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null Neustadt: Rangierlok der "Aischtalbahn" wird saniert

Lionsmitglieder arbeiten mit großem Eifer an "Bähnla" Neustadt: Rangierlok der "Aischtalbahn" wird saniert

 Mitglieder des Lionsclubs Neustadt sind es, die sich der Sanierung der kleinen Rangierlok annehmen, die in einem erbarmungswürdigen Zustand zuletzt alles andere, als ein Schmuckstück vor der Kulisse des Markgrafenschlosses war. An der Notwendigkeit der Instandsetzung herrschte schon länger kein Zweifel, doch sollte sie es mit veranschlagten rund 10.000 Euro bei angespannter Haushaltslage kaum auf die Prioritätenliste der städtischen Investitionen schaffen.

Als schon die Rede davon war, die Leihgabe an das DB-Museum zurückzugeben, und sich dagegen Bürgerprotest erhob - die für Generationen bedeutsame Bahnverbindung von Neustadt in das Aischtal, auf deren Trasse heute geradelt wird, sollte nicht gänzlich in Vergessenheit geraten - übernahm der Lionsclub das Sanierungsprojekt. Allerdings nicht mit einem Scheck, sondern mit aktivem Einsatz.

Stilechte Farbtöne

Seit Wochen wird jeden Samstag an dem “Bähnla” geschweißt, geschraubt und geschliffen, erfolgen Reparaturen, ist es hinter Schutzwänden sandgestrahlt und für die neue Lackierung vorbereitet. Die stilechten Farbtöne wurden vor Ort mit einem Fachmann des DB-Museums abgesprochen und mit Armin Feuchtmann hat der Lionsclub den Experten in seinen Reihen, der das engagierte Kollegium bei der Erneuerung der Lok anleitet.

Unter dieser sind bereits marode Schwellen ausgetauscht und soll das Gleisbett auch wieder aufgeschottert werden. So wird das “Aischtalbähnla” nicht wieder zu erkennen und das “alte” Schmuckstück sein, wenn es am 3. Juni bei einem besonderen Festakt enthüllt wird. Dies soll gemeinsam mit der Freigabe der Brücke zum Festplatz “just in time” zur Kirchweih bei der Festbierprobe - erstmals als großes Event - erfolgen.

Für die Lionsmitglieder heißt es also noch kräftig anzupacken, um “den Termin halten” zu können, doch gibt man sich zur “Halbzeit” der Arbeitseinsätze zuversichtlich. Rechne man alle Leistungen hoch, seien die veranschlagten 10.000 Euro ein durchaus realistischer (Spenden-)Betrag, war hinter dem bunten Schutzzaun zu erfahren, hinter dem sich gerade “ein hässliches Entchen in einen stolzen Schwan verwandelt“.