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    Integrativer Kindergarten in Mangochi

    Die Dürrekatastrophe in Malawi 2016 führte zu einer großen Hungersnot. ©Vorsehungsschwestern Muona

    Kinder mit Behinderungen gelten in afrikanischen Ländern oftmals als "bestraft" und erfahren Ablehung und Ausgrenzung. Diese Vorurteile behindern ebenso wie das Fehlen funktionierender staatlicher Institutionen den Zugang zu Schule und Bildung.

    Die Vorsehungsschwestern in Malawi haben sich mutig entschlossen, einen Kindergarten für 200 zwei- bis fünfjährige Kinder zu errichten. Das Projekt "intergrativer Kindergarten Mangochi" will durch die Hilfe für behinderte Kinder nicht nur den Einzelnen unmittelbar nutzen, sondern auch zu einem Umdenken in der Bevölkerung Malawis beitragen.

    Die Gesamtkosten für den integrativen Kindergarten wurden 2015 mit €155.000 berechnet. Dank Ihrer Hilfe konnten wir bisher ca 1/5 der Kosten finanzieren. Die Regenfluten 2015 mit großflächigen Zerstörungen der Infrastruktur sowie die Dürre mit anschließender Hungersnot 2016 haben die Bauarbeiten erheblich behindert.Dennoch halten die Schwestern an ihrem Projekt fest.

    Die staatlichen Genehmigungen liegen vor und sind bezahlt, ebenso wie die Architektenkosten. Mit den Bodenarbeiten wurde begonnen.

    Unser Projektpartner

    In Muona unterstützen die Vorsehungsschwestern im Trinity Hospital u.a. Mütter und Kinder. ©Vorsehungsschwestern Muona

    Seit den 1960er Jahren lebt und arbeitet eine Kongregation der Vorsehungsschwestern in Muona im Süden Malawis. Die Vorsehungsschwestern sind eine weltweite Ordensgemeinschaft mit Hauptsitz in Münster, so dass wir über unseren regelmäßigen Kontakt zu den Schwestern die zielgerichtete Verwendung aller Spendengelder garantieren können.

    Zur  Arbeit der Schwestern gehörten von Anfang an eine Grundschule für Mädchen und ein Buschkrankenhaus, nach und nach kamen weitere Projekte wie ein Waisenhaus oder eine Mütterschule hinzu. Mit ihrem Prinzip, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, leisten die Schwestern Entwicklungshilfe im besten Sinne.

    Bisherige Projekte

    Die Vorsehungsschwestern helfen mit ihrer Arbeit vor allem Müttern und ihren Kindern. ©Vorsehungsschwestern Muona

    Dank großzügiger Spenden konnten folgende Projekte bislang gefördert und vollendet werden:

    1. Renovierung und Neugestaltung der Mütterschule des Krankenhauses in Muona.

    2.Elektrifizierung der Schulküchen in Mangochi und Muona.

    3. Weiterbildung von afrikanischen Schwestern zur Pflegedienstleiterin bzw. Verwaltungsleiterin des Krankenhauses in Muona.

    4. Förderung eines Waisenhauses, das durch Dorfinitiative entstand.

    5. Unterstützung eines lokalen AIDS-Kommittees, um den zahlreichen Waisenkindern neben Ernährung und Kleidung auch ein sicheres Zuhause, Erziehung und Bildung zu geben.

    6. Brunnenbau in Muona zur Versorgung der Schule. In den dramatischen Dürreperioden der letzten Jahre haben sie sich auch für die Trinkwasserversorgung der ländlichen Bevölkerung der Umgebung bewährt.

    7. Röntgengerät der Basisversorgung (WHO-Standard) des Krankenhauses in Muona.

    8. Fertigstellung der Sanitäranlagen der St. Pius Girls Primary School in Blantyre.

    9. Fertigstellung der Renovierung der St. Pius Girls Primary School in Blantyre.

    10. Renovierung der "Fatima Girls Boarding Primary  School" in Muona. Diese Schule ist eine der besten Grundschulen in Malawi, die in acht Jahrgängen 1.000 Schülerinnen unterrichtet, davon 100 im Internat. Die Schule wurde 1960 von den Vorsehungsschwestern gegründet, ihre Schülerinnen erbringen exzellente Leistungen.

    Einen ausführlichen Bericht über die Anfänge unseres Engagements in Malawi und über die Situation im Land finden sie hier: