Klostergarten

    10. Sep., 19.15 Uhr Mitgliederversammlung mit Partnern
    8. Okt. 19.15 Uhr

    Bau und Entwicklung von Geige und Bogen
    Referent: Guido Stengel, Geigenbauer aus Münster

    12. Nov., 19:15 Uhr Zahnheilkunde - freier Beruf oder private equity?
    Referent: Dr. Klaus Bartling zur Zahärztekammer Westfalen Lippe und zu 'Heuschrecken' in der Zahnheilkunde
    24. Nov., 16.00 Uhr 24. Benefizkonzert in Liebfrauen-Überwasser mit dem Blasorchester Everswinkel

    10. Dez. , 18.00 Uhr
    19.30 Uhr

    Weihnachtsfeier, St. Konrad-Kirche, Mondstraße 61
    Weihnachtsessen im Restaurant Stapelskotten, Wolbecker Str. 418

    14. Jan., 19.15 Uhr Wie Münster mit dem Stadtmarketing eine Rolle vorwärts gemacht hat
    Referentin: Berandette Spinnen
    11. Feb., 19:15 Uhr Mitgliederversammlung ohne Partner
    10. März, 19.15 Uhr Begabungsforschung und individuelle Förderung
    Referent: Prof. Dr. Christian Fischer

    21. April, 17-19 Uhr

    19-22 Uhr

    Besichtigung Studienhospital, Malmedyweg 17-19

    Gemeinsames Essen im Zwei-Löwen-Club

    12. Mai, 19.15 Uhr Consumer Neuroscience und Einblick in die Arbeit des Sachverständigenrats BMJV
    Referent: Prof. Dr. Peter Kenning
    9. Juni, 19 Uhr Barbecue mit Ladies Circle 61 Münster und Round Table 48 Münster im Zwei-Löwen-Club
    28. Juni Ämterübergabe

     

    Talente fördern - aber wie?

    Talente fördern - aber wie?

    Der Referent Prof. Dr. Christian Fischer lehrt an der WWU Münster. Bild: Ute Schernau

    Dem ICBF gehören Wissenschaflerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Münster, Osnabrück und Nijmwegen an, die sich alle mit der Frage beschäftigen, was Begabung überhaupt ist, wie individuelle Begabungen und Talente von Kindern und Jugendlichen am besten gefördert werden können und wie man Schule und Elternhaus dabei unterstützen kann. Dabei geht das Centrum von einem breiten Begabungsbegriff aus: Galt früher ein hoher IQ als wesentliches Kennzeichen  für eine Begabung,  hat sich das Verständnis der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute  hier in zweifacher Hinsicht geändert: Zum einen verstehen sie nicht mehr nur Hochbegabung als besonders förderungswürdig, sondern arbeiten an Konzepten, die 'breite Spitze' an Begabungen und Talenten zu fördern. Zum anderen gelten nicht nur intellektuelle Fähigkeiten als  Begabung, sondern auch andere Talente, etwa im technischen, künstlerischen, sozialen oder emotionalen Bereich.

    In seinem Vortrag berichtete Prof. Fischer auch von dem von Bund und Ländern mit 125 Millionen Euro geförderten Projekt Leistung macht Schule, an das ICBF maßgeblich beteiligt ist. Ziel und das neue Konzepte der Begabungsförderung entwickelt und modellhaft an verschiedenen Schulen und Schultypen erprobt. In Münster nehmen das Hittorf-Gymnasium, die Gesamtschule Mitte und die Ludgerusschule an dem Projekt teil. Die anschließende, sehr lebhafte Diskussion zeigte, auf welch großes Interesse das Thema Begabungsförderung stieß. Egal ob die Fragen aus der Perspektive von Lehrern, Arbeitergebern, Eltern oder Großeltern gestellt wurden, waren sich doch alle einig, dass das Thema von großer Bedeutung sei, sowohl für die geförderten Kinder und Jugendlichen als auch für die Gesellschaft insgesamt.

    Geschichtsstunde spannend wie ein Krimi

    Geschichtsstunde spannend wie ein Krimi

    Hans-Peter Boer hielt einen sehr anschaulichen und spannenden Vortrag. Foto: V. Jüttemann

    Eine solch spannende Geschichtsstunde bot unserem Club  der Historiker, ehemalige Kulturdezernet der Bezirksregierung Münster und  aktuelle Lions Region und Zone Chairperson Hans-Peter Boer aus Nottuln, der spontan für die erkrankte, eigentlich vorgesehene Referentin eingesprungen war. Anschaulich unterstützt von vielen Quellenzitaten und historischen Abbildungen erzählte er die Geschichte von Christian von Braunschweig- Wolfenbüttel (1599-1626), der zu den bekanntesten und sonderbarsten Feldherrn im Dreißigjährigen Krieg zählt, und seiner Cousine Elizabeth Stuart (1596-1662), die mit Friedrich V von der Pfalz (1596-1632) verheiratet war. Als "Winterkönigs-Paar" von Böhmen waren sie zwei der zentralen Protagonisten im Böhmische-Pfälzischen Krieg, dem ersten der Konflikte des Dreißigjährigen Kriegs., bei dem der "tolle Christian" bedingungslos auf ihrer Seite war und für seine von ihm mehr als verehrte Cousine, the English Rose, und die protestantische Sache kämpfte. Diese Feldzüge führten ihn auch nach Westfalen, unter anderem nach Stadtlohn und Geseke.

    Alle drei Hauptpersonen dieser äußerst facettenreichen Geschichte haben  nachfolgende Schriftstellergenerationen inspiriert, unter anderem Annette von Droste-Hülshoff. Und auch Hans-Peter Boer fand erstaunlich viele aktuelle Bezüge in dieser Geschichte - angefangen von der Wirkung politischer Propaganda bis hin zur öffentlichen Verzückung über englische Prinzessinnen. Insgesamt ein äußerst kurzweiliger und gleichzeitg lehrreicher Abend.

    Zu Weihnachten ein neues Mitglied

    Zu Weihnachten ein neues Mitglied

    Dr. Stephan Althaus begrüßt unser neues Mitglied Ahmed Belkaied und seine Frau Annika in unserem Club. Foto: V. Jüttemann

    Begonnen haben wir unsere Weihnachtsfeier aber wie jedes Jahr mit einer gemeinsamen Andacht, die von Clubmitgliedern gestaltet wurde und dieses Jahr in der Konradkirche stattfand. Von dort ging es weiter zum Lokal Stapelskotten, wo wir gemeinsam ein Weihnachtsmenu genossen haben. Bereits vor dem Essen konnte unser Präsident Dr. Stephan Althaus unser neues Clubmitglied Ahmed Belkaied und seine Frau Annika willkommen heißen. Feierlich und unter herzlichem Applaus aller Anwesenden übergab er ihm eine Mitgliedsurkunde.

    Nach dem Essen berichteten drei Schwestern vom Orden der göttlichen Vorsehung von ihrer Reise nach Malawi in diesem Jahr und den Erfolgen und Herausforderung ihrer Arbeit dort, die unser Club seit über zwei Jahrzehnten unterstützt. Nähere Information dazu finden Sie hier.

    Bericht über das "Heritage Lions Camp in Indien"

    Bericht über das "Heritage Lions Camp in Indien"

    Janis Schultheiß überreicht unserem Präsidenten Stephan Althaus einen Wimpel eines indischen Lions-Clubs. Foto: P. Schnepper

    Drei Wochen hat Janis in Indien verbracht: eine in einer Lions-Gastfamilie in Khopoli in der Nähe von Mumbai, die anderen zwei reiste er gemeinsam mit 28 anderen Jugendlichen aus verschiedensten Ländern der Welt auf einer geführten Rundreise durch Indien. Sehr anschaulich und mit vielen Bildern berichtete er uns von den Einblicken, die er in die Natur, in  indische Kultur und Religion, aber auch in das Berufsleben und den  Alltag gewonnen hat. Fahrten in übervollen Zügen standen genauso auf seinem Programm wie Besuche in Firmen und im Parlament oder die Teilnahme an Yoga-Stunden und Lach-Clubs. Auch das indische Essen hat ihm gut geschmeckt. Diese vielfältigen Eindrücke gemeinsam mit Jugendlichen aus aller Welt zu erleben und dank der Kontakte der Lions vor Ort auch Dinge zu sehen und zu erleben, die normalen Touristen verschlossen bleiben, hat ihn - so versicherte er uns glaubhaft - stark geprägt.

    Zum Dank dafür, dass unser Club ihn für Jugendcamp und -austauschprogramm von Lions International vorgeschlagen hat, überreichte er unserem Präsidenten Dr. Stephan Althaus eine Wimpel von einem indischen Lions-Club.

    Einblicke in die Arbeit der Zahnärztekammer

    Einblicke in die Arbeit der Zahnärztekammer

    Dr. med. dent. Klaus Bartling, Präsident der Zahnärtzekammer Westfalen-Lippe, hielt bei unserem Clubabend einen spannenden Vortrag. Bild: V. Jüttemann

    Als Standesvertretung aller Zahnärzte in Westfalen-Lippe ist die Kammer für vielfältige Aufgaben zuständig: Vom Versorgungswerk, das sich um die Alters- und Hinterbliebenversorgung der Zahnärzte und ihrer Familien kümmert, über die Fortbildung bis hin zur standespolitischen Interessenvertretung. 

    Auf letzteren Punkt legte Dr. Bartling ein besonderes Gewicht seines Vortrags: Sorgen bereiten den Zahnärtzen derzeit einerseits die sogenannten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) andererseits zahnartznahe Dienstleistungen wie etwa  Bleaching Studios zum Zähne-Weißen in Einkaufszentren. In beiden Fällen sieht die Zahnärztekammer aus unterschiedlichen Gründen die bisherigen Standards zahnmedizinischer Versorgung gefährdet. So kritisiert er etwa an den Bleaching-Studios und ähnlichen Angeboten, das es keine vorgegebene Qualifizierung des Personals   gebe, um ein solches Studio zu betreiben. Die Bedenken gegenüber den MVZs lagen hingegen vor allem in deren stärkerer Profitorientierung und ihrer Organisation als GmbHs, die es Patienten etwa bei Behandlungsfehlern erschwere dagegen zu klagen.

    Die zahlreichen Nachfragen zu seinem Vortrag verdeutlichten das große Interesse vieler Clubmitglieder am Thema.

    Besuch vom Geigenbauer

    Besuch vom Geigenbauer

    Zur Anschauung ließ Guido Stengel Teile von Geigen an den Tischen herumgehen. © V. Jüttemann

    Mit Hilfe eines kurzen Films erklärte er die einzelnen Schritte beim Bau eines Streichinstruments von der Auswahl des richtigen Holzes bis hin zur finalen Platzierung des Stimmstocks im Instrument. Anschließend beantwortete er unsere zahlreichen Fragen. Zudem hatte er Teile von Geigen mitgebracht, die er gerade baut oder repariert und zur Anschauung herum gehen ließ.

    Pro Jahr baut Guido Stengel zwei bis drei neue Geigen. Die meisten Musiker, so Stengel, wollten jedoch auf alten Instrumenten spielen. Daher sind weitere wesentliche Aufgaben seiner Werkstatt auch die Reparatur von alten Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässen sowie deren Bögen und der Handel mit alten Instrumenten. Seine Kunden sind nicht nur Münsteraner Profi- und Laienmusiker, teils reisen sie auch von weit her an. Häufig haben sie genaue Vorstellungen, wie ihr Instrument klingen soll. Nach diesem Abend hatten wir keinen Zweifel daran, dass sie mit Guido Stengels Hilfe nach einem Besuch in seiner Werkstatt auf dem passenden Instrument spielen können.

    Radtour

    Radtour

    Unterwegs im Nordwesten Münsters. © Stephan Althaus

    Bei trockenem Wetter führte uns unsere Route entlang bekannter Sehenswürdigkeit und vergessener besonderer Orte. Eine Zwischenstation am Wohnhaus unserer Namensgeberin Annette von Droste-Hülshoff, dem Haus Rüschhaus, mit einem Gang durch ihren Garten war natürlich selbstverständlich.

    Doch viele von uns entdeckten auch Neues, so die Skulptur "Square Depression", die sich seit den Skulptur Projekten 2007 im Innehof der Physikalischen Institute der Universität Münster befindet, oder den Friedhof Haus Spital, auf dem Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs begraben liegen.

    Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz und wir haben die gemeinsame Zeit genossen.

    Führung durch den Klostergarten

    Führung durch den Klostergarten

    Auf der Obstwiese des Klostergartens. © Stephan Althaus

    Da die Kapuziner den Garten nicht mehr selbst versorgen können, hat mittlerweile der Naturschutzbund (NABU) Münster in Kooperation mit den Alexianern die Verantwortung für den Garten übernommen. Kundig durch den Garten geführt wurden wir daher auch von einer Mitarbeiterin des NABU, die uns alte Obstsorten im Garten vorstellte und uns erklärte, wie das Insektenhotel funktioniert und warum es so viele Besucher hat. Nachdenklich stimmten uns ihre Ausführungen über die Auswirkungen des Klimawandels, die bereits heute in unseren Gärten sichtbar werden.

    Nach der Führung wartete ein raffiniertes, vegetarisches Drei-Gänge-Menu auf uns, das aus Kräutern, Obst und Gemüse aus dem Garten zubereitet worden war.  Ein Gaumenschmaus, der auch die Fleischliebhaber in unserem Club davon überzeugt hat, dass auch vegetarisches Essen sehr lecker schmecken kann.