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Tsunami-Kinder

"Ich habe schon gespendet" oder "Ich kann das Wort Tsunami nicht mehr hören"!

Nachdenklich machende Reaktionen dieser Art bekamen wir oft zu hören, als wir 2006 Werbung für ein Benefiz-Konzert machten. Wie kann das sein? In der Kommunikationsgesellschaft werden Katastrophen irgendwo auf der Welt mit Hochdruck und allen visuellen Mitteln in die Wohnzimmer und das Bewusstsein gepresst. Spontane Hilfsbereitschaft in einem vor wenigen Jahrzehnten noch nicht vorstellbaren Ausmaß werden erzeugt. Jeder spendet, so gut er kann, und dann ist die Sache erledigt und die nächste Katastrophe kann kommen, oder?

Ist es damit getan? Die Opfer und Regionen, die von großen Unglücken betroffen sind, werden in Wirklichkeit Jahrzehnte mit den Folgen der einschneidenden Ereignisse zu kämpfen haben! Der erste "Geldsegen" hilft viel, aber nur die nachhaltige Hilfe sorgt erst für dauerhafte Verbesserung der entstandenen Situation. Genau diese Nachhaltigkeit ist der Grund dafür, dass wir Lions aus Niedernhausen weiter Geld für die Opfer sammeln. Die Waisen und Halbweisen brauchen über 10 bis 15 Jahre täglich Hilfe und Förderung um einmal ein gutes Leben  führen zu können. Das Kinderdorf, das unsere Lions-Freunde vom Club Andaman Sea nach dem Muster der SOS-Kinderdörfer in Pukhet gebaut haben und betreiben, kann nur leben und funktionieren, wenn die Finanzierung langfristig gesichert wird. Viele Menschen werden dort arbeiten, um die Kinder bis zur Berufsreife zu begleiten, Häuser, Verpflegung, Betreuer, Lehrer, Ausbilder, Fahrzeuge und, und, und werden täglich gebraucht, um den Betrieb sicher zu stellen.